Wer den Schaden hat? – Publicis und YouTube

Am 15. November 2010 veröffentlichte Publicis auf ihrem YouTube Channel ein kleines Video. Ein Video, dass auf humorvolle Art zeigen sollte, dass die Publicis Jungs und Mädchen nun auch twittern. Dass über deren Twitteraccount bis dahin gerade mal einen einzigen Tweet abgeschickt hatte, hielt sie nicht davon ab einen „mutigen“ Titel für ihr Video zu wählen: „Check out how Publicis Groupe roars on Twitter“. Entsprechende Reaktionen von anderen ließen natürlich nicht lange auf sich warten. Hier ihr Video:

 
[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=MpdqQ0ROpYo&fs=1&hl=de_DE]
 

Doch dass im Social Web nicht immer alles so läuft, wie geplant und manch kreative Leute sich die mehr oder weniger aufwändig produzierten Videos schnappen und leicht verändern können (dabei selten zum Wohlfallen der Urheber), musste nicht nur RWE feststellen. Nein auch Publicis darf sich (nach nur einem Tag!) nun in die Reihe derer gesellen, die mit einem kleinen Fake-Video geehrt wurden. Das Resultat könnt ihr euch hier ansehen:
 
[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=KOVbOF7FAk8&fs=1&hl=de_DE]
 
Wir dürfen gespannt sein, welches Video mehr Views bekommen wird. Und wie Publicis (wenn überhaupt) reagieren wird. Vielleicht hilft es indirekt sogar?

DB bei Facebook – Eine Diskussion

Die Deutsche Bahn wird viel diskutiert. Sei es der Umbau des Bahnhofes in Stuttgart, besser bekannt unter dem Schlagwort Stuttgart 21, oder aber verschiedene Meldungen von Kindern und Jugendlichen, die wegen fehlenden Fahrscheins irgendwo in der Walachei ausgesetzt wurden. Bewertet man die öffentlichen Diskussionen um den DB-Konzern fällt sehr schnell auf: Die meisten Diskussionen sind negativ behaftet.

In diesem vorwiegend ablehnenden Diskussionsklima hat die Deutsche Bahn beschlossen, nun auch bei Facebook mit einer Seite vertreten zu sein. Das Deutsche Bahn Chefticket startete am 18.10. und erlaubt es den „Fans“ im Zeitraum vom 25. Oktober bis zum 07. November ein günstiges Ticket zu erstehen – das Chefticket.

Olaf Kolbrück hat bei Off the Record bereits einen schönen Beitrag zur ganzen Aktion gepostet – 7 Gründe, warum die Aktion der Bahn bei Facebook knorke ist. In wunderbar ironischer Manier wird dort die Aktion bewertet.

Doch ich möchte gar hier gar nicht auf die Inhalte dieser Aktion eingehen, sondern beziehe mich auf eine Diskussion gestern (spät) abends bei Twitter. Hier diskutierten Daniel Rehn und Christinah84 mit mir über die Seite und die mögliche Motivation für diesen doch nicht unproblematischen Schritt.

Ist dieser Schritt der Versuch einer Flucht nach vorne? Möchte die Bahn aus der Defensive heraus? Welcher Wahnsinniger hat sich für diesen Schritt ausgesprochen und diesen auch durchgesetzt? Oder welche Agentur meinte, es sei sinnvoll gerade jetzt eine Facebook Seite zu starten? Doch solche Fragen können kaum von Außenstehenden beantwortet werden. Überlegen wir uns doch lieber, wie die Bahn, nun da sie sich schon in diese Situation manövriert hat, idealerweise macht, um einen Nutzen daraus ziehen zu können.

1) Egal warum die Bahn die Seite gestartet hat, mit einer massiven Kritikwelle hat man rechnen müssen. Soweit sollte man die öffentliche Meinung einschätzen können. Gibt es einen Plan, wie man auf negative Kommentare auf der Pinnwand reagiert? Wie geht man mit Trollen um? Reagiert man auf jeden einzelnen negativen Post oder allgemein auf die Kritik als Ganzes?

2) Wird die Seite inhouse betrieben oder wurde eine Agentur damit beauftragt? Sollte eine Agentur als Externer die Seite betreiben, kann sie denn überhaupt schnell auf Kritiken reagieren? Hat sie den Einblick in das Unternehmen und kann kompetent auf Kritik antworten? Wenn die Seite inhouse betrieben wird, wer übernimmt die Betreuung? Sind die betreuenden Mitarbeiter auf die zu erwartende Kritik vorbereitet und im Umgang mit ebendieser geschult? Vor allem im Social Web kann die Kritik schnell sehr hart werden. Wenn es zu schlimm wird, sollten Kommentare gelöscht werden, doch nicht ohne Begründung, wie sich versteht.

Bis hierhin waren wir uns einig, dass diese Punkte zu beobachten seien. Doch was, wenn die Bahn gar nicht auf Dialog aus ist? Wenn sie diese ganze Aktion als einen Teil einer viel längerfristigen Strategie geplant hat? Daniel vermutete hier einen Social Media Ballon, der dank Zeitfenster eine Exit-Strategie gleich mitgeliefert bekommt. Damit ist es relativ egal, ob die Bahn nun auf die Kritiken alle reagiert oder nicht. Wenn von vorne herein das Ziel nicht der Dialog und die zeitnahe Abschwächung der negativen Grundstimmung im Social Web war, muss das Engagement anders bewertet werden.

Wenn die Bahn diese Seite nicht nur mit dem Ziel des Vertriebs der Cheftickets (die sehr wahrscheinlich gut weg gehen werden – goodies sind beliebt), sondern vor allem auch mit dem Ziel, der negativen Stimmung ein Ventil zu bieten, durch dass sie sich entladen kann. Also die Kritiker, sei es Stuttgart21, der Bahnsupport, die (Un-)Pünktlichkeit, oder was auch immer. Wenn man sich einfach den ganzen Frust von der überstrapazierten (Kunden-)Seele schreiben kann, teilweise sogar Reaktionen (im Idealfall verbunden mit einer kleinen Entschuldigung?) verbunden.  Also all die negative Stimmung der Bahn gegenüber einen Weg findet, sich zu entladen. Nach alldem kann die Bahn, vorgefertigter Exit-Strategie sei dank, sich wieder zurückziehen und die Seite schließen.

Und jetzt? Jetzt kann die Bahn auftrumpfen. Wie? Mit einer Seite für den Kundensupport. Einer Seite ähnlich Telekom Hilft also. Denn der Großteil der negativen Energie hat sich bereits verflüchtigt. Die Stimmung ist nicht mehr so geladen und die Bahn setzt sich in ein selbst vorbereitetes Nest. Und hier werden sie dann alle Register des Kundenservices ziehen, darum bemüht, es den Kunden recht zu machen. Ist das also der Masterplan der Deutschen Bahn? Wird mit den Cheftickets der stärkste Wind aus den Segeln genommen um der eigentlichen Support-Seite den Weg zu bereiten? Es wird sich zeigen.

Montagsrunde Social Media Lehre – ein Fazit

Am gestrigen Montag, dem 11.10.2010, fanden sich einige interessierte Onliner zur monatlichen Montagsrunde zusammen. Gehostet wurde sie von mir und Michael Waning und befasste sich primär mit dem Thema Social Media Lehre im Studium.

Erfreulich war die große Zahl der Zuschauer, bestehend aus Professionals, Young Professionals und Studenten. Leider konnten wir keinen Hochschuldozenten anregen teilzunehmen.

Nachdem bei der letzten Runde bereits Tapio Liller gemeinsam mit Christoph Penter im Duo ein Montagsrunde hostete, haben wir uns also auch Zusammengetan. Der Vorteil ist, dass man nicht alleine in einem Raum vor einem Monitor sitzt und quasi mit sich selbst redet. Der Nachteil natürlich, dass die zwei vor der Kamera mehr mit sich selbst reden und die anderen Diskussionsteilnehmer stärker in eine Zuschauerrolle verfallen. Dennoch kamen interessante Diskussionen auch mit den „Zuschauern“ zustande.

Mangelnde Erfahrung der Dozenten

Bei vielen Dozenten an den Hochschulen mangelt es noch an der eigenen Erfahrung im Social Web und wie man es für die Kommunikation einsetzten kann, bzw. wie man wissenschaftlich das Social Web behandeln kann. Die Folge daraus ist natürlich, dass die Dozenten sich etwas scheuen, dieses Thema zu behandeln. Nichts ist schlimmer als ohne fundiertes Wissen über ein Thema zu referieren. Gemeinsam mit Studenten das Social Web kennenzulernen scheint auch nicht sehr reizvoll zu sein.

Mangelndes Engagement der Studenten

Obwohl man annehmen sollte, dass Studenten, die sich für einen Studiengang und damit für einen späteren Beruf entschieden haben, sich mit den Trends in diesem Berufsfeld auseinandersetzen, scheint das Bild des „faulen Studenten“ doch irgendwo zu zutreffen. Nun vielleicht sind wir Studenten nicht unbedingt faul, aber den Meisten fallen interessantere, bessere Freizeitbeschäftigungen ein, als sich vor einen Monitor zu setzen und irgendwelche Blogbeiträge zu produzieren oder sich bei Twitter über Themen auszutauschen. Sowieso hat sich der „Sinn“ von Social Media in der Kommunikation, also jenseits der privaten Nutzung, scheinbar nur wenigen erschlossen. Und das ist auch verständlich (und aus berufsperspektivischen Aspekten auch gut so).

Starre Hochschulstrukturen verhindern die Aufnahme ins Curriculum

Wenn man sich Prozesse in Hochschulen, vor allem Veränderungsprozesse, ansieht, wird schnell deutlich, dass Hochschulen generell nur langsam auf Änderungen in der Wirtschaft eingehen können. Die Aufnahme neuer Themen ins Curriculum ist nicht so leicht, wie manch einer denken mag.

Bis der Hochschulapparat also in Gang gekommen ist, liegt es an dem einzelnen Dozenten vielleicht doch einige Bereiche des Social Webs in einem Seminar zu behandeln.

Lösungsvorschläge:

Aus der Diskussion haben sich einige Lösungsvorschläge ergeben:

Zum Einen können die Dozenten tatsächlich den Schritt wagen, gemeinsam mit einem Seminarkurs, das Social Web zu erkunden, zu Experimentieren und die Erfahrungen am Ende zusammenzutragen und zu analysieren. Dazu könnten Studenten an einzelne Dozenten herantreten und dieses Projekt vorschlagen. Wenn die aktive Auseinandersetzung mit dem Social Web eine Notwendigkeit für das Bestehen des Kurses ist, ist auch ein Ansporn für uns Studenten gegeben.

Eine andere Möglichkeit ist, selbst die Initiative zu ergreifen. Gemeinsam mit Kommilitonen könnte man einen studentischen Verein gründen, der sich mit den Themen befasst, eventuell auch Experten aus der Wirtschaft zu Vorträgen einladen und selber auch aktiv im Social Web teilnimmt. Ein Beispiel sind die PR Studenten Hannover, die durchaus interessante Vorträge organisieren und dabei selbst das Social Web als Kommunikationsbasis nutzt. Der Aufwand hierbei ist natürlich höher als bei einem Seminar, doch die Beteiligung wertet nicht nur den eigenen Studiengang auf, sondern fördert meistens auch die eigene (Online-)Reputation.

Ebenso kann man aber auch eigene Vorträge zum Social Web ausarbeiten und sie den eigenen Kommilitonen präsentieren, ob gratis oder zahlungspflichtig ist Geschmackssache. Ich denke ein „Pay what its worth“ – System, bei der man eine Box aufstellt, in die man einen frei wählbaren Betrag am Ende wirft, wäre eventuell passend. Wichtig hierbei ist, dass die Vortragenden einen bestimmten Wissensstand erreicht haben, sodass sie tatsächlich fundiert über die einzelnen Bereiche des Social Web referieren können. Eine Alternative wäre hier vielleicht, es ähnlich wie bei dem Seminar zu machen. So dass ein Student, der etwas Ahnung hat, gemeinsam mit interessierten Kommilitonen das Social Web erkundet, ihre Ergebnisse können sie dann zusammentragen und beispielsweise in einem gemeinsamen Blog analysieren und veröffentlichen.

Letztlich muss sich aber etwas ändern an den Hochschulen. Social Media wird – nicht nur in der Kommunikation – immer relevanter und in ein paar Jahren (wenn nicht schon jetzt) auch eine Berufsvoraussetzung sein. Möchten die Hochschulen ihre Absolventen also optimal vorbereiten, müssen sie sich mit diesem Thema auseinander setzen.

 

Die nächste Montagsrunde am 8.11.2010 wird übrigens von Daniel Rehn geleitet. Ich kann jedem nur empfehlen, sich den Termin frei zu halten.

Montagsrunde – Social Media Lehre im Studium…

Am 11. Oktober ist es wieder soweit, mit dem 2. Montag des Monats findet die nächste Montagsrunde statt. Dieses Mal darf ich sie moderieren. Unterstützt werde ich dabei freundlicherweise von meinem Kommilitonen Michael Waning, den einige Blogleser evtl. bereits durch seine Gastbeiträge kennen.

Das Thema dieser Montagsrunde betrifft vor allem uns Studenten, aber auch die Kommunikationsbranche insgesamt. Wir möchten uns mit der Social Media Lehre im Studium bei Kommunikationsstudiengängen, aber auch im Studium allgemein beschäftigen.

Ich hatte mich bereits in einem Beitrag damit befasst, Michael macht gerade seine ersten Erfahrungen im Social Web und auch in anderen Gegenden bemerkt man, dass Nachholbedarf in der Hochschullehre besteht. Natürlich liegt es nicht nur an den Dozenten, auch viele Kommilitonen sind noch gar nicht so weit, dass sie erkannt haben, wie wichtig Social Media in der Kommunikation geworden sind. Die Erfahrung hat auch Daniel Rehn gemacht und  einen interessanten Beitrag dazu verfasst.

Natürlich gibt es einige Hochschuldozenten, die sich bereits im Social Web auskennen und manche Studenten haben das Glück, dass diese Dozenten an ihren Hochschulen beschäftigt sind. Aber leider ist dies noch nicht bundesweit so.

Doch brauchen wir überhaupt Social Media im Studium? Müssen wir den professionellen Umgang damit lernen? Diese und andere Fragen möchten Michael und ich in der Montagsrunde behandeln und hoffen auf eine interessante Diskussion. Wer sich einklinken will, findet hier die Montagsrunde: http://www.ustream.tv/channel/montagsrunde-11-10-2010

Abschlussanalyse – Social Media Engagement der Lingener OB-Kandidaten

Nach der gestrigen Podiumsdiskussion und mit Hinblick auf den Wahltermin in 4 Tagen, ist es an der Zeit für eine abschließende Analyse des Social Media Engagements der Lingener OB-Kandidaten. In meinen vorherigen Analysen wurden die Bemühungen der Kandidaten bereits untersucht. Was hat sich geändert? Ich habe versucht jeden Kandidaten bei Twitter in eine Unterhaltung zu ihrem Twitter-Engagement zu „verwickeln“.

Twitter

Beginnen wir wieder mit Kandidat(in) 1:

Aktuell folgt sie 71 Twitter-Accounts (vlg. Analyse vom 26.08. : 65 Accounts) und ihr folgen 46 Accounts (vgl. vorher: 30).

Sie folgt weiterhin mehrheitlich privaten Accounts, ein paar Vereine (Kivelinge) sind dazu gekommen, bleibt aber eher bei ihrer Zielgruppe: Den Wählern. Ihr selbst folgen, abgesehen von den Twitter-üblichen „Spam-Accounts“ ebenfalls mehrheitlich Privataccounts. Somit wäre es für sie gut möglich, ihre Zielgruppe zu erreichen.

Von den 115 abgesetzten Tweets sind die meisten Tweets @-Replies bzw. Retweets. Auch meine Fragen zu ihrem Social Media Engagement, vor allem auf Twitter, wurden beantwortet – früh am Morgen.

Fazit: Konstantes Engagement, Niveau gehalten, keine Änderung

Es folgt Kandidat 2:

Er blieb konstant bei seinen Followings: 6(!) Accounts werden von ihm verfolgt. Ihm folgen mittlerweile 40 Accounts (vgl. vorher: 27). Die meisten sind Privataccounts, natürlich auch parteiliche Unterstützer (Obwohl immer wieder betont wird, der Kandidat sei parteilos).

Einen Abend lang hat sich dieser Kandidat auf eine Twitter-Diskussion eingelassen. Zunächst mit anderen Twitterern, später mit mir. Auf eine gemeinsame Frage – Warum er bei Twitter aktiv sei – bekamen wir nach mehrmaliger Nachfrage folgende Antwort: „Ich nutze Twitter vorwiegend als Plattform für Ankündigungen…“ So erklären sich seine 56 Tweets, die ausser an diesem einen Abend, nie einen @-Reply oder Retweet beinhalteten. Meiner Meinung nach nicht die beste Nutzung dieser Plattform.

Eine nette Nebeninformation: Ausschlaggebend für sein Engagement war die Twitternutzung seiner Frau. Schade nur, dass sie eine passive Twitteristi ist.

Fazit: Seiner Linie treu geblieben, Twitter „nur“ als Infokanal für seine Auftritte (bis auf den einen Abend). Meiner Meinung nach viel Potential verschenkt.

Weiter mit Kandidat 3:

Dieser folgt 43 Accounts (vgl. vorher: 29) und ihm folgen 46 Accounts (vgl. vorher: 30). Mittlerweile folgt er 14 Privataccounts. Im Vergleich zu vorher 4 Privataccounts, durchaus eine Steigerung, aber im Verhältnis insgesamt wiederum nicht sehr ausschlaggebend.

Dennoch folgen ihm viele Privataccounts, das Interesse an seinen Beiträgen bleibt bestehen. Viele Accounts sind doch bekennende Gegner des Kandidaten, verfolgen also evtl. eher aus Monitoring-Zwecken?

Es gab bisher keinen einzigen @-Reply oder Retweet in der Timeline dieses Kandidaten, auch meine Versuche, ihn anzusprechen wurden schlicht nicht erkannt, bzw. ignoriert. Schade, denn ich hätte einige Fragen an diesen Kandidaten gehabt. Ich habe es auch bei Facebook versucht, doch dazu im Facebook-Teil mehr.

Inhaltlich unterscheiden sich die 32 abgegebenen Tweets nur wenig von Kandidat 2, abgesehen von der Partei-Färbung, natürlich.

Fazit: Konsequent seiner Linie treu geblieben und alle Anfragen ignoriert. Keine erkennbare Interaktion mit anderen Twitteristi. Um diese Linie erfolgreich zu fahren, fehlt diesem Kandidaten meiner Meinung nach die Prominenz.

Den Abschluss bildet Kandidat 4:

Verspätet gestartet hat sich dieser Kandidat bemüht den Rückstand aufzuholen. So folgt er 22 Accounts (vgl. vorher: 2) und ihm folgen 34 Accounts (vgl. vorher 11).  Somit folgt er bereits mehr Leuten als Kandidat 2.

Er fast nur Privataccounts, doch davon sind einige nicht in Lingen und Umgebung einzuordnen, also nicht die Zielgruppe. Ist ja auch in Ordnung. Ihm folgen ebenfalls überwiegend Privataccounts. Wie bei Kandidatin 1 ist hier also die Möglichkeit mit den Wählern in Kontakt zu treten durchaus gegeben.

Doch leider wurde seit dem 31. August kein Tweet mehr abgesetzt. Seit meiner Unterhaltung auf Twitter mit ihm. Habe ich ihn so verschreckt? Ich glaube nicht. Seine Beweggründe für das Twitter Engagement wurden jedoch nicht ganz deutlich.

Sehr deutlich hat er jedoch gemacht, dass er von einem Team unterstützt wird, bei Facebook und Twitter, inhaltlich jedoch nur er aktiv sei. Wie das nun praktisch aussieht, darf sich jeder selber ausmalen.

Mir hat sich in der Unterhaltung der Eindruck aufgedrängt, dass dieser Kandidat Twitter als Tool noch nicht ganz verstanden hatte. Dass manche Tweets für Außenstehende etwas herablassend wirken können, sei dahingestellt. Ich musste auf @-Replies erst bestehen, bevor ich direkte Antworten auf meine Fragen an ihn erhielt.

Fazit: Nicht ganz konsequent genutztes Tool, nur wenig Interaktion mit anderen Twitteristi, etwas besser genutzt als Kandidaten 2 und 3, dennoch verbesserungsfähig.

Facebook

Von den 4 bei Twitter aktiven Kandidaten sind immer noch nur 3 (Kandidat 2 wollte aus Datenschutzfragen nicht) auch mit einer Facebook Politiker-Page ausgestattet. Generell ist zu sagen, dass auf den Pages nur wenig Interaktion stattgefunden hat. Bei einem Kandidaten sogar gar keine.

Kandidatin 1: Sie erhält Likes von 26 Personen. Ihre Aktivitäten auf der Seite sind zumeist Termin-Updates und Foto-Uploads. Meine Anfrage (Die ich jedem Kandidaten zur gleichen Zeit schrieb) auf Ihrer Page wurde innerhalb eines Tages beantwortet. Leider sind ihre Unterstützer nicht sehr aktiv, so dass sich auf der Seite keine Diskussionen entwickeln.

Fazit: Interaktion/Antworten auf Fragen sofern erforderlich gegeben. Nutzt neben Twitter auch Facebook relativ konstant.

Kandidat 3: Hat bisher 30 Likes erhalten. Seine Seite zeichnet sich durch folgende Einzigartigkeit aus: Auf Anfragen von potentiellen Wählern wird nicht eingegangen. Ich habe dort mehrmals Fragen gestellt, zuletzt sogar sehr provokant, doch eine Antwort lässt bis heute auf sich warten. Nun dies zeigt zumindest, dass der Kandidat seine Linie von Twitter auch bei Facebook beibehält. Auch dass man als Landingtab auf der Pinnwand landet, jedoch zunächst nur seine Beiträge sieht, bestätigt dies.

Fazit: Wer in sozialen Netzwerken als Politiker aktiv ist, aber geflissentlich die Fragen der User ignoriert, macht meiner Meinung nach etwas falsch, in diesem Fall finde ich, sogar alles falsch. Durchgefallen, setzen, sechs.

Kandidat 4: Hat die meisten Likes – 65. Trotz des nur mäßig geshoppten Bildes erhält der Kandidat viel Unterstützung auf Facebook. Leider gibt es jedoch nur wenig Interaktionen dort. Meine Frage wurde ebenfalls innerhalb von 24 Stunden beantwortet.

Ein Teil meiner Fragen wurden jedoch nicht auf Facebook, sondern auf Twitter beantwortet, zunächst auch ohne @-Reply. Dass man Fragen am besten dort beantwortet, wo sie gestellt werden, wurde diesem Kandidaten gesagt. Daraufhin hat er eine kurze Zusammenfassung auf der Facebook-Page online gestellt. Leider ist der Kandidat nicht nur bei Twitter, sondern auch bei Facebook seit dem 31.08. nicht mehr aktiv gewesen.

Fazit: Beantwortet Fragen, reagiert auf Fehlerhinweise, ist jedoch nicht ganz konsequent in der Nutzung.

Fazit insgesamt:

Man muss natürlich bedenken, dass Lingen keine Social Media Hochburg ist, eher das Gegenteil. So ist das Engagement der Kandidaten schon verwunderlich. Ausschlaggebend für die Wahl wird es meiner Meinung nach wohl kaum sein.

Die Nutzung der Kommunikationskanäle variiert von reinen Newsfeeds bis hin zu ernsthafter Interaktion/ Dialogen. Wenn ich für mich bestimmen müsste, wer im Social Web die beste Figur macht… Nun, ich denke das sollte mittlerweile klar sein. Konstante Aktivität und Bereitschaft zu Dialogen an mehr als nur einem Tag. So sollte meiner Meinung nach Social Media Engagement aussehen.

Doch gerade in Lingen wird dieses Engagement wohl kaum ausschlaggebend sein.

Was bedeutet 90-9-1 eigentlich für Kampagnen?

Vor kurzem habe ich diesen interessanten Artikel über die 90-9-1 Regel von Nielsen gelesen. Die Regel war mir auch vorher bereits bekannt, aber nach dem ich einige Kommentare gelesen hatte fiel mir ein offener Brief (engl.) ein, den Amir Kassaei gepostet hatte.

Stets überlegen wir uns doch, wie wir die Zielgruppe nicht nur erreichen können, sondern auch dazu bringen, an Aktionen teilzunehmen. Das „Mitmach-Netz“ und das Potential darin wird von immer mehr Werbe- und Kommunikationsleuten entdeckt. Ich bin davon absolut nicht ausgeschlossen.

Doch nun stellt sich mir eine Frage. Wenn nur 10% der Zielgruppe (9+1) überhaupt aktiv im Social Web unterwegs sind, die anderen 90% aber „nur“ passiv sind, was halten dann diese 90% der Leute von solchen Mitmach-Aktionen? Einen Einblick bietet der offene Brief. Sollte dieser Brief repräsentativ sein, könnte es zu Problemen kommen. In dem Fall kann man von Glück sprechen, wenn Mitmach-Kampagnen ignoriert werden.

Wenn bald jede größere Marke auf die Idee kommen sollte, im Social Web derartige Kampagnen zu starten um das „Commitment“ der Kunden zur Marke zu steigern, wage ich zu prophezeien, dass das „Commitment“ der Kunden sehr bald durch solche Aktionen eher sinken wird. Ich gebe zu, ich habe bisher nur ein paar Erfahrungen mit Kampagnen und derartigen Aktionen machen können. Ich bin jedoch selber ebenfalls im Social Web unterwegs und an jeder virtuellen Ecke stolpere ich über eine unglaublich tolle Aktion die „nur 5 Minuten dauert“. Und sogar ich fühle mich genervt.

Es ist doch so, mittlerweile haben wir fast alle Varianten von Mitmach-Aktionen im Social Web erlebt. Der oftmals bereits in Print- und TV-Kampagnen monierte Innovationsmangel ist auch im Social Web zu finden. Um dem entgegenzuwirken werden manche Aktionen etwas komplexer gestaltet. Es wird mehr „Mitmachen“ von den Usern verlangt. Für mich ist das eine noch stärkere Belästigung. Ich hoffe, wenn ich das nächste Mal eine Online-Kampagne konzipieren soll/darf, finde ich genug Kreativität um keine Kopie einer Kopie einer Kampagne zu entwickeln.

Natürlich gibt es sehr gute Kampagnen, die auch ich sehr gut finde. Da wäre zum Beispiel die YouTube-Kampagne von TippEx die an diesem Wochenende sicher bei einigen für rege Begeisterung gesorgt hat, oder die fast legendäre OldSpiceGuy-Kampagne. Vielleicht bekomme ich die guten Aktionen alle nicht mit, aber ich habe den Eindruck gewonnen, dass derartige Kampagnen eher rar sind.

Also, vergessen wir bitte nicht, dass 90% der Internetnutzer wahrscheinlich keine Lust haben, ein Video von ihrem perfekten Weltraumflug mit einer Dose Energydrink zu drehen und es anschließend bei diversen Video-Plattformen hochzuladen. Vielleicht schafft man es, den Drahtseilakt zwischen Mitmachen und Konsumieren ohne einen Fehltritt hinzubekommen. Ich werde jedenfalls anfangen zu üben.

Analyse – Social Media Engagement der Lingener OB-Kandidaten

Vor knapp zwei Wochen habe ich das Engagement der Lingener OB-Kandidaten angesprochen und nach dem Sinn dieses Engagements gefragt.

Ich habe ein paar Vorschläge gemacht und wurde sogar von einem Unterstützer gefragt, ob ich nicht für einen Kandidaten selber aktiv werden wollte. Ich habe dankend abgelehnt, aus der Lokalpolitik halte ich mich dann doch lieber heraus.

Nach diesen knapp zwei Wochen nun möchte ich die Engagements der einzelnen Kandidaten erneut beschreiben.

Update: Der Vollständigkeit halber sollte ich noch ausführen, dass es zwei weitere Kandidaten gibt, die jedoch nicht im Social Web aktiv sind.

Vielen Dank für den Hinweis an Chrissi: „Jörg F. Küster – nennen wir ihn mal Kandidat 5 – und Wilfried Fenslage – also Kandidat 6“

Twitter:

Beginnen wir mit Kandidatin 1:

Zur Zeit folgt sie bei Twitter 65 Leuten, ihr selbst folgen 30 Personen. Schaut man sich ihre Follower genauer an, sind es hauptsächlich Privatpersonen aus dem Lingener Raum, theoretisch also ihre Zielgruppe. Dass sie mehr als doppelt so vielen Leuten folgt, wie ihr folgen, sieht auf den ersten Blick so aus, als würde sie versuchen sich möglichst viele Follower anzueignen. Folgt sie doch selbst fast nur Privatpersonen aus Lingen.

Auffällig ist hier jedoch, dass sie nicht nur den „Unterstützern“ (oder potentiellen Unterstützern) folgt, sondern auch ihren Gegenkandidaten und deren Unterstützer. Ein interessanter Zug, vielleicht macht sie es zu Monitoringzwecken?

Wirft man einen genaueren Blick auf ihre Tweets zeigt sich folgendes: 11 der 61 abgegebenen Tweets sind @-Replies, davon 9 alleine in der letzten Woche. Teilweise sogar mit einem Punkt vor dem @ um es auch anderen zu zeigen. Da scheint jemand eine kleine Schulung gehabt zu haben.

Daraus schließe ich, dass diese Kandidatin versucht mit ihrer Zielgruppe zu interagieren und auf die Äußerungen reagiert.

Im Vergleich zu vorher: Eine Verbesserung erkennbar.

Weiter mit Kandidat 2:

Dieser folgt wie vor knapp zwei Wochen auch insgesamt 6 (!) Leuten, ihm selbst folgen 27 Personen. Dieser Kandidat folgt ganzen 2 Privatpersonen, die anderen 4 Accounts sind Unterstützer oder Newskanäle. Von den 27 Followern sind 2 Parteiaccounts, 3 nicht aus der Lingener Umgebung und Kandidatin 1.

Hier drängt sich die erste Vermutung auf, dass Twitter von diesem Kandidaten als Newsfeed genutzt wird. Ein Blick auf seine Tweets… bestätigt es sofort. Von all seinen 25 Updates war nicht ein @-Reply oder ein Retweet dabei. Meiner Meinung nach ist das nicht die ideale Nutzung von Twitter.

Im Vergleich zu vorher: Keine Veränderung.

Kommen wir zu Kandidat 3:

Als erstes fällt ein nahezu perfektes Gleichgewicht von Follower zu Followings auf: Er folgt 29 Accounts, ihm folgen 30 Accounts. Wem folgt Kandidat 3?

Von 29 Accounts sind 4 (!) Privataccounts dabei (an der Stelle habe ich bemerkt, dass auch ich verfolgt werde), viel Newskanäle aus der Region, 2 Parteiaccounts, ein paar Vereine. Bei nur 4 Privataccounts frage ich mich, wie der Kandidat auf seine Zielgruppe „hören“ möchte. Aber vielleicht fungieren die Newskanäle als Stimmungsbarometer.

Ihm folgen jedoch auffällig viele Privataccounts. Die Zielgruppe (Wähler) scheint also Interesse an seinen Beiträgen zu haben. Nicht jeder ist aus der Lingener Umgebung und auch hier muss die Kandidatin 1 abgezogen werden. Doch ist das Interesse scheinbar da. Hierzu muss man aber anmerken, dass der Kandidat einer Partei angehört, die in dieser Region sehr beliebt ist. Er hat also einen kleinen Vorteil.

Ein Blick auf seine Tweets: von 17 Updates sind 2 Retweets der eigenen Partei dabei, ansonsten wird Twitter hier ähnlich wie bei Kandidat 2 genutzt. Die fehlenden @-Replies und Retweets sind aber wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass der Kandidat seiner Zielgruppe kaum folgt (also kaum zuhört?).

Auffällig ist hier auch: Zu beginn wurde in der dritten Person getwittert, bzw. mit Zitaten. Daher drängt sich hier, auch in Hinblick auf den Background des Kandidaten, etwas der Eindruck auf, dass gar nicht selbst gezwitschert wird. Das wäre natürlich ein kleiner Skandal.

Im Vergleich zu vorher: Keine erkennbare Änderung, ausser der „Ich-Form“ bei Tweets.

Ein neuer ist dabei! Kandidat 4:

Seit dem 16.08.2010 ist ein weiterer Kandidat bei Twitter angemeldet. In der kurzen Zeit hat er es geschafft , 2 Personen zu folgen und 11 Twitterer dazu veranlasst, ihm zu folgen.

Er hat die perfekte Balance von Unterstützer zu Privataccounts, denen er folgt: 1 zu 1! Der eigenen Partei und einem Privataccount. Ein Anfang, bis zum 12.09. ist jedoch nicht mehr all zu viel Zeit, um sich zu steigern, wenn die Followrate gleich bleibt…

Ihm folgen 7 Privatacounts, auch hier hat Kandidatin 1 wieder ihre Finger im Spiel. Bedenkt man, dass er einer Partei angehört, die in der Region hier nur wenig Unterstützung erfährt, ist es gar nicht so schlecht.

Ein schneller Blick auf seine 5 Tweets zeigt: Er nutzt Twitter gar nicht direkt, sondern über Facebook! Daher sind @-Replies und Retweets leider nicht dabei.

Im Vergleich zu vorher: Da er neu im Spiel ist, kann ich keinen Vergleich anstellen.

Facebook:

Von den 4 bei Twitter aktiven Kandidaten sind 3 auch mit einer Facebook Politiker-Page ausgestattet.

Kandidatin 1: Scheint erst relativ kurz dabei zu sein, ihre Seite gefällt 6 Personen und es gibt noch keine Diskussionen auf der Pinnwand, ebensowenig gibt es Updates. Lediglich ein paar Bilder wurden hoch geladen. Gestern. Dafür gibt es jedoch bereits Unterstützungsbekundigungen. Vielleicht wird dort die Aktivität in den nächsten Tagen forciert, doch im Moment müsste mehr kommen. Ihr Landing-Tab ist der Informationstab, Lebenslauf und kurzer politischer Werdegang wird hier angeboten.

Kandidat 2: Ist gar nicht vertreten!

Kandidat 3: Ist mindestens seit dem 19.08 mit der Fanpage vertreten. Die letzte Aktivität war jedoch auch an eben diesem Tag. Die Seite wird übrigens von einem Björn R. verwaltet. Es wurden ein paar Bilder hoch geladen und eben bekannt gegeben, wer die Seite verwaltet. Unterstützer bisher: 20 Personen in 7 Tagen. Es fällt jedoch auch auf, dass keine Diskussionen oder andere Interaktionen stattgefunden haben. Und wieder gilt zu bedenken, dass es der Kandidat der stärksten Partei in der Region ist. Die Informationen über den Kandidaten sind eher gering.

Kandidat 4: Ist (zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Beitrages) seit 3 Stunden mit dieser Fanpage vertreten. In der Zeit haben sich bereits 13 Personen als Unterstützer gezeigt. Das ist gar nicht so schlecht, vor allem mit Hinblick auf der Parteizugehörigkeit. Bisher wurden jedoch nur Termine veröffentlicht. Keine Interaktion und der Diskussionstab wurde komplett entfernt. Landingtab ist auch hier die Pinnwand. Die Infos über den Kandidaten sind noch dürftiger als bei Kandidat 3.

Bisher einzigartig:

Kandidatin 1: Sie ist sogar bei MeinVZ aktiv. Ihr Profil ist komplett einsehbar. Ich vermute so sollen Facebook-Verweigerer auch erreicht werden. So viel Engagement zeigt bisher kein anderer Kandidat im Social Web. So viel hätte ich auch gar nicht erwartet.

http://twitter.com/KronefuerLingen

Online-Diskussionen als Chance…

Gestern Abend fand wieder einmal die monatliche Montagsrunde statt. Die Montagsrunde ist eine Online-Diskussion zu Themen aus der Kommunikationswelt, in der Professionals und die kommende Generation ebendieser miteinander diskutieren, Fragen stellen und beantworten.

Nachdem ich mich leider etwas eher verabschieden musste, ist mir wieder aufgefallen, wie sehr ich persönlich durch diesen Austausch mit bereits erfahrenen Profis aber auch mit anderen Studenten mit Informationen bedient werde. Informationen und Wissen, Tipps und Tricks, die man eben nicht in einem Seminar oder in einer Vorlesung vermittelt bekommt.

Meiner Meinung nach sind solche Diskussionen, online oder offline, für uns Studenten eine wunderbare Ergänzung des Studiums. Auch wenn unsere Dozenten oft aus der Praxis kommen, bzw. selber noch tätig sind, können sie in einem vollen Seminar dennoch nicht so einen tiefen Einblick in die Praxiswelt geben.

Vielleicht sollte die eine oder andere Kommunikationsagentur oder auch Unternehmen solche Diskussionsrunden starten. So könnten sie etwas mehr Einsicht in ihr Unternehmen bringen, ihre Expertise zeigen und sich als Arbeitgeber bei den Studenten beliebt machen, gleichzeitig könnten sie eventuelle High Potentials bereits früh ausfindig machen. Sofern man diese Diskussionsrunden dann noch tatsächlich des Diskurses willen und nicht macht für das Selfmarketing missbraucht, müsste eine Win-Win-Situation entstehen.

Natürlich muss das nicht alles online ablaufen. So wurden einige Studenten (ich war erfreulicherweise auch dabei) von einer nicht unbekannten Agentur zu einem Wochenend-Camp eingeladen. An diesem Wochenende hat sich die Agentur vorgestellt, Projekte gezeigt und uns Studenten dann eine Konzeptionsaufgabe gegeben.

Dieses Wochenende hat – ich denke, da spreche ich für fast alle Teilnehmer – uns Studenten viel gebracht, wenn nicht unbedingt fachlich, so doch Kontakte, zur Agentur, aber auch zu anderen Studenten. Ein solches Modell finde ich sehr interessant, ist natürlich mit einigen Kosten verbunden, gibt aber den Teilnehmern eine sehr gute Möglichkeit sich gegenseitig kennenzulernen.

Was ich also sagen möchte ist: Wir Studenten sollten solche Online-Diskussionen als Chance wahrnehmen. Uns aktiv beteiligen und nicht nur mitlesen, zum Einen um von den Erfahrungen der Profis zu profitieren, zum Anderen aber durch gute Fragen auch zu zeigen, dass der Nachwuchs da ist und sich nicht zu verstecken braucht. Und Unternehmen/Agenturen bietet sich dadurch die Chance, die High Potentials der nächsten Generation früh zu erkennen. Aber auch die „normalen“ Studenten, die keine Überflieger sind (Ich glaube hier wäre auch ich einzuordnen 😉 ), dafür aber vielleicht genau die Qualitäten und Fähigkeiten besitzen, die man für ein Team noch benötigt.

Es wurde aber auch Zeit…

„Es wurde aber auch Zeit…“ mögen manche denken, die mich kennen. Seit über einem Jahr bin ich bei Twitter aktiv. Diverse Social Networks und mehr werden in meiner Freizeit bedient aber eines hatte ich bislang noch nicht. Naja zumindest nicht wirklich…

Einen eigenen Blog. Nun ist es jedoch soweit. Ich habe mir diesen Blog eingerichtet um endlich eine Homebase zu haben.

Wie oft hatte ich das Gefühl, dass die 140 Zeichen von Twitter nicht ausreichen um meine Gedanken, Positionen oder Ideen in ihrer Gesamtheit weiterzugeben!

Den Start des Blogs möchte ich auch gleich nutzen um noch auf eine Veranstaltung hinzuweisen:

Heute Abend um 20:00 Uhr beginnt die Montagsrunde zum Thema „Internationale PR – Zusammenarbeit mit amerikanischen Kunden und Agenturen“. Moderiert wird sie diesmal von Torsten Herrmann. Mehr Informationen könnt ihr hier erhalten.