Und wieder „Wir“ gegen „Die“?

Eigentlich hatte ich nicht vor, etwas zu diesem Thema zu schreiben. Es wurde schließlich schon so viel dazu geschrieben. Und irgendwie habe ich das Gefühl, wir haben das ganze schon zig mal durchgekaut, in der einen oder anderen Art.

Ich spreche von dieser Diskussion um „Generation Y“ und die Führungskräfte, die sich an die neuen Bedingungen anpassen müssen. Ja, ich habe diesen Welt Artikel gelesen, ebenso wie den Beitrag von Sue bei GründerSzene. Ich habe auch einige Reaktionen darauf gelesen. Beispielsweise der gar nicht so daneben liegende Text von Luebue, meinem (noch) Chef. Ihr seht, es wurde bereits sehr viel dazu gesagt. Und heute hat mein geschätzter Freund und Kollege Daniel auch noch was gutes dazu geschrieben. Allein der Titel „Von Schubladendenken un Etikettierungswahn“ verlockt zum lesen.

Ich habe mich bereits mit einigen dazu ausgetauscht, so offlinig von Angesicht zu Angesicht. Und doch glaube ich, dass ich hier meine Meinung auch mal wieder kund tun muss. Nicht damit ihr es lest, sondern damit ich es einfach mal los geworden bin. Und ich bitte immer zu bedenken: Ich kann nicht für alle reden, sondern nur für mich.

Ich werde Ende dieses Jahres 29 Jahre alt werden. Nachdem ich mein erstes Studium mit 23 Jahren abgebrochen habe, habe ich mit 26 Jahren mein zweites Studium als Bachelor beendet und direkt mit meiner Arbeit als Kommunikationsberater begonnen (ich zähle die 1,5 Jahre Selbstständigkeit neben dem Studium jetzt ausnahmsweise nicht mit). Mit 17 wollte ich die 13. Klasse wiederholen, weil ich dachte, meine Abiturnote wäre zu schlecht. Wirklich, fragt meine ehemaligen Mitschüler. Ich war eine Woche nicht in der Schule, bis ich mitbekam, dass ein Chemie-Studium keinen NC hat.

Ich scheiterte also schon fast das erste Mal, bevor ich volljährig war. Aber es war damals die einzig richtige Entscheidung für mich. Nach dem Abi habe ich mein Chemie-Studium in Göttingen begonnen. Doch trotz einer noch immer bleibenden Faszination für diese Wissenschaft, erkannte ich, dass dies nicht das ist, was mich für mein Leben erfüllen wird. Ich brach mein Studium der Chemie ab. Nach fünf Jahren. Doch ich hatte Glück, denn meine Familie stand hinter mir. Der einzige Kommentar war: OK, dann guck halt, was du sonst machen kannst. Und ich komme definitiv nicht aus einer reichen Familie!

Ich fand etwas anderes. Und dieses Mal hatte ich eine gute Wahl getroffen. Ich studierte Kommunikationsmanagement. Also PR. Ich machte mein erstes Praktikum bei Hill & Knowlton 2009 und kam dort mit „diesem Web 2.0“, wie es damals hieß, in Berührung. Ich lernte diese Welt kennen und lieben. Und ich wusste, das ist etwas, was mir gefällt. Was mich erfüllt. Mein zweites Pflichtpraktikum im Studium leistete ich daher anders ab, als meine Kommilitonen: Ich hatte mich mit einem Kollegen selbstständig gemacht und eine kleine Agentur gegründet. Social Media Beratung. Warum? Weil ich keine Lust hatte, noch ein Praktikum zu machen, womöglich eines, das mir nicht so viel beigebracht hätte, wie mein erstes. Und weil ich Geld verdienen musste. Es war eine Mischung aus Notwendigkeit und Ergreifung einer Chance. Die Entscheidung fiel damals in knapp 3 Tagen.

Und ich habe mir von vorne herein gesagt, dass es nur auf Zeit sein würde. Ich wollte lernen. Lernen von Menschen, die mehr Erfahrung haben als ich. Lernen von Menschen, die mehr wissen als ich. So wie ich in der Schule von meinen Lehrern lernen wollte, im Studium von meinen Professoren, wollte ich im Job von Vorgesetzten lernen. Und so wie ich es von meiner Mutter lernte, war ich ein selbstständiger Mensch, der kritisch hinterfragte, was ihm vorgesetzt wurde. So wie ich es von meinen Lehrern lernte, betrachte ich Informationen aus möglichst vielen Perspektiven, um möglichst alle Aspekte eines Problems zu betrachten. Und so, wie ich es von meinen Professoren lernte, versuche ich das Problem stets in den größeren Kontext zu setzen. Ich wurde von je her dazu erzogen, kritisch zu hinterfragen und auf eigenen Beinen zu stehen. Warum also wundern sich dann einige Menschen, wenn ich genau das mache, was man früher von mir forderte? 

Ich lernte sehr viel in meinem Praktikum. Ich lernte sehr viel in meiner Zeit als Selbstständiger. Ich lernte sehr viel in meiner Zeit bei achtung!, die Ende Mai vorbei sein wird. Ich lernte von verschiedenen Menschen. Aber das waren nicht „die Älteren“, oder „die Erfahreneren“. Nicht immer. Es waren alle um mich herum. Die Jüngeren, die Gleichaltrigen, die Älteren. Von allen lernte ich etwas, oder lernte ich eben doch nichts. Ich glaube nicht, dass es eine Generationenfrage ist. Es ist eine Persönlichkeitsfrage. Ich habe junge Höherstehende kennengelernt, die einfach viel auf dem Kasten haben und mir glücklicherweise etwas vermitteln können. Ich habe aber auch Praktikanten und Volontäre kennengelernt, die mir noch vieles beibringen konnten. Ich lernte von „Alten Hasen“ und habe auch viele getroffen, die mir persönlich nichts vermitteln konnten. Aber so wie ich von ihnen lernen konnte, konnten (hoffentlich) viele auch von mir lernen. Jüngere Kollegen von meiner Erfahrung, oder aber von meinen Fragen. Ebenso ältere, erfahrenere Kollegen. Wichtig ist es doch, einfach offen zu sein für Neues. Lernbereit zu sein. Wer denkt, er würde nichts mehr lernen können, hat meiner Meinung nach ein sehr großes Problem.

Nur, weil etwas immer schon funktionierte, muss es nicht immer die beste Variante sein. Nur weil etwas neu ist, muss es nicht immer besser sein. Ich versuche, den besten Weg zu finden, ein Problem zu lösen. Dieser muss aber nicht immer meinem Kopf entspringen, oder revolutionär neu sein. Oft ist es der simple, unspektakuläre Weg, der mich am ehesten ans Ziel führt. Manchmal aber auch nicht. Sollten wir nicht alle versuchen, den optimalen Weg zu finden, anstatt krampfhaft am eigenen festzuhalten?

Doch das ist alles auf einer sehr subjektiven Ebene. Was ist mit dem Vorwurf, „Wir“ würden zu viel verlangen? Also wenn ich mir anschaue, was „Wir“ im Durchschnitt in der Branche verdienen, in der ich arbeite… zu viel würde ich das nicht bezeichnen. Wenn ich an meinen kleinen Bruder denke, der als Maschinenbauingenieur mit einem Gehalt anfängt, bei dem selbst Kollegen mit 6 Jahren Berufstätigkeit die Ohren schlackern… Aber das ist eine Branchenfrage. Wie sieht es mit der Arbeit aus?

Was erwarte ich von einem Arbeitgeber, beziehungsweise von meiner Arbeit?

Als erstes erwarte ich, dass meine Arbeit wertgeschätzt wird. Das sollte etwas sein, das jeder von uns erwarten darf, oder? Egal wie alt, egal wie viel Erfahrung. Die geleistete Arbeit sollte wertgeschätzt werden. Natürlich gerne auch auf dem Konto. Aber ich bin nicht in die Branche gegangen, weil ich reich werden wollte, sondern weil es mir Spaß macht. Und das erhoffe ich mir von meiner Arbeit: Das sie im Großen und Ganzen Spaß macht.

Ich möchte ein Gleichgewicht von Arbeit und Freizeit haben. Wobei das hier etwas problematisch werden kann, weil für mich die Arbeit und die Freizeitbeschäftigung häufig sehr ähnlich ist. Aber ich sehe es nicht ein, 10-12 Stunden am Tag in einem Büro zu sitzen, nur weil es heißt, dass ich damit Fleiß zeigen würde. Ich kann auch 10 Stunden im Büro sitzen und mir Katzenbilder auf reddit ansehen. Oder aber ich kann meine 8 Stunden so nutzen, dass mein Arbeitspensum geschafft ist.

Ich möchte eine flexible Einteilung meiner Arbeitszeit. Warum muss ich bis 9 Uhr warten, bis ich im Büro anfangen kann zu arbeiten und dann bis mindestens 18 Uhr da sitzen? Mittags eine Stunde Pause. Warum kann ich nicht anfangen zu arbeiten, wenn ich wach und bereit dafür bin? Als Frühaufsteher wäre das bei mir ca. 7:45 Uhr. Mittags habe ich immer ein Tief, warum kann ich da nicht 2-3 Stunden Pause machen? Ich bin abends wiederum wieder relativ fit und bin auch noch irgendwie ein Nachtmensch (Früher habe ich meine Hausarbeiten und auch manche Kundenarbeiten erst um 2 Uhr nachts geschrieben. Dafür habe ich dann mal bis 10 Uhr ausgeschlafen). Diese Arbeitszeiten sind mit einem Büro nicht vereinbar, zumindest heute nicht.

Aber: Wenn es wirklich gar nicht mehr geht, wie es ist. Wenn ich wirklich etwas anders haben will. Dann kann ich doch nicht erwarten, dass die Welt sich ändert, damit ich habe, was ich möchte! Ich muss selbst die Schritte einleiten. Selbst den Weg gehen. Bei mir ist es die Selbstständigkeit. Bei anderen ist es eventuell ein Jobwechsel. Wieder andere brauchen vielleicht auch nur ein Hobby. Ich kann nicht alles verlangen und erwarten, es zu bekommen. Und noch weniger kann ich erwarten, dass es dafür einen Lieferservice gibt. Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied. Es gibt immer doofe Vorgesetzte, die einen blockieren, sabotieren, hindern oder sonst was. Es gibt immer vorwitzige Frischlinge, die denken, sie könnten die Welt verändern, ohne sie zu kennen. Aber es geht nicht um „Wir“ gegen „Die“. Es geht letztlich um „Dich“ und „Mich“. Um deinen Platz in der (Arbeits)Welt und was du damit machen willst.

Ich gehe meinen Weg. Und was macht ihr?

Facebook Anzeigen Grundlagen – Teil 4: Das Pricing

Der letzte Teil der Mini-Serie: Nach dem ersten und zweiten Teil, erläuterte ich im dritten Teil die Targeting Optionen. Es fehlt nun nur noch der Bereich des Pricings für die Facebook Anzeigen. Wie viel kosten Facebook Anzeigen und was sollte man beachten?

Teil 4: Pricing und Zielsetzung für Facebook Anzeigen

Steht das Format der Anzeige und wurde das Targeting für diese Anzeige einmal vorgenommen, fragte Facebook früher abschließend noch nach der Zielsetzung der Anzeige (Sollen die Leute auf „Gefällt mir“ bei der Facebook Seite klicken, oder auf die Anzeige selbst klicken?) und nach einer Preisvorstellung. Dies geschieht nun nicht mehr, da im Vorfeld ja gefragt wird ob man Fans gewinnen möchte, oder das Engagement steigern will.

Wichtig ist also, zu wissen, was man mit den Anzeigen erreichen möchte, die man schaltet. Sollen die Leute die Anzeige sehen, oder vor allem auf sie klicken?

1) Zielsetzung „Gefällt mir“ klicken, sichtbar sein:

Entscheidet man sich für diese Option, so erhält man anschließend beim Pricing folgende Auswahl:

Facebook Anzeigen Pricing Kosten Auswahl

Hier kann man eine neue Kampagne anlegen, oder (oben rechts) eine bestehende Kampagne auswählen. Man kann den Preis an sich jedoch nicht selbst wählen.

Das liegt daran, dass man ein von Facebook optimiertes CPM Bezahlsystem wählt, sobald man sich für die „Gefällt mir“ Option entscheidet. Hier zeigt Facebook die Anzeige den Nutzern an, die mit einer hohen Wahrscheinlichkeit auf „Gefällt mir“ klicken werden. Dabei zahlt man pro 1000 Anzeigen (Cost per Million = CPM).

Wann lohnt sich dieses Pricing? Vor allem dann, wenn die Anzeigen dazu dienen sollen, neue Fans für eine Facebook-Seite zu generieren, lohnt sich dieses Verfahren. Durch die von Facebook optimierte Aussteuerung der Anzeige der Werbeanzeigen, wird die Effizienz deutlich gesteigert.

2) Zielsetzung „auf meine Werbeanzeige klicken“

Weil das Ziel dieser Werbung ist, dass sie auch angeklickt wird, sollte auch diese Option ausgewählt werden.

Facebook Anzeigen Auswahl Pricing Kosten

Der Unterschied zur „Gefällt mir“ Option zeigt sich ganz unten: Hier kann man ein Maximalgebot für einen Klick auf die Anzeige angeben oder sich für die automatische Optimierung entscheiden.

Facebook bietet einen Vorschlag für das Gebot an (groß in der Übersicht) und stellt einen wahrscheinlichen Wert von vornherein ein. Hier empfiehlt es sich aber, zwecks Steigerung der Anzeigewahrscheinlichkeit, diesen Wert deutlich zu erhöhen. Unter 1€ pro Klick wird nichts eingestellt. In diesem Beispiel (Vorgeschlagenes Maximalgebot von 1,61€) würde eher ein Wert von 2€ pro Klick gewählt werden. Mit einem deutlich höheren Maximalgebot kann man sich, ähnlich wie bei eBay, den Werbeplatz eher ersteigern, als mit einem von Facebook vorgeschlagenem Gebot.

Wann lohnt sich dieses Pricing? Gerade dann, wenn man sichergehen möchte, dass die Werbeanzeige auch gezeigt wird und entsprechend auch angeklickt wird, sollte man dieses Pricing-Modell wählen. Insbesondere für Page Post Ads ist dieses Modell deutlich besser geeignet.

3) Budgets und Kampagnen

Bei beiden Varianten kann man eine neue Kampagne oder eine bereits bestehende Kampagne auswählen, unter der die Werbeanzeige dann laufen wird.

Möchte man eine neue Kampagne einstellen, benennt man diese Kampagne und wählt das Budget aus. Wichtig ist dabei zu unterscheiden, ob man ein Tagesbudget  eingeben möchte, oder aber ein Laufzeitbudget.

Beim Tagesbudget wird das eingegebene Budget als Limit für die Ausgaben für Anzeigen gewählt – pro Tag, jeden Tag aufs Neue! Dies geschieht so lange, bis die Kampagne gestoppt wird.

Beim Laufzeitbudget wird das gesamte Budget auf die gesamte Laufzeit der Kampagne aufgeteilt. Dies geschieht von Facebook automatisch. So wird gewährleistet, dass auch am letzten Tag der Kampagnenlaufzeit noch Budget vorhanden ist, um die Anzeigen zu finanzieren. Das Laufzeitbudget wird niemals überschritten werden. In der Regel wird es jedoch komplett aufgebraucht.

Bei einer Werbeanzeige, die einer bestehenden Kampagne hinzugefügt werden soll, klickt man oben rechts auf das Feld „bestehende Kampagne verwenden“. So muss nichts weiter eingestellt werden, da die Kampagne bereits früher definiert worden ist.

Sehr wichtig: Es sollten NIE verschiedene Anzeigenformate unter einer einzelnen Kampagne zusammengefügt werden. Facebook steuert selbst bereits aus, welche Anzeigen einer Kampagne gut funktionieren und pusht diese. Daher sollte eher das Budget für die unterschiedlichen Anzeigenformate aufgeteilt und für jedes Format eine eigene Kampagne erstellt werden.

Facebook Anzeigen Grundlagen – Teil 3: Das Targeting

Nachdem ich im ersten Teil die Anzeigen zur Fan-Gewinnung und im zweiten Teil die Anzeigen auf Seitenbeiträge behandelt habe, wird es nun Zeit, sich mit dem Targeting bei Facebook Anzeigen zu befassen.

Teil 3: Das Targeting für Facebook Anzeigen

Eine Werbeanzeige kann noch so gut designed und getextet sein, wenn sie nicht die Zielgruppe erreicht, wird sie nicht erfolgreich sein. Dies gilt auch bei Facebook Anzeigen. Facebook bietet sehr genaue Targeting-Optionen, wodurch die Effizienz der Anzeigen sehr stark beeinflusst werden kann.

1) Demografische Daten (Alter, Geschlecht, Wohnort):

Facebook erlaubt eine Auswahl der Zielgruppe nach mehreren Daten. Dabei sind die ersten und wichtigsten Daten das Alter, das Geschlecht und der Wohnort der Facebook Nutzer.

Facebook Anzeigen Targeting Demografie

Die erste Auswahl ist der Ort: Dabei kann man grob nach Ländern sortieren, also Deutschland, Österreich, Schweiz, etc. oder aber genauer nach Städten. Facebook erlaubt es leider nicht, nach Bundesländern zu sortieren. Möchte man nur ein Bundesland ansprechen, muss man daher die Städte in dem jeweiligen Bundesland eingeben und den Einzugsbereich („Städte im Bereich X Meilen“) auf den maximalen Wert von 50 Meilen (80km) setzen.

Das Alter lässt sich für einen gewissen Zahlenbereich oder ein ganz genaues Alter wählen. Weiterhin kann man die Geschlechterbestimmung offen lassen oder ein spezielles Geschlecht targeten. Ich empfehle hier generell ab 18 Jahren zu targeten. In den meisten Fällen sind die jüngeren User nicht so relevant.

2) Interessen, die bei Facebook angegeben werden:

Durch die einzelnen „Gefällt mir“ Angaben und freien Interessenangaben der Nutzer erhält Facebook eine Vielzahl an Daten. Daher ist es möglich, die Zielgruppe auf Grund von Interessen auszuwählen. Hier gibt es zwei Möglichkeiten:

Targeting Facebook Werbung nach Interessen

a) Man gibt präzise Interessen an, wie „Schlittschuhlaufen“ oder „Astrologie“.

b) Man wählt erweiterte Kategorien aus. Hier wird zunächst grob nach „Aktivität“, „Veranstaltungen“, „Familienstatus“ und ähnlichem vorsortiert und anschließend bieten sich ausführlichere Auswahlmöglichkeiten.

Man kann so beispielsweise frisch verheiratete Menschen auswählen, die sich für Literatur und Wellness interessieren und kürzlich umgezogen sind. Dabei gerne Luxusgüter und Modeartikel kaufen und auf Bier/Alkohol/Spirituosen stehen.

Gerade bei sehr spezifischen Anzeigen bieten die Interessenkategorien eine Möglichkeit, die Nutzer zu erreichen, die später auch ein gewisses Interesse an der Seite haben.

3) Verbindungen:

Facebook bietet weiterhin die Möglichkeit, auszuwählen, ob die Werbung nur bestehenden Fans, nur Facebook Nutzern, die noch keine Fans der Facebook Seite sind oder aber mit einer bestimmten anderen Facebook Seite verbunden sind.

Gerade bei Anzeigen zur Fanakquise macht es beispielsweise wenig Sinn, diese auch den bestehenden Fans anzuzeigen. Andersherum ist es sinnvoll, Anzeigen, die bestehende Fans reaktivieren soll, nur den bestehenden Fans anzuzeigen.

Targeting Facebook Werbung Verbindungen

4) Erweiterte Auswahlkriterien:

Zuletzt gibt es noch die erweiterten Auswahlkriterien. Hier kann man auswählen, an welchem Geschlecht die Nutzer interessiert sein sollen, welchen Beziehungsstatus sie haben, welche Sprache sie sprechen und welchen Ausbildungsstand sie haben. Interessant: Wenn der Arbeitgeber eine Facebook Seite besitzt, kann auch dieser noch als Auswahlkriterium eingefügt werden.

Ausbildung und Arbeitgeber ist gerade im Recruiting sehr interessant. Achtung! sucht neue Arbeitskräfte, diese sollten möglichst studiert haben und bei einem Wettbewerber arbeiten. Also werden die Namen der Wettbewerber eingegeben (sobald eine Facebook Seite existiert, wird diese dann ausgewählt, gibt es keine, fällt dieser Wettbewerber aus dem Targeting aus) und Hochschulabsolventen als Zielgruppe bestimmt.

Targeting Facebook Anzeigen erweiterte Optionen

Facebook bietet also sehr gute Auswahlmöglichkeiten für die Zielgruppendefinition. Diese sollten auf jeden Fall genutzt werden. Facebook Anzeigen, die schlicht „alle in Deutschland“ als Zielgruppe haben, sind deutlich weniger effizient, als Anzeigen mit einer klarer und spitzer definitierten Zielgruppe.

Facebook Anzeigen Grundlagen – Teil 2: Anzeigen aus einem Seitenbeitrag

Im ersten Teil dieser Mini-Serie ging es darum, wie man vor allem für die Fan-Gewinnung Anzeigen schalten kann. Dies erfolgt vor allem via „Standard Anzeigen“ und „Sponsored Stories“. Im zweiten Teil geht es um die Bewerbung eines Seitenbeitrags, um das Engagement zu steigern.

Teil 2: Wie erstellt man eine Anzeige „aus einem Seitenbeitrag“

Diese besondere Form der Facebook Anzeigen ist nur verfügbar, wenn man Werbung für eine Facebook Seite macht. Auch hier werden die Anzeigen über den Facebook Anzeigen Manager erstellt: Zu finden ist dieser unter http://www.facebook.com/advertising und dort unter „Verwalte deine Anzeigen“ oder durch direkte Anwahl http://www.facebook.com/ads/manage.

1) Wofür sind Anzeigen aus einem Seitenbeitrag geeignet?

Anzeigen aus Seitenbeiträgen sind vor allem dazu geeignet, das Engagement der bestehenden Fans der Facebook Seite zu steigern. Ansprechende Bilder, Umfragen, spannende Videos – all das ist potenzielles Material für eine Anzeige aus einem Seitenbeitrag.

Vor allem dann, wenn der Beitrag auf der Seite bereits gut angenommen wird, kann man diesen positiven Trend noch mit etwas Werbung unterstützen.

2) Auswahl der Seite, für die man die Anzeige erstellen möchte

Das Vorgehen ist zunächst exakt wie bei den „normalen“ Anzeigen zur Fangewinnung. Man klickt im Facebook Anzeigen Manager oben rechts auf den Button „Werbeanzeige erstellen„, woraufhin man auf dieser Seite landet:

FB Ad Manager

Auch hier mache ich das am Beispiel der Facebook Seite Für mehr American Football im deutschen Fernsehen:

Facebook Werbung Seite auswählen

3) Einen Seitenbeitrag auswählen, der beworben werden soll

Hier kommt der erste Unterschied zu den normalen Anzeigen: Wir wollen nicht die Seite allgemein bewerben, sondern einen bestimmten Beitrag auf der Facebook Seite (hier: Für mehr American Football im deutschen Fernsehen). Daher wählen wir also diese Option aus:

Page Post Ads Facebook Auswahl

Was wird beworben? Immer der neueste Beitrag, oder ein ganz bestimmter Beitrag

Nun bieten sich mehrere Möglichkeiten. Soll automatisch der neueste Beitrag der Seite beworben werden, oder ein ganz spezieller Beitrag? Es empfiehlt sich in den meisten Fällen, den Beitrag selbst auszusuchen und daher einen bestimmten Beitrag zu bewerben. So hat man die größte Kontrolle darüber, was in der Anzeige zu sehen ist.

Page Post Ads Facebook Auswahl Beitrag

Wählen wir nun ein Bild aus (Facebook kürzt den Beitrag manchmal zu „Photos“), erhalten wir für diese Auswahl folgende Anzeige. Es fällt auf, dass hier auch Sponsored Stories erstellt werden können, die anzeigen, wenn Facebook User mit dem Beitrag interagieren. Dies ist eine Sonderform von Sponsored Stories, die ich im ersten Teil nicht erwähnt habe.

Page Post Ad Auswahl Beispiel

Passend zu dem Originalbeitrag:

Beispielbeitrag

Aber auch für Textbeiträge, Links, Videos, Eventhinweise, Angebote und alle anderen Seitenbeiträge können Anzeigen erstellt werden.

Das war der zweite Teil der Facebook Anzeigen Serie. Im dritten Teil zeige ich euch, wie man das Targeting bei Facebook Anzeigen vornehmen kann.

Facebook Anzeigen Grundlagen – Teil 1: Standard Anzeigen und Sponsored Stories

Ich dachte mir, da ich mich eh mit dem Thema Facebook Anzeigen beschäftige und sich langsam so ein Grundstock an regelmäßigen Fragen abzeichnet, kann ich auch eine kleine Serie zu Facebook Anzeigen machen. Diese Mini-Serie soll ganz basic sein und sich vor allem an Anfänger und Einsteiger richten. Also, wer schon Erfahrungen mit Facebook Anzeigen hat, wird hier wohl kaum neues finden.

 Teil 1: Wie erstellt man eine Facebook Anzeige

Anzeigen werden im Facebook Ad Manager erstellt. Zu finden ist dieser unter http://www.facebook.com/advertising und dort unter „Verwalte deine Anzeigen“ oder durch direkte Anwahl http://www.facebook.com/ads/manage.

1) Auswahl der Seite, für die man die Anzeige erstellen möchte

Im Facebook Ad Manager gibt es oben rechts den kleinen Button „Werbeanzeige erstellen„. Klickt man auf diesen Button, erscheint eine Auswahl mit den eigenen Facebook Seiten. Hier trifft man die Auswahl der Seite, die man bewerben möchte.

FB Ad Manager

Facebook Werbung Seite auswählen

Hat man die zu bewerbende Seite ausgewählt, ist zu entscheiden, welche Form einer Anzeige man erstellen möchte. Das hängt natürlich mit der Zielsetzung zusammen. Will man mehr Fans für die Seite generieren, sollte man die Seite allgemein bewerben, soll das Engagement auf der Seite angetrieben werden, dann sollte man mit einem Pagepost werben.

2) Wählen der entsprechenden Werbeform für eine Anzeige, die mehr Fans generieren soll

Bei einer Bewerbung der Seite allgemein kann man zwischen „normalen Ads“ oder sogenannten „Sponsored Stories“ auswählen. Mittlerweile bietet Facebook hier eine einfache Auswahl zu „Mehr Fans gewinnen“ – „Einen Beitrag bewerben“ und „Erweiterte Optionen“. Ich wähle in der Regel die „erweiterten Optionen“, da man hier mehr Auswahl hat, aber diese einfache Auswahlmöglichkeit sollte jedem Anfänger klar sagen, wo er klicken muss, um mehr Fans zu erhalten.

Facebook Werbung Auswahl für mehr Fans

2.1) „Normale Ads“:

„Normale Ads“ besitzen gegenüber den Sponsored Stories und den Page Post Ads einen grundlegenden Vorteil: Man kann den Text und das Bild der Anzeige frei wählen. So können Anzeigen sowohl inhaltlich, als auch bildlich, auf eine spezifische Zielgruppe anpassen. Die Ansprache kann dadurch effizienter gestaltet werden, wodurch die „Streuverluste“ der Anzeige kleiner gehalten werden können.

Der Text kann bis zu 90 Zeichen lang sein und das Bild sollte ein Format von 100 x 72 Pixel betragen. Weiterhin kann bestimmt werden, auf welchen „Reiter“ der Facebook Seite die Ad leiten soll. Dies kann die Timeline (Chronik), Fotos, Veranstaltungen oder eigene Apps sein.

Facebook Anzeige Fangewinnung Auswahl

Die Vorschau der Anzeige wird direkt neben dem Eingabefeld angezeigt. So sieht man sofort, wie die Anzeige später aussehen wird.

2.2) Sponsored Stories:

Anders als bei den „normalen Ads“ erhält man bei Sponsored Stories keine Auswahl zum Text oder zum Bild der Anzeige. Eine „Sponsored Story“, also eine gesponserte Geschichte, zeigt einem Facebooknutzer lediglich an, dass einer der „Freunde“ von ihm bei der beworbenen Seite „gefällt mir“ geklickt hat.

Ab einer gewissen Fanzahl ist dieses Werbeformat sehr gut geeignet um weitere Fans zu gewinnen. Gerade bei „kleineren“ Facebook Seiten bietet sich diese Werbeform als alleiniges Werbemittel jedoch nicht an!

Facebook Sponsored Storie Auswahl

Die Sponsored Story sieht dann für Nutzer so aus:

 Sponsored Story Beispiel

3) Normale Ad oder Sponsored Story – Was, wofür?

Ganz grundsätzlich empfiehlt sich in den meisten Fällen eine Kombination aus verschiedenen Werbeformaten – abhängig von der Zielsetzung, die mit den Anzeigen erreicht werden soll.

Sponsored Stories dienen einem einzigen Zweck: Der Fanakquise. Es gibt zwar Sonderfälle, aber grundsätzlich gilt: Sponsored Stories dienen der Fanakquise.

Normale Ads können mehreren Zwecken dienen. Sie können sehr gut zur Fanakquise genutzt werden. Vor allem durch eine zielgruppengerechte Ansprache in Text und Bild. Weiterhin können aber durch normale Ads auch Apps promoted werden. Hierzu wird als „Reiter“ die jeweilige App ausgewählt, anstelle der Chronik.

Beide Formate sind jedoch vorwiegend für die Fanakquise geeignet und nicht zur Steigerung des Engagements bestehender Fans.

Das war der erste Teil der Facebook Anzeigen Serie. Im zweiten Teil zeigen ich euch, wie man eine Anzeige aus einem Seitenbeitrag erstellt.

Alles neu macht der Mai?

Manch einer hat es vielleicht schon gehört, oder aber zumindest etwas angedeutet bekommen, für andere kommt es auch sehr überraschend… Der Mai wird für mich der letzte Monat in Hamburg sein. Bumm. Das war die Bombe.

David, wie kannst du nur die Perle verlassen? Was ist denn da los?

Im Dezember 2011 bin ich nach Hamburg und damit zu achtung! gekommen. Der Grund für meinen damaligen Wechsel von München nach Hamburg dürfte vielen bekannt sein. Ich sagte damals, es sein eine Frage des Gefühls gewesen. Ist das jetzt wieder so? Ja und nein. Damals war es eine sehr intuitive Entscheidung, die ich bis jetzt nie bereut habe. Ich kam zu achtung! und konnte wirklich sehr viel lernen. In einem Team, das mir sicher fehlen wird. Ich durfte mich an verschiedenen Aufgaben versuchen, vor allem aber konnte ich mich weiterentwickeln. Unterstützt von meinem Team, aber auch durch mich selbst motiviert.

Und diese Weiterentwicklung ziehe ich nun in einer weiteren Konsequenz durch. Ich möchte mich weiterentwickeln und werde dies nicht in Hamburg machen. Und nicht bei achtung. Ich bleibe bis Ende Mai bei achtung!, weil ich einen guten Übergang schaffen möchte. Weil es mir hier gefallen hat und gefällt und ich gerne noch einen Monat dran hänge, um dann in Ruhe gehen zu können, mit dem Wissen, hier alles erledigt zu haben. Aber Hamburg und die Menschen, die ich hier lieb gewonnen habe, zu verlassen… Das fällt mir schon schwer. Es ist aber, meiner Meinung nach, nötig, diesen Schritt zu machen.

Aber, was willst du denn jetzt machen? Und vor allem wo gehst du hin?

Nun, das wo ist einfach: Ich werde – endlich – mit meinem guten Freund Markus zusammen arbeiten können. Die „Kräfte bündeln“, wie er es so schön sagte. Ich gehe nach Düsseldorf. Nach (dann) eineinhalb Jahren Hamburg und achtung! und Digitale Beratung mit viel Facebook Werbung möchte ich sehen, was ich nun alleine oder mit Markus schaffen kann. Denn ich wechsle nicht zu einer anderen Agentur, oder einem Unternehmen. Ich werde mich als Freelancer versuchen. Und schon jetzt sieht es nach einem guten Start aus. Ich werde meine Fähigkeiten, die ich mir in meinem Studium und meiner Zeit in der aktiven Beratung angeeignet habe, nutzen und für verschiedene Projekte einsetzen.

Als Freelancer? Bist du dir da sicher?

Ja, das bin ich. Interessanterweise haben mich das wirklich viele gefragt und ich wundere mich da. Häufig kam das Argument, dass das ja schon unsicher sei und man da ja nie wisse, wie das mit der Bezahlung und so sei. Ich weiß nicht, warum das so ist. Ich habe eigentlich keine große Sorge, bezüglich der „Unsicherheit“ beim Freelancen. Ich habe neben dem Studium 1,5 Jahre „nebenberuflich“ mit meinem Kollegen Tristan selbstständig gearbeitet. Und letztlich ist es als angestellter zwar bequemer, aber die „Sicherheit“ währt auch da im Schnitt nur 1-3 Monate länger. Ich sehe in Düsseldorf und Umgebung einige interessante Projekte und spannende Unternehmen. Zumal ich auch noch den Vorteil habe, dass mir Markus zur Seite steht, der bereits viel Erfahrungen als Freelancer in Düsseldorf sammeln konnte. Von daher, noch einmal: Ja, ich bin mir sicher. Ich bin mir sicher, dass es der richtige Schritt ist, aber noch wichtiger: Ich bin mir sicher, dass ich das kann.

Und was genau willst du anbieten?

Nun, ich habe meinen Bachelor als Kommunikationsmanager gemacht, also PR. Und ich bin seit über 4 Jahren bewusst im Social Web aktiv. Bewusst bedeutet strategisch und mit klaren Zielen. Hinzu kommen die Erfahrungen, die ich in den letzten 2 Jahren als Berufstätiger sammeln konnte. Sehr viele Erfahrungen für verschiedene Kunden und Projekte. In verschiedenen Bereichen von Konzeption, Strategie, Umsetzung und Evaluation. Und im Halten von Workshops. Ich biete mein Wissen, meine Kreativität, meine Passion für die digitale Kommunikation und meinen Wunsch, etwas nicht nur „so wie die anderen“ zu machen, sondern auch mal außerhalb der üblichen Wege zu wandeln. Etwas anders zu machen, aber vor allem es so zu machen, dass es zielführend ist.

Ich habe keine Lust jemanden etwas zu empfehlen, nur weil es mir mehr Kohle bringen würde.

Ab Ende Mai ist es also soweit: Ich bin als Freelancer verfügbar. Im Raum Düsseldorf. Wer Interesse hat, mit mir zusammen zu arbeiten, der kann sich gerne bei mir melden. Über die üblichen Wege. Ich freue mich schon darauf.

Amazon und die Facebook Nutzer

Mittlerweile haben es sicher fast alle mitbekommen. Auf der Facebook Seite von amazon.de  gibt es gerade ein wenig Unruhe (könnt ihr hier selber sehen). Naja, also es regen sich viele Leute über einen Beitrag der ARD namens „Ausgeliefert! Leiharbeiter bei Amazon“ auf. Der Beitrag lässt Amazon wirklich nicht gut dastehen. Wie genau der Beitrag ist, kann ich nicht einschätzen. Aber er sorgte auf jeden Fall dafür, dass sich nun viele Facebook Nutzer über Amazon und die Behandlung und Handhabe von Mitarbeitern aufregen.

Amazon reagiert nicht auf Facebook – sind die blöd?

Bisher habe ich keine Reaktion auf Facebook gesehen. Wie können die blos nicht reagieren, alle fordern es doch! Sind die blöd? Nein, sind sie nicht. Amazon hat mittlerweile bei chip eine Stellungname abgegeben, in der sie manche Fakten aus dem Bericht korrigieren. Doch auf der Facebook Seite geschieht nichts. Und ich sage: Warum auch? In ein paar Tagen werden sich die Leute ihren Frust ausgeschrieben haben und wieder beruhigen. Einige ent-liken die Facebook Seite und manche werden sogar eventuell die letzte Konsequenz ziehen und nicht mehr bei Amazon einkaufen. Aber ehrlich: Diese Konsequenzen sind meiner Meinung nach so sehr für Amazon zu spüren, wie ein Lufthauch – im Nebenraum.

Plötzlich tauchen Screenshots von „Amazon Mitarbeitern“ auf, die Beiträge faken

Und das wird jetzt wirklich interessant. Bereits heute morgen habe ich vereinzelte Screenshots gesehen, bei denen Leute auf der Amazon Pinnwand positive Beiträge gepostet haben. Leute, die in ihrer eigenen Facebook Info stehen hatten, dass sie Mitarbeiter von Amazon seien. So offensichtlich dumm sollte kaum einer sein, oder?

Amazon "mitarbeiter" fake Postings

 

Eine etwas genauere Betrachtung und Suche bei Facebook und Google nach den Namen der angeblichen Mitarbeiter von Amazon zeigt jedoch: Es lässt sich nichts finden. Nun kann man die Accounts natürlich schnell löschen, umbenennen oder aber für die Suche sperren, aber auch bei Google nicht einen Eintrag zum Namen zu finden und auch bei Telefonbüchern keine Einträge zu haben? Das deutet für mich sehr stark auf einen Fake hin.

Ob Fake oder nicht, hier kann man zwei Dinge sehr gut erkennen:

Erstens: Es ist sehr wichtig, Social Media Guidelines für die Mitarbeiter zu haben, die auch jedem Mitarbeiter klar sind. Zu schnell könnten Mitarbeiter tatsächlich darauf kommen, ihr Unternehmen zu verteidigen und dabei auch auf ähnliche Mittel zurückgreifen, wie „Fake-Postings“. Dies sollte unbedingt vermieden werden.

Zweitens: Auch wenn ich glaube, dass es sich hier um eine Aktion von „einfachen“ Usern geht, die nicht gezielt von einem Konkurrenten stammen, müssen Unternehmen heutzutage damit rechnen, dass sich jeder bei Facebook einen Account erstellen kann, einen falschen Namen eintragen und ein falsches Bild einfügen kann. Und schon kann man im Namen einer Person oder eines Unternehmens wahllos posten. Sehr kritisch wird es dann wirklich in Situationen wie diesen.

Ähnlich erging es beispielsweise der Rechtsanwältin Nina Diercks, die Opfer eines Identitätsdiebstahls wurde. Diese Gefahr besteht schon länger, aber soweit ich es finden konnte, war dies das erste Mal, dass es während einer solch erhitzen Situation gezielt eingesetzt wurde. Gefährlich wird es, wenn die Fake-Accounts mit großer Mühe angelegt wurden (beispielsweise echte Namen von Mitarbeitern) und dies gezielt eingesetzt wird. Denn so können auch die klassischen Medien nicht mehr so schnell unterscheiden, ob es sich um echte Dummköpfe oder falsche Dummköpfe handelt.

In dieser Hinsicht ist der heutige Tag interessant gewesen. Aber einen „Shitstorm“ würde ich das nicht nennen. Ich habe bis jetzt immer noch keine Situation gesehen, die den Namen verdienen würde…

Smartopia – ein wundervolles Theaterstück über unsere Abhängigkeit

Ich habe Urlaub. Eine Woche lang. Das schreibe ich nicht, weil ich jemanden eifersüchtig machen möchte, sondern weil es eine gewisse Relevanz hat.

Mein Name ist David und ich habe zwei Smartphones.

Aber von vorne: Ich war gestern Abend, dank meines guten Freundes Niklas, im Theater. Gespielt wurde das Stück „Smartopia“ vom Echtzeit Theater im kleinen Burg Theater in Lingen. Ja, ich mache Urlaub in Lingen. Jedenfalls meinte Niklas, dass es dieses Stück gäbe, es ginge wohl um Smartphones und so, genau wisse er es auch nicht und ich könnte doch mitkommen. Das Echtzeit Theater ist ein Ensemble von Theaterpädagogen, die in Lingen studierten.

Damit ihr einen Eindruck bekommt, hier ein kurzer Trailer zum Stück, der dem Stück aber nicht gerecht wird:

Mit einem reduzierten Bühnenbild haben die 4 Darsteller es geschafft, mir derart klar vor Augen zu führen, wie abhängig ich (und sicher viele von euch) von den Geräten sind, dass es ich einfach nicht anders kann, als begeistert zu sein. Mit Musik, Gesang und manchmal Monologen wurden alle Themen, Symptome, Vorteile und Nachteile um Smartphones angesprochen.

Und nach einem kurzen Intro begann es mit einer Vorstellungsrunde: „Hallo, ich bin … und ich habe ein iPhone 4“ oder „Hallo, ich bin … und ich habe ein Samsung Galaxy Note“ und zuletzt hieß es: „Hallo, ich bin … und habe ein Handy.“ Und die Reaktion von jedem von uns Zuschauern war ein: Oh. Oh, sie hat kein Smartphone. Oh, sie muss mit diesem Handy klarkommen. Oh, die arme. Aber warum eigentlich? Ehrlich gesagt, bin ich nach dem Stück rausgegangen und dachte bei mir: Hey, eigentlich hätte sie „Oh.“ sagen müssen, als die anderen sich vorstellten.

Es gab auch kurze Passagen, in denen das Publikum involviert wurde. Etwa, als erst einmal gefragt wurde, wer ein Smartphone hat (gefühlte 85%), wer denn ein Handy ODER Smartphone habe (99%) und wer kein Gerät besitze (genau eine Person). Viel eindrucksvoller fand ich, als es zu den Hypes kam. Ich weiß nicht, wer von euch sich in Android, WP oder Apple Foren herumtreibt, aber habt ihr da mal Diskussionen verfolgt? Wenn neue Geräte auf den Markt kommen? „Ich habe gehört dass… “ und dann geht die Diskussion los. „Wann ist das denn vorbestellbar?! Muss ich dafür extra nach Hamburg zu dem großen Shop?“ Diese ganzen Diskussionen auf der Bühne nachgestellt zu sehen, führen einem wunderbar vor Augen, wie viel verrückter Wirbel um ein kleines Gerät gemacht wird.

Meine zwei Highlights des Stückes waren aber ganz klar einmal die Passage, in dem ein Arbeitsalltag von Herrn Wong in einer chinesischen Smartphone-Fabrik dargestellt wurde. Mit einer schönen Präsentation und schönen Details (Das Auffangnetz für die Mitarbeiter, die sich selbst umbringen wollen), werden auch die tatsächlichen Schattenseiten der Smartphone-Industrie angerissen. Das zweite Highlight war für mich der Part zu den Apps. „Gratis-Apps“ gab es. Die Verwirrung der „Kunden“, warum die nette Dame ihnen denn die „Gratis-Apps“ verkaufen wollte, wurde deutlich, als für die eine App verlangt wurde, dass man doch einem Zuschauer die letzten Urlaubsbilder zeigen sollte, oder etwa seinen Kalender, bevor man die App nutzen durfte. Denn ja, wir zahlen auch für „Gratis-Apps“. Das ist so ähnlich wie bei Facebook. A propos Facebook, als einer der Darsteller diese App „kaufen“ wollte, hieß es nur „dass könnte etwas dauern, am besten fangen wir bei deiner Kindheit an…“

Leider wird das Stück so nur noch einmal aufgeführt. Doch Niklas und ich haben versucht, das Ensemble zu überzeugen ihr tolles 120 Minuten Stück doch einmal auf 45 Minuten zu kondensieren und damit auf BarCamps oder anderen Social Media Conventions aufzutreten. Denn ganz ehrlich, jeder von uns, der sich hier herumtreibt, wird sich in diesem Stück wiedererkennen. Und sollte Spaß haben. Ich habe sehr viel gelacht und muss gestehen, fast alles, was sie zeigten, stimmt und fast alles traf auch auf mich zu…

Und da ich in meinem Urlaub gerade eh viel Zeit eher offline und ohne Smartphone, dafür mit Büchern verbringe, wurde mir all das nur um so bewusster. Ich bin abhängig. Ich habe die Phantom-Vibrationen und warte auf Notifications, wenn ich was poste oder teile. Wie geht es euch?

Ach ja, man kann das Ensemble auch buchen! Glaubt mir, es lohnt sich!

Facebook ist …

Facebook ist …

böse, schlecht, nervig, langweilig, und und und. Ich habe es satt. Überall hört man, wie schlecht oder nervig oder doof Facebook ist. Was mal als Social Network für Studenten begonnen hat, ist nun zu etwas geworden, über das sich gefühlt jeder aufregt. Der Datenkrake, der einen nur ausspionieren will und auch noch dazu zwingt Klarnamen zu verwenden!

Und dann, eigentlich schon seit dem Börsengang, kommt diese unverschämte künstliche Verknappung der Reichweite, die im Oktober 2012 in vielen Blogs thematisiert wurde. Zu dem Thema hat Thomas Hutter auch etwas geschrieben, und zwar etwas gutes und richtiges, wie ich finde. Der Edge Rank ist notwendig und gar nicht so böse, wie wir glauben. Nun habe ich mit meinen Arbeitskollegen im Dezember einen weiteren drastischen Einbruch der Reichweite für viele Facebook Seiten bemerkt. Mein „digitaler Chef“ Luebue hat das einmal auf der Agentur-Seite zusammengefasst und dann im eigenen Blog noch einmal genauer erläutert, da es anscheinend viel Diskussionsbedarf dazu gab. Dazu könnt ihr euch aber auch noch ein Interview bei LEAD digital durchlesen.

Ich denke, das meiste ist hierzu gesagt und ich muss das nicht alles wiederholen. Darum nur in Kürze, meine Meinung: Ja, der Algorithmus von Facebook funktioniert. Ja, dadurch wird die Reichweite reduziert. Ja, da gibt es für viele Community Manager und Admins spätestens jetzt Handlungsbedarf. Nein, dies geschieht nicht nur, weil Facebook mehr Geld via Werbung einnehmen möchte. Nein, das ist nicht grundsätzlich neu, allein die Deutlichkeit der Konsequenzen ist gestiegen.

Also, anstatt gegen den Algorithmus und Facebook zu wettern, hört lieber auf, Katzenbildchen zu posten und bringt Beiträge, die für eure Community relevant sind und sie womöglich dazu animieren, zu diskutieren!

Graph Search ist…

Der zweite Punkt, der spätestens im Laufe des Tages durchdiskutiert wird, ist die auf der gestrigen Pressekonferenz von Facebook präsentierte „Graph Search“. Facebook hat eine ganz neue Suche vorgestellt, hier findet ihr die Pressemitteilung von Facebook dazu. In dem wirklich lesenswerten Beitrag von Martin (ich verlinke ihn gerne nochmal, für die, die ihn zwei Sätze vorher nicht bemerkt haben) empfiehlt er allen, die keine Zeit haben, sich die Vielfalt an Beiträgen zu dem Thema durchzulesen, diese eine Analyse und Meinung dazu durchzulesen: Die von John Batelle.

Was ich in Deutschland erwarte ist, wie immer, eine typische „Zurückhaltung der Begeisterung“, was dieses neue Angebot angeht. Weiterhin wird es eine Privatsphäre- und Datenschutzdiskussion dazu geben. Ob berechtigt oder nicht, sei dahingestellt. Fakt ist aber, dass Facebook selbst immer wieder betonte, dass die Graph Search nur die Daten aufgreift, die dem einzelnen Nutzer sowieso zugänglich sind. Und in diesem Satz verbirgt sich weit mehr, als nur der Hinweis auf Datenschutz!

Die Graph Search ist nämlich in sofern interessant, als dass das Suchergebnis für jeden Nutzer anders sein wird! Wenn ich nach Restaurants in Paris suche, die meine Freunde gut finden, erhalte ich ein ganz anderes Ergebnis, als mein Kollege, der ja ganz andere Freunde hat. Klar, es wird immer Schnittmengen geben, aber hier werden die Suchergebnisse auf Basis meine Social Graphs herausgegeben! Ich finde das sehr sehr spannend und freue mich schon darauf, das zu testen!

Aber zurück zum eigentlichen: Als ich gestern die Präsentation via Liveblog verfolgte, war ich bereits ziemlich beeindruckt, was da passiert. Aber leider gibt es bereits Beispiele, die auch die Schattenseiten Folgen des Graph Search aufzeigt. Die Leute werden auf die eine, oder andere Art merken, was sie mit der Welt, oder ihren „Freunden“ teilen. Es ist nicht neu, dass jeder mal seine Privatsphäre-Einstellungen checken sollte. Und keiner wird automatisch Fan von dubiosen Seiten. Wir alle posten selbst unsere Beiträge (also in den meisten Fällen). Also bitte, bitte, tut mir zwei Gefallen: Jammert nicht schon wieder rum! Und denkt verdammtnochmal nach, was ihr macht! Im Netz und auch jenseits davon.

Schreibfehler und Inkonsistenzen in meinem Denken schreibe ich der Uhrzeit und dem Mangel an Kaffee zu!

Warum ich Nokia mag

Ich steh auf Technik-Spielzeuge. Smartphones, Tablets, Rechner. Das war früher als kleines Kind schon so und das ist auch heute noch so. Ich musste nicht immer das neueste, oder beste Gerät haben, aber es sollte schon nah dran sein, oder einfach gut sein. So war es auch mit meinem Samsung Galaxy S 2, das ich sehr gern genutzt habe. Am 22. November jedoch, dachte sich mein SGS2, es wäre Zeit zu gehen. Oder besser, auszugehen und nicht mehr zu starten. Also Online-Mensch ohne Smartphone, das ist gar nicht so leicht! Und so schrub ich natürlich auf Facebook von meinem Leid:

Facebook Status David Philippe Samsung Galaxy S 2 defekt
Tja, das Nexus 4, das ich mir eigentlich im Januar oder Februar holen wollte, war zu dem Zeitpunkt noch ausverkauft und ich sah, vom Budget her, keine Möglichkeit mir ein aktuelles Smartphone als Ersatz zu kaufen. Somit war ich also auf mein Firmen-Smartphone angewiesen – ein iPhone 4S. Bis ich einen Kommentar eines Nokia-Menschen unter meinem Beitrag lesen konnte:
Kommentar Nokia
Ich war von dem Angebot überrascht, da ich damit nicht gerechnet hatte. Noch besser wurde es, als dann ein paar Tage später tatsächlich das Nokia Lumia 820 als Testgerät für 2 Wochen bei mir eintraf.
Nokia Lumia 820
Ich musste mir nur noch eine Micro-SIM besorgen und schon war ich wieder erreichbar!
Was war denn jetzt so toll daran?
Man könnte jetzt fragen, warum ich jetzt so begeistert von Nokia bin. Ich bekam ein Gerät zum testen, ich kann es ja nicht einmal behalten. Aber darum geht es hier doch gar nicht! Nokia, bzw. Ben, hatte erkannt, dass ich gerade nach einem neuen Gerät suche, weil mein altes Gerät defekt ist. Ich habe sogar meinen Favoriten (Das Nexus 4) genannt und in dieser Situation, in der ich mich nach einem neuen Smartphone umsehe, bietet man mir ein Nokia Gerät zum Test an.
Nun bekomme ich hin und wieder mal Testgeräte für den Tech-Blog, den ich für eBay schreibe, und bin es daher gewohnt, Geräte mal zu testen. Dabei spielt man meistens einige Apps drauf, legt evtl. seine SIM einmal ein, testet alle Funktionen und verwendet das Gerät ein paar Tage. Hier aber habe ich ein Gerät für meine tägliche Nutzung gebraucht. Ich brauchte einen kompletten Ersatz für mein SGS2 und habe daher das Lumia 820 wirklich komplett als „mein“ Gerät genutzt. Es an meine Wünsche und Nutzungsart angepasst und konfiguriert. Ich habe es täglich genutzt, für alle möglichen Zwecke, für die ich mein Smartphone halt nutze. Und somit habe ich es viel intensiver getestet, als ich es sonst je gemacht habe. Diese Chance wird man erkannt haben, als man mir das Gerät angeboten hat und genau wegen solch offener Augen und dem Erkennen von Chancen finde ich Nokia gut.
Moment, hast du jetzt nicht ein Nexus 4? Dann hat sich das für Nokia gar nicht gelohnt!
Ja, ich habe seit Freitag nun ein Nexus 4. Gekauft. Aber nur, weil ich mir jetzt nicht sofort ein Nokia Lumia 820 oder Lumia 920 gekauft habe, muss das für Nokia doch nicht bedeuten, dass es sich nicht gelohnt hat. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich mit einem Nokia Lumia Gerät vollkommen zurechtkommen kann, es mein Smartphone sein kann und (fast) alle Funktionen hat, die ich brauche. Ich habe eine sehr positive Erfahrung mit Nokia gemacht und ich schreibe jetzt diesen Beitrag darüber. Ich mag Nokia! Und das ist ja wohl etwas, das Unternehmen / Marken sich immer wünschen: Kunden / Verbraucher, die eine Marke mögen.
Und zum Lumia 820: Die einzige Funktion, die mir fehlte, war Instagram. Wobei ich stattdessen Eyeem oder die Nokia Funktion nutzen konnte.
Danke Nokia, für das Gerät. Ich hoffe, ihr könnt in Zukunft noch bessere und noch spannendere Geräte bauen, die ich gerne wieder testen würde.