Privat oder nicht privat – Wie nutzt man Facebook?

Heute geschah etwas Grauenvolles: Facebook war nicht erreichbar. Die Produktivität stieg rapide an, einige suchten schon den nächsten Baumarkt auf, um Farmville auf die reale Welt zu übertragen.

Viele wichen auf altbekannte Kommunikationskanäle aus: Twitter, Skype und manche sollen sogar Emails geschrieben haben!

Doch inmitten der kopflosen Panik stolperte ich über diesen Tweet:

Ich persönlich nutze Facebook seit einiger Zeit sowohl privat als auch „beruflich“. Bisher meistens als Ergänzung zu Twitter. Auch einige andere halten es bereits wie ich, aber viele zögern noch. Verständlicherweise!

Wie oft liest man doch von Mitarbeitern, die ihren Job wegen eines Kommentars bei Facebook verloren haben. Bedenkt man, wie sorglos manche mit Informationen und Meinungsäußerungen bei Facebook umgehen, dürfte es einen nicht verwundern.

Etwas, was auch mir sorgen bereiten würde, ist der „transparente Mitarbeiter„. Was tun, wenn der Chef einem die Freundschaftsanfrage sendet? Wie reagiert man am besten? Ablehnen oder annehmen? Diese Fragen stellen sich viele Angestellte. Zurecht.

Doch trotz oder gerade wegen dieser immer wiederkehrenden Berichte habe ich mich dafür entschieden, Facebook auch für Kontakte aus „der Branche“ zu öffnen.

Natürlich kann man gefeuert werden, wenn man sich über den Chef lustig macht. Aber wenn man nur kurz den gesunden Menschenverstand anstellt, sollte einem klar werden, dass solche Kommentare bei Facebook absolut nichts verloren haben.

„Aber es geht doch nur mich und meine Freunde was an, was ich über meinen Chef denke!“ mögen jetzt vielleicht einige sagen. Ja, dann sollte es aber auch im Freundeskreis geäußert werden – in der realen Welt. Facebook benutzt den Begriff „Freunde“ und meistens kennt man diese „Freunde“ aus der realen Welt. Aber Facebook ist nur begrenzt privat. Man gibt schließlich auch keine Zeitungsannonce mit Namen und Bild auf, in der man seinen Chef niedermacht, oder?

Natürlich ist es im ersten Moment etwas unangenehm, wenn der Chef die Freundschaftseinladung schickt. Aber wofür gibt es Listen? Man kann einstellen, was der Chef sehen darf und was nicht. Wer will schon vom Chef im Bikini am Strand von Mallorca gesehen werden? Ich nicht! 🙂 Ausserdem hat es auch etwas schmeichelhaftes, wenn der Chef auch in sozialen Netzwerken den Kontakt zu mir sucht.

Ich habe mich letztlich bewusst für eine Öffnung von Facebook über das Private hinaus entschieden. Nicht nur, dass Facebook-Kontakte einen anderen Stellenwert haben als Twitter-Follower (gut, ein Xing/LinkedIn-Kontakt ist auf einer noch anderen Ebene), nein, ich bin der Meinung, dass man über Twitter nur einen begrenzten Eindruck von mir gewinnen kann. Ich sehe in Facebook eine Chance, mich als ganze Person darzustellen, um potenziellen Arbeitgebern einen guten Eindruck von mir zu verschaffen. Aber nicht nur das, auch ich erhalte einen Eindruck von potentiellen Arbeitgebern. Oder Kollegen.

Heutzutage ist es kein Problem auch mal von zu Hause aus zu arbeiten. Der Ort, an dem sonst die private Zeit verbracht wird, wird also immer öfter auch zum Arbeiten genutzt. Warum sollten virtuelle Orte, oder Netzwerke, dann nicht auch für die Arbeit genutzt werden? Überwiegt der Nutzen, den man aus einer „dualen“ Verwendung von Facebook resultieren nicht das Risiko? Bei Xing ist es normal, dass dort berufliche Kontakte geknüpft werden, weil es ein „Business Network“ ist. Dort heißt es auch nicht „Freund“ sondern „Kontakt“. Aber ist wirklich so ein großer Unterschied zwischen Facebook und Xing?

Es bedurfte einer „Freundschaftsanfrage“ einer Person, die ich auch unter weitgedehnter Definition des Begriffs „Bekannter“ nicht darunter fallen würde, sondern definitiv unter die Kategorie „beruflich“ fällt, um die Hemmschwelle zu überwinden. Doch danach ging es fast wie von selbst. Vielleicht probiert ihr es ja auch?

Analyse – Social Media Engagement der Lingener OB-Kandidaten

Vor knapp zwei Wochen habe ich das Engagement der Lingener OB-Kandidaten angesprochen und nach dem Sinn dieses Engagements gefragt.

Ich habe ein paar Vorschläge gemacht und wurde sogar von einem Unterstützer gefragt, ob ich nicht für einen Kandidaten selber aktiv werden wollte. Ich habe dankend abgelehnt, aus der Lokalpolitik halte ich mich dann doch lieber heraus.

Nach diesen knapp zwei Wochen nun möchte ich die Engagements der einzelnen Kandidaten erneut beschreiben.

Update: Der Vollständigkeit halber sollte ich noch ausführen, dass es zwei weitere Kandidaten gibt, die jedoch nicht im Social Web aktiv sind.

Vielen Dank für den Hinweis an Chrissi: „Jörg F. Küster – nennen wir ihn mal Kandidat 5 – und Wilfried Fenslage – also Kandidat 6“

Twitter:

Beginnen wir mit Kandidatin 1:

Zur Zeit folgt sie bei Twitter 65 Leuten, ihr selbst folgen 30 Personen. Schaut man sich ihre Follower genauer an, sind es hauptsächlich Privatpersonen aus dem Lingener Raum, theoretisch also ihre Zielgruppe. Dass sie mehr als doppelt so vielen Leuten folgt, wie ihr folgen, sieht auf den ersten Blick so aus, als würde sie versuchen sich möglichst viele Follower anzueignen. Folgt sie doch selbst fast nur Privatpersonen aus Lingen.

Auffällig ist hier jedoch, dass sie nicht nur den „Unterstützern“ (oder potentiellen Unterstützern) folgt, sondern auch ihren Gegenkandidaten und deren Unterstützer. Ein interessanter Zug, vielleicht macht sie es zu Monitoringzwecken?

Wirft man einen genaueren Blick auf ihre Tweets zeigt sich folgendes: 11 der 61 abgegebenen Tweets sind @-Replies, davon 9 alleine in der letzten Woche. Teilweise sogar mit einem Punkt vor dem @ um es auch anderen zu zeigen. Da scheint jemand eine kleine Schulung gehabt zu haben.

Daraus schließe ich, dass diese Kandidatin versucht mit ihrer Zielgruppe zu interagieren und auf die Äußerungen reagiert.

Im Vergleich zu vorher: Eine Verbesserung erkennbar.

Weiter mit Kandidat 2:

Dieser folgt wie vor knapp zwei Wochen auch insgesamt 6 (!) Leuten, ihm selbst folgen 27 Personen. Dieser Kandidat folgt ganzen 2 Privatpersonen, die anderen 4 Accounts sind Unterstützer oder Newskanäle. Von den 27 Followern sind 2 Parteiaccounts, 3 nicht aus der Lingener Umgebung und Kandidatin 1.

Hier drängt sich die erste Vermutung auf, dass Twitter von diesem Kandidaten als Newsfeed genutzt wird. Ein Blick auf seine Tweets… bestätigt es sofort. Von all seinen 25 Updates war nicht ein @-Reply oder ein Retweet dabei. Meiner Meinung nach ist das nicht die ideale Nutzung von Twitter.

Im Vergleich zu vorher: Keine Veränderung.

Kommen wir zu Kandidat 3:

Als erstes fällt ein nahezu perfektes Gleichgewicht von Follower zu Followings auf: Er folgt 29 Accounts, ihm folgen 30 Accounts. Wem folgt Kandidat 3?

Von 29 Accounts sind 4 (!) Privataccounts dabei (an der Stelle habe ich bemerkt, dass auch ich verfolgt werde), viel Newskanäle aus der Region, 2 Parteiaccounts, ein paar Vereine. Bei nur 4 Privataccounts frage ich mich, wie der Kandidat auf seine Zielgruppe „hören“ möchte. Aber vielleicht fungieren die Newskanäle als Stimmungsbarometer.

Ihm folgen jedoch auffällig viele Privataccounts. Die Zielgruppe (Wähler) scheint also Interesse an seinen Beiträgen zu haben. Nicht jeder ist aus der Lingener Umgebung und auch hier muss die Kandidatin 1 abgezogen werden. Doch ist das Interesse scheinbar da. Hierzu muss man aber anmerken, dass der Kandidat einer Partei angehört, die in dieser Region sehr beliebt ist. Er hat also einen kleinen Vorteil.

Ein Blick auf seine Tweets: von 17 Updates sind 2 Retweets der eigenen Partei dabei, ansonsten wird Twitter hier ähnlich wie bei Kandidat 2 genutzt. Die fehlenden @-Replies und Retweets sind aber wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass der Kandidat seiner Zielgruppe kaum folgt (also kaum zuhört?).

Auffällig ist hier auch: Zu beginn wurde in der dritten Person getwittert, bzw. mit Zitaten. Daher drängt sich hier, auch in Hinblick auf den Background des Kandidaten, etwas der Eindruck auf, dass gar nicht selbst gezwitschert wird. Das wäre natürlich ein kleiner Skandal.

Im Vergleich zu vorher: Keine erkennbare Änderung, ausser der „Ich-Form“ bei Tweets.

Ein neuer ist dabei! Kandidat 4:

Seit dem 16.08.2010 ist ein weiterer Kandidat bei Twitter angemeldet. In der kurzen Zeit hat er es geschafft , 2 Personen zu folgen und 11 Twitterer dazu veranlasst, ihm zu folgen.

Er hat die perfekte Balance von Unterstützer zu Privataccounts, denen er folgt: 1 zu 1! Der eigenen Partei und einem Privataccount. Ein Anfang, bis zum 12.09. ist jedoch nicht mehr all zu viel Zeit, um sich zu steigern, wenn die Followrate gleich bleibt…

Ihm folgen 7 Privatacounts, auch hier hat Kandidatin 1 wieder ihre Finger im Spiel. Bedenkt man, dass er einer Partei angehört, die in der Region hier nur wenig Unterstützung erfährt, ist es gar nicht so schlecht.

Ein schneller Blick auf seine 5 Tweets zeigt: Er nutzt Twitter gar nicht direkt, sondern über Facebook! Daher sind @-Replies und Retweets leider nicht dabei.

Im Vergleich zu vorher: Da er neu im Spiel ist, kann ich keinen Vergleich anstellen.

Facebook:

Von den 4 bei Twitter aktiven Kandidaten sind 3 auch mit einer Facebook Politiker-Page ausgestattet.

Kandidatin 1: Scheint erst relativ kurz dabei zu sein, ihre Seite gefällt 6 Personen und es gibt noch keine Diskussionen auf der Pinnwand, ebensowenig gibt es Updates. Lediglich ein paar Bilder wurden hoch geladen. Gestern. Dafür gibt es jedoch bereits Unterstützungsbekundigungen. Vielleicht wird dort die Aktivität in den nächsten Tagen forciert, doch im Moment müsste mehr kommen. Ihr Landing-Tab ist der Informationstab, Lebenslauf und kurzer politischer Werdegang wird hier angeboten.

Kandidat 2: Ist gar nicht vertreten!

Kandidat 3: Ist mindestens seit dem 19.08 mit der Fanpage vertreten. Die letzte Aktivität war jedoch auch an eben diesem Tag. Die Seite wird übrigens von einem Björn R. verwaltet. Es wurden ein paar Bilder hoch geladen und eben bekannt gegeben, wer die Seite verwaltet. Unterstützer bisher: 20 Personen in 7 Tagen. Es fällt jedoch auch auf, dass keine Diskussionen oder andere Interaktionen stattgefunden haben. Und wieder gilt zu bedenken, dass es der Kandidat der stärksten Partei in der Region ist. Die Informationen über den Kandidaten sind eher gering.

Kandidat 4: Ist (zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Beitrages) seit 3 Stunden mit dieser Fanpage vertreten. In der Zeit haben sich bereits 13 Personen als Unterstützer gezeigt. Das ist gar nicht so schlecht, vor allem mit Hinblick auf der Parteizugehörigkeit. Bisher wurden jedoch nur Termine veröffentlicht. Keine Interaktion und der Diskussionstab wurde komplett entfernt. Landingtab ist auch hier die Pinnwand. Die Infos über den Kandidaten sind noch dürftiger als bei Kandidat 3.

Bisher einzigartig:

Kandidatin 1: Sie ist sogar bei MeinVZ aktiv. Ihr Profil ist komplett einsehbar. Ich vermute so sollen Facebook-Verweigerer auch erreicht werden. So viel Engagement zeigt bisher kein anderer Kandidat im Social Web. So viel hätte ich auch gar nicht erwartet.

http://twitter.com/KronefuerLingen

Social Media für den kleinen Mann (und Frau)

In der Kommunikationsbranche wird (zurecht) sehr häufig und differenziert diskutiert, wie man Social Media für verschiedene Organisationen nutzen kann. Die Meinungen gehen teilweise sehr weit auseinander. Da heißt es, man muss gar keine Dialoge führen um im Social Web erfolgreich zu sein, an anderer Stelle wiederum wird betont wie wichtig es ist, in den Dialog zu treten.

Diese Diskussionen, die teilweise mit viel Eifer geführt werden, finde ich gut und sinnvoll, um die eigene Position stets aufs Neue zu prüfen. Natürlich hilft es auch den Diskussionsteilnehmern, zu zeigen, wie gut sie Social Media „beherrschen“ und nach welchem Grundsatz sie dort (auch für ihre Kunden) tätig sind.

Ein Thema, das nicht so stark diskutiert wird, vor allem aber für uns Studenten – später Arbeitssuchenden – hoch interessant ist: Wie können wir als Einzelperson uns Social Media zunutze machen, um unsere Jobchancen zu steigern? Ein paar Hinweise bietet die Karrierebibel, die ich gerne und regelmäßig lese, doch insgesamt wird um dieses Thema weniger Wind gemacht.

Dabei bieten sich vor allem für Arbeitssuchende, bzw. Studenten, viele Möglichkeiten, ihre Jobchancen aktiv zu verbessern, in dem sich im Social Web engagieren. Ein paar Ideen/Vorschläge von mir:

Xing: Das Business Network hat von vornherein einen Fokus auf das Berufsleben und das Vorankommen in eben diesen gelegt (ähnlich wie das internationale Business Network LinkedIn). Wer hier ein vollständiges Profil hat, für Google auffindbar, mit einer prägnanten Beschreibung der Studieninhalte und Arbeitsfelder bei Berufserfahrungen, hat bereits einen ersten Schritt in die richtige Richtung gemacht. Doch sollte man hier nicht aufhören! Ähnlich wie StudiVZ/MeinVZ oder auch Facebook, gibt es bei Xing Gruppen, denen man beitreten kann.

Neben Gruppen für Absolventen/Jobsuchenden und Ähnliches gibt es auch speziellere Gruppen. Wer sich nun in Gruppen zu Themen seines (späteren) Berufsfeldes aktiv an Diskussionen beteiligt und so seine (hoffentlich vorhandenen) Kompetenzen durch seine Beiträge zeigt, steigert bereits seinen Ruf als einer, der weiß was er tut.

Twitter: Der mittlerweile wohl fast überall bekannte Mikroblogging-Dienst bietet vor allem in der Kommunikationsbranche, aber auch für andere Fachrichtungen eine vielfältige Einsatzmöglichkeit.

Vom reinen Newsfeed zur Branche bis hin zur spannenden Diskussionsrunde, je nach eigenem Engagement kann man über Twitter durchaus interessante Kontakte knüpfen, die bei der Suche nach Jobs durchaus hilfreich sein könnten. Dabei ist natürlich zu bedenken, dass ein Follower so schnell gehen kann, wie er gekommen ist. Nein, sogar noch schneller, als er gekommen ist. Einen Kontakt offline zu treffen kann hier sehr förderlich sein.

Auch bei Twitter kann man durch Beteiligungen an Fachdiskussionen zeigen, was in einem steckt und sich so einen Ruf aufbauen.

Bloggen: Meiner Meinung nach der aufwendigste aber auch nachhaltigste Weg, auf sich und sein Können aufmerksam zu machen ist, einen Blog zu betreiben. Natürlich macht es wenig Sinn, als Maschinenbauingenieur einen Blog über die neueste Mode zu betreiben, es sei denn man plant in den nächsten Jahren als Mode-Designer durchzustarten.

Natürlich sollte sich der Blog mit Themen des späteren Arbeitsfeldes beschäftigen. Wenn man aktuelle Trends der Branche aufnimmt, diskutiert und auch mal hinterfragt – nicht durch eine 140-Zeichengrenze beschränkt – kann man auch über einen längeren Zeitraum hinweg zeigen, wie interessiert man an der Branche ist und welches Fachwissen in einem steckt.

Die Herausforderung bei einem Blog ist es natürlich, über eben diesen längeren Zeitraum hinweg möglichst konsequent ein bestimmtes Niveau zu halten, oder mehr noch, überhaupt aktiv zu bleiben. Durch eine Verknüpfung des Blogs mit anderen Networks wie Twitter, Facebook und auch Xing, fungiert der Blog als eine Art Basis. Dort diskutiert man ausführlich, was einen interessiert und beteiligt sich an den (hoffentlich resultierenden) Diskussionen in den verschiedenen Networks.

Natürlich fordert dieses Engagement viel Energie und Zeit – und das neben dem Studium! Aber ich bin der Meinung, dass sich dieser Aufwand durchaus auszahlen kann und wird. Ich wollte hier nur einen ersten Ansatz für die Nutzung von Social Media für den eigenen Zweck aufzeigen. Ergänzungen und Anmerkungen sind stets willkommen.

Die Vorarbeit zur Aufklärung?

In meinem letzten Beitrag hatte ich eine Informationsveranstaltung zu sozialen Netzwerken und minderjährige Nutzer angekündigt, die am 19.08.2010 im Lingener IT-Emsland stattfand.

Von Neugier getrieben habe ich diese Veranstaltung besucht, darauf gefasst, dass dort über das „böse Internet“ gesprochen wird und die Eltern später mit dem Gedanken heimfahren sollten, dass ihre Kinder am besten gar keinen Kontakt zu Computern mehr haben sollten.

Ich muss zugeben, so schlimm wie erwartet war es nicht. Doch wenn etwas nicht „so schlimm wie erwartet“ ist, heißt es leider nicht automatisch, dass etwas gut ist.

Viel Hoffnungen setzte ich in den Medienpädagogen der niedersächsischen Landesmedienanstalt Carsten de Groot. Gespannt erwartete ich seine Sicht auf soziale Netzwerke, welch Potential dort verborgen ist, wenn der Nutzer es richtig anstellt. Also wie man, dank vorhandener Medienkompetenz, nicht nur soziale Netzwerke, sondern das Internet (vor allem das Web 2.0) zum eigenen Nutzen verwenden kann.

Leider wartete Herr de Groot eher mit Zahlen und Fakten zu jugendlichen Internetnutzern und Haushalten allgemein auf, als über Chancen und Risiken zu sprechen. Dass heutzutage fast überall ein Internetzugang vorhanden ist, sollte doch klar sein…

Auch die anderen Vorträge haben den Eltern wohl kaum helfen können, da die „minderjährigen Nutzer“ um die es ging, kaum das regionale Netzwerk nutzt, das als Beispiel diente. Der Polizei muss ich zu Gute halten, dass keine reine Panikmache den Vortrag durchzog. Es wurde sehr deutlich auf Gefahren bei Online-Chats hingewiesen, leider fehlte mir jedoch der Bezug zu sozialen Netzwerken. Im späteren Gespräch mit dem Referenten erfuhr ich, dass die Polizeidirektion erst kürzlich einen Experten für das Web 2.0 hat finden können, so dass dies erst erarbeitet werden müsse. Das Social Web ist halt noch sehr jung (in Beamtenzeitrechnung).

Insgesamt machte der Infoabend auf mich eher den Eindruck einer Vorbereitungsveranstaltung für folgende eigentliche Infoabende, bzw. Aufklärungsveranstaltungen. So wurden die Eltern nach einer kurzen Podiumsdiskussion in den Abend entlassen. Etwas für das Thema sensibilisiert, doch nicht wirklich aufgeklärt.

Ob sich hieraus nun Infoabende entwickeln, in denen gezielt auf Risiken, vor allem aber auf Chancen eingegangen wird?

Noch etwas harscher als ich, sah es ein anderer Besucher des Infoabends. In vielen Punkten muss ich mich einfach anschließen. Sein Resümee des Abends zeigt vor allem den geringen Nutzen für die anwesenden Eltern. Ob ich bereits Kommunikationsexperte bin, weiß ich aber nicht…

Aufklärungsarbeit ist ein Anfang

Am 19.08.2010 findet hier in Lingen ein Informationsabend „Soziale Netzwerke und minderjährige Nutze“ statt. Mit Unterstützung des Stadtelternrates Lingen sollen „interessierte Eltern“ umfassend über soziale Netzwerke aufgeklärt werden.

Hierzu sollen drei Vorträge einen Eindruck der Welt in sozialen Netzwerken vermitteln. Interessant finde ich den Vortrag eines Medienpädagogen zur Mediennutzung bei Kindern und Jugendlichen.

Dann wird anhand eines regionalen Netzwerkes gezeigt, wie soziale Netzwerke aufgebaut sind und funktionieren.

Zuletzt wird dann vom Präventionsteam der örtlichen Polizei noch aufgeklärt, ob soziale Netzwerke gefährlich sind.

Ich werde auf jeden Fall zu diesem Informationsabend gehen, auch wenn ich keine Kinder besitze, von denen ich weiß. Vielmehr möchte ich wissen, wie sachlich mit dem von Politikern gerne etwas weniger sachlich behandelten Thema umgegangen wird.

Aufklärung der Eltern halte ich für sehr wichtig, jedoch ist dies nur ein Teil einer längeren Kette hin zu einem besseren Medienverständnis, oder einer Medienkompetenz vor allem für die Jugend, aber auch für die Erwachsenen.

Ich halte es für wichtig und notwendig, dass an deutschen Schulen der Umgang mit den Neuen Medien (ebenso wie mit den klassischen Medien) gelehrt wird. In dem Beitrag auf Netzwertig.com wird bereits ein fiktiver Lehrplan vorgestellt, dem ich nichts hinzuzufügen habe.

Ein Problem jedoch muss im Moment angegangen werden: Die wenigsten Pädagogen besitzen selbst eine ausreichende Medienkompetenz, um diese an Schüler weitervermitteln zu können. Und angehende Pädagogen wiederum haben selten Dozenten, die diese vermitteln können. Es handelt sich also um ein strukturelles Problem, welches nicht von jetzt auf gleich gelöst werden kann. Ich denke die Erweiterung des Studiums von Pädagogen um Medienkompetenzvermittlung ist sinnvoll und wird hoffentlich bald kommen. Bis dahin aber könnte man an Schulen vorerst mit externen Spezialisten arbeiten.

Was ich meine ist, dass Kommunikationsprofis, die sich im Social Web auskennen und auch die klassischen Medien kennen, gemeinsam mit Pädagogen einer Schule einen Lehrplan erarbeiten könnten, um den Schülern diese vielgeforderte Medienkompetenz zu vermitteln. Durch Schulungen des Lehrpersonals, bzw. einiger ausgesuchter Lehrer, könnte dann die Schule nach und nach selbst für die Vermittlung der Medienkompetenz sorgen. Zu Beginn würde noch mit den Kommunikationsprofis zusammengearbeitet.

Durch diese Kooperation könnte der Pädagogische Anspruch mit dem differenzierten Wissen zum Social Web kombiniert werden. So könnte eine übervorsichtige Panikmacherei vermieden werden, ebenso wie Vorträge von Profis, die von den Schülern schlichtweg nicht verstanden werden.

Ich werde mir morgen wie bereits gesagt, diesen Informationsabend ansehen und gegebenenfalls auf übertrieben Panikmache hinweisen. Vielleicht könnte hier in Lingen ja ein Projekt mit einer Schule gestartet werden, ich fände die Möglichkeit sehr interessant.

Es bleibt die Frage nach dem Sinn

Lingen ist eine kleine Stadt. Wenn man alles was so um Lingen herum noch schwirrt dazu zählt, kommt man ungefähr auf 55.000 Einwohner (inklusive Kühe, Katzen und Hühner). Die nächste größere Stadt liegt etwa 75 km entfernt (Osnabrück), bzw. in etwa 80 km Entfernung Münster. So viel zu der Stadt, in der ich studiere und bereits früher gewohnt habe.

Diese kleine Stadt befindet sich gerade im Wahlkampf – gesucht wird der/die nächste Oberbürgermeister/in – der sich bis zum 12.09.2010 entscheiden wird. Sechs Kandidaten stehen zur Wahl und betreiben ihren Wahlkampf wie gewohnt. Plakate an Laternenpfählen und Bäumen, die sich nicht wehren können. Infostände die strategisch organisiert an gezielten Positionen der Innenstadt aufgebaut sind. Diverse Veranstaltungen, die nun herhalten müssen um Kandidaten vorzustellen. Das gewohnte Programm also.

Eben nicht. Denn drei von diesen sechs Kandidaten haben etwas gemerkt. Es gibt da ja das Internet. Nicht nur für die eigene Website die der einzelnen Kandidaten (Beispielsweise hier, hier und hier), nein es gibt mittlerweile auch das Social Web, das Web 2.0.

Und weil diese drei Kandidaten durchaus modern sind, engagieren sie sich auch dort. Was liegt näher, als einen Twitter-Account zu haben? So hat Kandidatin 1 bereits seit dem 25.6.2010 ihren Account. Etwas später kam Kandidat 2 hinzu, er brauchte etwa einen Monat länger. Zuletzt haben wir Kandidat 3, der seit heute auch Twitter kennt. Ob es an den Parteien liegt, wie schnell sie bei Twitter waren, kann und will ich nicht beurteilen.

Was mich nun jedoch zu dem eigentlichen Sinn meines Beitrages hier führt ist folgendes:

In Lingen existieren (nach einer kurzen Twittersuche) geschätzt etwas über 40 Menschen, die bei Twitter angemeldet sind. Ich habe mir nicht die Mühe gemacht, noch zu prüfen, ob diese auch aktiv sind. Aber die Folge aus dieser Zahl sollte wohl jedem klar sein.

Hier haben sich weder die Kandidaten, noch die Leute, die ihnen empfohlen haben, bei Twitter aktiv zu sein, Gedanken darüber gemacht, welchen Sinn ihr Engagement macht. Ein Blick auf die Followerzahl zeigt relativ schnell, dass Lingen für einen Twitter-Wahlkampf noch nicht bereit ist. Ebensowenig wie die Kandidaten. Nutzt der eine Twitter als Newsfeed für seine nächsten Auftritte und wo er zu finden ist (Warum dann nicht foursquare?), wird von einem anderen Kandidat ein bisschen Privates und ein wenig Wahlkampf zum Newsfeed dazu gemischt. Der letzte Kandidat hat bisher nur verlauten lassen, dass er nun auch bei Twitter zu finden sei und gleich einen Link auf seine Website hinterhergeschickt.

Ich finde hier zeigt sich, wie wichtig eine Zielgruppenanalyse für ein Engagement im Social Web ist. Zumindest für ein zielgerichtetes Engagement, dass in eine Strategie eingebettet sein soll. Verzeiht, dass ich das anhand des Beispiels des Provinzwahlkampfes darstelle, aber es bot sich einfach an. Nehmen wir einfach mal an, die Kandidaten wollten über Twitter an die jungen Wähler (Wahlberechtigt ist man ab 16 Jahren) erreichen, hätte eine kurze Googlesuche zum Durchschnittsalter der Twitternutzer gereicht um sofort zu erkennen, dass man diese Zielgruppe kaum über diesen Kanal erreichen wird.

Es gibt hier im Emsland ein regionales Social Network, das Durchschnittsalter beträgt hier etwa 21 Jahre und die meisten User stammen (da regionales Network) aus der Region. Die Wahrscheinlichkeit hier ihre potentiellen Wähler zu erreichen wäre schon viel höher. Alternativ wäre natürlich Facebook, der blaue Datenkrake, noch als Plattform in Betracht zu ziehen. Sehr viele Schüler, Studenten und andere junge Leute sind dort zu finden. Eine kleine Fanpage wäre schnell eingerichtet und könnte, mit etwas Einsatz, relativ leicht genutzt werden. Welchen Einfluss auf meine Wahlentscheidung hätte es, wenn ich öffentlich mit den Kandidaten zu bestimmten Themen, die mich interessieren, diskutieren könnte?

Doch das hat man hier nicht bedacht. Und so bleibt am Ende nur die Frage nach dem Sinn…

„Social W.. was?“ – Social Media noch nicht bei Studenten angekommen?

Ah welch reißerischer Titel! Aber ungefähr so ist mein Eindruck bei vielen Studenten – ich beziehe mich hier mal auf Studenten aus dem Kommunikations-/Medienbereich – die ich kenne.

Natürlich gibt es viele, die sich damit befassen. Einige die aktiv mit dem Social Web experimentieren, ein Teil davon sind und auch langsam bekannt sind dort. Ich denke da an Daniel Rehn oder Martin Höfelmann. Andere wiederum befassen sich eher im Stillen damit. Sie haben sich „Forschungs-Accounts“ eingerichtet, um Facebook, Twitter und Co kennenzulernen, um mitzulesen aber nicht zum mitreden. Vielleicht, in (hoffentlich naher) Zukunft, werden auch sie aktive Teile des Social Webs.

Aber diese Kommilitonen, Neugierigen sind soweit es meine persönliche Erfahrung angeht eher eine kleine Minderheit. Denn die Mehrheit setzt sich nicht damit auseinander. Sie sind bei StudiVZ oder Facebook angemeldet, haben dort ihre Freunde und nutzen Social Networks wie jeder andere auch. Versteht mich nicht falsch, das ist vollkommen in Ordnung und ihr gutes Recht!

Ich kenne einige meiner Studienkollegen, die meine „dezenten Hinweise“ (Vielleicht auch nicht ganz so dezent…) auf die Möglichkeiten des Social Webs schon lange nicht mehr hören können und auch nicht mehr hören wollen. Verständlich.

Doch nun, da viele sich im Praktikum befinden, sind sie in einer ungemütlichen Situation. Als „junge Studenten“ in Agenturen oder Unternehmen, wird sofort angenommen, dass sie sich ja mit dem „neumodischen“ Ding namens Social Web auskennen müssten. Plötzlich müssen sie sich damit befassen. Müssen Bücher zu Social Media finden und lesen. Alternativ wendet sich der eine oder andere an seine Kommilitonen: „Hey, weiß jemand wo ich Informationen zu Twitter und Facebook finde?“ oder „Wer kann mir sagen was foursquare ist und wozu man das braucht?“. So oder so ähnlich lautet es dann im Buschfunk, der Facebook-Timeline oder auch direkt per Instant Messenger oder Email.

Ich gebe gerne Informationen die ich habe weiter, wenn ich gefragt werde – habe ich doch anfangs gleiche/ähnliche Fragen gestellt und bekam diese von hilfsbereiten Kommilitonen, Kontakten geliefert. Und auch ich bin noch weit davon entfernt das Social Web erfasst zu haben. Bester Beleg dafür ist, dass ich erst seit dieser Woche blogge!

Wenn also selbst ich noch lange nicht ganz im Social Web angekommen bin, von dem ich ausgehe, dass ich viel Zeit dafür aufwende, mich darüber zu informieren, gibt es nur zwei Möglichkeiten:

1) Ich mache eindeutig etwas falsch und sollte mir langsam Gedanken machen.

2) Social Media ist noch lange nicht bei uns Studenten angekommen.

Um eine kognitive Dissonanz zu vermeiden, nehme ich einfach mal an, dass der zweite Fall zutrifft. Warum ist Social Media bei uns Studenten nicht angekommen? Oder vielmehr, warum sind wir Studenten nicht im Social Web angekommen?

Ich kann nur Vermutungen anstellen, aber ein paar hätte ich da schon:

1) Der Lehrplan an den meisten Hochschulen sieht kein Modul „Social Web“ vor. Das bedeutet im Studium selbst wird – wenn überhaupt – nur nebenbei das Social Web kurz behandelt. Es ist also den Studenten selbst überlassen, sich in ihrer Freizeit damit zu befassen, sich ihre Informationen zusammen zu suchen und daraus zu lernen. Aber unsere Dozenten wissen meist nicht einmal, was es mit dem Social Web auf sich hat. Kein Wunder, ist es doch ein sehr komplexes Thema. Einige haben aber auch „Forschungs-Accounts“ eingerichtet. Das lässt doch hoffen…

2) Viele Agenturen und Unternehmen sind auch noch nicht im Social Web angekommen. Natürlich bieten einige Agenturen an, auch Social Media zu bedienen, ich habe bei manchen jedoch das Gefühl, dass es dort nur der Vollständigkeit halber steht…

Es gibt sicher einige Agenturen die hervorragende Social Media Lösungen/Integrationen in einer ausgefeilten Strategie anbieten, aber ist es schon die Mehrheit der Agenturen? Auch einige Unternehmen sind sehr gut im Social Web aktiv, haben verstanden, dass es nicht auf Absatz ankommt, sondern eher um Engagement. Im Vergleich zu den restlichen Unternehmen bilden diese jedoch auch noch eine Minderheit, oder nicht?

Da wir Studenten im Studium weder aktiv zum Social Web geführt werden (Ja ich weiß, man sollte als Studenten wissen, dass einem nicht alles vorgesetzt werden muss. Eigeninitiative und so.), noch von der Mehrheit der Praxis vorgegeben bekommen, dass man sich damit auseinanderzusetzen hat, führt es meiner Meinung nach dazu, dass wir uns nur zu einem kleinen Teil mit dem Social Web auseinander setzen.

Ich bin gespannt, wie es zu Beginn des nächsten Semesters aussehen wird. Wie viele meiner Kommilitonen dann plötzlich sagen, dass Social Media doch interessant sind. Dass man sich damit unbedingt befassen sollte. Ich denke ein paar werden es schon sein…

Online-Diskussionen als Chance…

Gestern Abend fand wieder einmal die monatliche Montagsrunde statt. Die Montagsrunde ist eine Online-Diskussion zu Themen aus der Kommunikationswelt, in der Professionals und die kommende Generation ebendieser miteinander diskutieren, Fragen stellen und beantworten.

Nachdem ich mich leider etwas eher verabschieden musste, ist mir wieder aufgefallen, wie sehr ich persönlich durch diesen Austausch mit bereits erfahrenen Profis aber auch mit anderen Studenten mit Informationen bedient werde. Informationen und Wissen, Tipps und Tricks, die man eben nicht in einem Seminar oder in einer Vorlesung vermittelt bekommt.

Meiner Meinung nach sind solche Diskussionen, online oder offline, für uns Studenten eine wunderbare Ergänzung des Studiums. Auch wenn unsere Dozenten oft aus der Praxis kommen, bzw. selber noch tätig sind, können sie in einem vollen Seminar dennoch nicht so einen tiefen Einblick in die Praxiswelt geben.

Vielleicht sollte die eine oder andere Kommunikationsagentur oder auch Unternehmen solche Diskussionsrunden starten. So könnten sie etwas mehr Einsicht in ihr Unternehmen bringen, ihre Expertise zeigen und sich als Arbeitgeber bei den Studenten beliebt machen, gleichzeitig könnten sie eventuelle High Potentials bereits früh ausfindig machen. Sofern man diese Diskussionsrunden dann noch tatsächlich des Diskurses willen und nicht macht für das Selfmarketing missbraucht, müsste eine Win-Win-Situation entstehen.

Natürlich muss das nicht alles online ablaufen. So wurden einige Studenten (ich war erfreulicherweise auch dabei) von einer nicht unbekannten Agentur zu einem Wochenend-Camp eingeladen. An diesem Wochenende hat sich die Agentur vorgestellt, Projekte gezeigt und uns Studenten dann eine Konzeptionsaufgabe gegeben.

Dieses Wochenende hat – ich denke, da spreche ich für fast alle Teilnehmer – uns Studenten viel gebracht, wenn nicht unbedingt fachlich, so doch Kontakte, zur Agentur, aber auch zu anderen Studenten. Ein solches Modell finde ich sehr interessant, ist natürlich mit einigen Kosten verbunden, gibt aber den Teilnehmern eine sehr gute Möglichkeit sich gegenseitig kennenzulernen.

Was ich also sagen möchte ist: Wir Studenten sollten solche Online-Diskussionen als Chance wahrnehmen. Uns aktiv beteiligen und nicht nur mitlesen, zum Einen um von den Erfahrungen der Profis zu profitieren, zum Anderen aber durch gute Fragen auch zu zeigen, dass der Nachwuchs da ist und sich nicht zu verstecken braucht. Und Unternehmen/Agenturen bietet sich dadurch die Chance, die High Potentials der nächsten Generation früh zu erkennen. Aber auch die „normalen“ Studenten, die keine Überflieger sind (Ich glaube hier wäre auch ich einzuordnen 😉 ), dafür aber vielleicht genau die Qualitäten und Fähigkeiten besitzen, die man für ein Team noch benötigt.

Wie der Open-Source-Gedanke helfen könnte

Schon vor einigen Wochen habe ich ein meiner Meinung nach sehr interessantes Video gefunden. Coalition Of The Willing

Möglichkeiten des Internets vor allem aber des Social Webs, die bereits exisitieren, sollen genutzt werden um sich weltweit zu vernetzen. Warum? Um nicht weniger zu erreichen, als den Klimaschutz ernsthaft voranzutreiben. Mit den Versprechungen der Politiker unzufrieden, scheint es an der Zeit zu sein, dass die Menschen den Klimaschutz selbst in die Hand nehmen.

Scheint es an der Zeit zu sein, dass Menschen den Klimaschutz selbst in die Hand nehmen? Meiner Meinung nach kann Klimaschutz nicht von der Politik gefordert werden. Politiker können ihn nur fördern. Nein, um den Klimaschutz muss sich jeder selber kümmern.

In dem Video werden die 60er Jahre angesprochen. Die Revolution einer Generation und warum es wieder an der Zeit für eine Revolution ist. Nur dieses Mal mit einem kleinen Unterschied. Die Technologie heutzutage erlaubt oder fordert eine andere Art der Revolution, wenn es überhaupt eine Revolution sein muss.

Ich finde viele Ideen und Überlegungen aus dem Video sehr interessant und sehe durchaus Potential darin. Doch nun kommt es auf uns an. Wir müssen aktiv werden, wir müssen uns vernetzen und unser eigenes spezifisches Wissen mit anderen Teilen. Der Open Source Gedanke ist für mich sehr ansprechend. Ich bin selber zwar nur Pseudo-Open-Source-Software Nutzer (In Form des Android-OS meines Handys) aber die Idee dahinter ist es, die wichtig ist.

Ich möchte hier keine neue Bewegung auf Basis dieses Videos starten, aber ich habe mich dieser Coalition of the Willing angeschlossen. Ich möchte die Gedanken und Bemühungen weitertragen und hoffe, dass ihr zumindest das Video interessant findet.

 

 

 

Es wurde aber auch Zeit…

„Es wurde aber auch Zeit…“ mögen manche denken, die mich kennen. Seit über einem Jahr bin ich bei Twitter aktiv. Diverse Social Networks und mehr werden in meiner Freizeit bedient aber eines hatte ich bislang noch nicht. Naja zumindest nicht wirklich…

Einen eigenen Blog. Nun ist es jedoch soweit. Ich habe mir diesen Blog eingerichtet um endlich eine Homebase zu haben.

Wie oft hatte ich das Gefühl, dass die 140 Zeichen von Twitter nicht ausreichen um meine Gedanken, Positionen oder Ideen in ihrer Gesamtheit weiterzugeben!

Den Start des Blogs möchte ich auch gleich nutzen um noch auf eine Veranstaltung hinzuweisen:

Heute Abend um 20:00 Uhr beginnt die Montagsrunde zum Thema „Internationale PR – Zusammenarbeit mit amerikanischen Kunden und Agenturen“. Moderiert wird sie diesmal von Torsten Herrmann. Mehr Informationen könnt ihr hier erhalten.