Von Beutelmenschen und Testgeräten – Impressionen der CeBIT 2012

Data Garbage

Ich war gestern auf der CeBIT in Hannover. Wie in den letzten drei Jahren. Doch dieses Mal war ich sogar größtenteils beruflich da. Und weil ich da beruflich war, möchte ich euch hier nur kurz ein paar Impressionen geben:

Als erstes muss man glaube ich festhalten, dass ich am Samstag, dem Familientag da war. Das bedeutet es gab eine Unmenge an Kindern. Kindern über 8 Jahren wohlgemerkt! Denn der Zutritt zur CeBIT war für Familien mit Kindern unter 8 Jahren untersagt. Gut dass ich keine Kinder habe (soweit ich weiß!) und auch alleine dort war. Dennoch waren genug andere Menschen dort. Menschen, die scheinbar einen unglaublichen Bedarf an Tüten in jeglicher Form besitzen! Denn sie schnappten sich an jedem Stand eine Tüte, die auch nur so aussah als sei sie mit irgendetwas gefüllt. Ich nannte sie nach kurzer Zeit nur noch die „Beutelmenschen“. Denn sie waren sehr schnell auszumachen mit ihren riesigen Tüten voll mit… Ja was eigentlich?

Ich habe mir einmal den Spaß gemacht und mich zwei Minuten an einen Stand gestellt und beobachtet, was mit den Tüten passiert, die dort standen. Und das war recht interessant: Die Damen vom Messestand stellten die großen Tüten, die rein zufällig das Logo der Firma drauf hatten, also am Stand auf. Schön nebeneinander gestellt, damit jeder schnell eine mitnehmen konnte. Und das wurde dann auch gemacht. Im Vorbeigehen quasi wurden sie mitgenommen. Wahnsinn! Ich wurde neugierig ob des Inhaltes dieser heißbegehrten Tüten, also habe ich mal reingeguckt. Ich habe eine arme Messehostess wohl sehr erschreckt, als ich laut loslachte. Die Tüten waren leer! Da war NICHTS drin! Also nicht einmal Werbeprospekte. Es waren einfach nur leere Tüten, die da von den Beutelmenschen mitgenommen wurden.

Aber gut, ich war auch da, um mir einige Geräte mal genauer anzusehen. Da ich die Tests und Bilder aber vorwiegend beruflich nutze, müsstet ihr hier mal nachsehen, also morgen, wenn ich das alles zusammengeschrieben habe.

Aber ein paar Bilder habe ich doch für euch:

Sascha auf der Cebit

Ich traf  Sascha Pallenberg, ein bekannter Tech-Blogger von netbooknews.de und bald mobilegeeks.de, der beim Forum Open Source eine interessante Präsentation zu Tablets 2012 und warum Android den Markt bald übernehmen könnte gehalten hat.

Aber vor allem habe ich Geräte gesehen. Bei Samsung zum Beispiel. Aber dort wurden vor allem Geräte gezeigt, die eigentlich schon bekannt sind. Wie das Samsung Note und das Samsung Galaxy S 2. Hier im Vergleich:

Samsung Note vs. Galaxy S 2

Oder aber auch das Samsung Galaxy hier in der etwas kleineren Variante.

Galaxy Tab

Sonst sah man vor allem Ultrabooks. Schade fand ich, das Asus so einen kleinen Stand hatte und nicht einmal das Asus Transformer 101 dabei hatte…

Aber wie gesagt, der vollständigere Bericht mit Bewertung folgt morgen an anderer Stelle.

Ich frage mich eigentlich eher, was mir die CeBIT noch bringt, wenn ich dort vorwiegend Geräte zu sehen bekomme, die nicht neu sind oder nur einen kleinen Ausschnitt aus der neuen Produktpalette. Natürlich gibt es noch die IFA in Berlin, auf die ich mich freuen kann. Aber welche große Messe gibt es dann noch in Deutschland? Zur CES in Las Vegas komme ich nicht so schnell und auch die MWC in Barcelona dürfte vorerst noch von mir verschont werden.

Naja, dafür gab es in Barcelona oder in Las Vegas sicher keine Puppe der Polizei, die zeigt, wie auch die Polizei mit Tablets unterwegs ist! Ha! So und damit genug meiner Impressionen für heute:

Polizeipuppe mit Tablet auf Cebit

Später Spaß mit der Facebook Timeline

Einige meiner armen Facebook-Kontakte werden wohl mit Notifications aufwachen, die sie verwirren könnten. Denn sie werden Pinnwand-Einträge von mir erhalten, die ihnen offenbaren werden, dass ich Hellsehen konnte, bzw. in der Zeit zurückreisen kann.

Doch das ist natürlich quatsch. Es ist ein nettes und eigentlich unnützes Feature der neuen Timeline von Facebook:

Klickt man unten links auf die kleine Uhr, kann man das Jahr, Monat und den Tag einstellen, an dem der Beitrag erscheinen soll.

So schnell verwirrt man die Leute und sorgt für Beiträge, die wirklich nur Hellseher oder Zeitreisende posten können.

In dem Sinne: Viel Spaß beim trollen!

Wenn die User kreativ werden…

Seit einem Jahr gibt es den Panorama-Dienst Google Street View in Deutschland nun und ich erinnere mich noch an so manche Hysterie und Panik vor „modernen Einbrechern“ und an Ideen wie virtuelle Streifenfahrten…

Wie man den Dienst nun selbst bewertet, ob gut oder schlecht, nützlich oder nicht, manche Menschen kümmern sich darum nicht. Sie sehen ein Instrument, mit dem sie ihre Kreativität ausdrücken können und heraus kommt dann etwas wundervolles, wie dieses hier:

[vimeo http://www.vimeo.com/32397612 w=600&h=337]

Address Is Approximate from The Theory on Vimeo.

Bildquelle: „The only people who know“ by Rainer

flinc – Mitfahrzentrale 2.0

Ich bin gerne unterwegs. Fahre durch Deutschland, sehe mir verschiedene Städte an und versuche möglichst viele Leute zu treffen. Doch als (noch) Student ist das Budget für solche Reisen klein, obwohl die Zeit da wäre. Daher versuche ich immer günstige Reisemöglichkeiten zu finden. Und doch war ich bisher nur ein Mal bei der Mitfahrzentrale.

Diejenigen, die meinen Tweets oder Facebook-Updates länger folgen, wissen vielleicht, dass ich oft versuche über Twitter oder Facebook eine Mitfahrgelegenheit zu bekommen. Sei es nach Hannover, um eine Aktion der PR-Studenten dort mitmachen zu können, nach Hamburg, um mir das BetaHaus und die Leute da anzusehen oder um nach Berlin zur re:publica zu kommen. Doch gehen diese Versuche meist unter, da sie in der Timeline hinabgespült werden und nur wenige Menschen darauf reagieren. Twitter ist für soetwas wohl der falsche Ort, Facebook bringt nur dann Ergebnisse, wenn jemand in der Nähe ist und zufällig auch dahin will.

Seit kurzem jedoch gibt es eine Plattform, die genau das ermöglicht, was ich bisher über Twitter und Facebook versucht habe: flinc. Flinc stellt ein soziales Netzwerk dar, dass nur darauf aus ist, Mitfahrgelegenheiten zu finden. Man erstellt sich, wie bei anderen Social Networks ein Profil mit Profilbild und einigen Angaben zur Person – man möchte ja wissen, wer da mitgenommen wird – und dann kann es los gehen. Entweder man stellt selbst eine Fahrt ein und sucht nach Mitfahrern, um die Benzinkosten zu senken, oder aber, man sucht eine Mitfahrt und gibt Abfahrts- und Zielort ein.

Das klingt bisher ganz unspektakulär, doch wartet flinc noch mit einer ansehnlichen Reihe an Features auf. So gibt es bereits eine iPhone-App, die also auch mobil schnell und einfach eine Mitfahrt ermöglichen kann. Ebenso arbeitet flinc in Deutschland mit dem Navigationssystemanbieter Navigon zusammen, das bedeutet: Potentielle Mitfahrer werden auf dem Navi angezeigt und man wird gefragt, ob man sie mitnehmen möchte. Der Weg zum Mitfahrer ist direkt im Navi verfügbar. Man muss sich nur auf den Preis einigen und dann kann es los gehen. Dieses Feature finde ich wirklich spannend, auch wenn ich selbst kein Navi in der Form besitze (Mein Android navigiert mich per App von Google), ist diese Idee dennoch gut. Aber auch die kleinen Dinge, wie gefahrene, vermittelte Kilometer oder vermittelte Fahrten und ein einfaches Bewertungssystem sind sehr ansprechend. Man kann wie bei anderen Networks natürlich auch Kontakte knüpfen und baut sich über die Kontakte ein „Mobilitäts-Netzwerk“ auf.

„Nicht noch ein Social Network, das ich befüttern muss!“ denken manche nun vielleicht. Doch so ist es nicht. Flinc ist primär auf die Vermittlung von Mitfahrten ausgerichtet, daher muss man nicht täglich nach neuen Updates suchen oder irgendwelche FarmVille einladungen ablehnen. Und weil es einen so spezifischen Zweck hat, ist die Wahrscheinlichkeit für mich, dort eine Mitfahrgelegenheit zu finden definitiv höher, als über Twitter und Facebook. Ich habe übrigens eine Mitfahrt eingetragen, wer mich also mitnehmen möchte…

Flinc ist übrigens nun offen für alle (ich hatte einen Beta-Testzugang), also meldet euch an, verbindet euch und nehmt Leute mit. Hier ein kleines Info-Video:

[vimeo http://vimeo.com/26381080]

Bloggen auf Facebook?!

Ich gehöre nicht zu den Digital Natives. Ich bin erst seit etwa zwei Jahren bei Twitter angemeldet und noch kürzer bei Facebook. Ich war früher sehr viel in Foren unterwegs. Ich habe erst mit „diesem Twitter“ angefangen, bevor ich auch mein Blog hier eröffnet habe…

Vor einiger Zeit wurde von einem „Generationenkonflikt im Web 2.0“ gesprochen, bei dem festgestellt wurde, dass die jungen Leute, die Digital Natives, immer weniger bloggen, dafür viel aktiver bei Facebook sind. Es kam zu Diskussionen, die Bloggen gegen Facebook und Twitter stellten. Auch wenn diese Diskussion evtl. gar nicht nötig ist, wie Robert Basic feststellte.

Wie ist das denn nun? Bloggen die Digital Natives nicht mehr? „Facebooken“ sie nur noch? Bei Twitter ist das Durchschnittsalter auch nicht gerade jugendlich. Mir ist jedoch in letzter Zeit gerade bei den jüngeren Kontakten in meiner Facebook-Timeline etwas aufgefallen:

Die Facebook-Notes werden immer häufiger dazu genutzt, die eigenen Gedanken und Ideen niederzuschreiben – in ähnlicher Form wie oft in „normalen“ Blogs. Dabei unterscheiden sich die Notes gar nicht so sehr von Blogbeiträgen und sind auch gleich noch archiviert. Dazu ist kein spezielles CMS nötig (auch wenn Posterous oder WordPress denkbar einfache CMS sind) und nicht einmal ein weiterer Account. Gut, vielleicht sollte ich darauf hinweisen, dass die drei Kontakte, die das machen aus Frankreich sind, da scheint man teilweise etwas weiter zu sein als hier in Deutschland…

Aber auch hier in Deutschland sind mir schon Beispiele von Bloggen bei Facebook begegnet. Es gibt da einen Dozenten an unserer Hochschule, der auch in der deutschen PR-Szene relativ bekannt sein sollte: Klaus Kocks. Auch er ist bei dem blauen Datenkraken aktiv und nutzt Facebook als Plattform für seine eigene Kolumne. Er verfasst täglich kurze Texte und lädt sie als Bildbeschreibung hoch. So wird der Text direkt mit seinem Bild verknüpft und ebenfalls archiviert, man kann (so man Herrn Kocks als Facebook-Kontakt hat) seine Fotos durchsehen und sich seiner Texte erfreuen. Dies ist im Prinzip auch eine Blog-Form und stellt für mich die zweite Möglichkeit des Bloggens bei Facebook dar.

Meiner Meinung nach gibt es also durchaus Möglichkeiten auf Facebook zu bloggen und vor allem die Digital Natives, die nachrückende 2.0-Generation nutzt diese auch schon. Während wir noch mit RSS-Feeds zu Facebook und ähnlichem Arbeiten, verlassen sie Facebook gar nicht erst. Mit allen Vorteilen, aber natürlich auch mit den Nachteilen.

Was bedeutet das aber für die Zukunft? Wird es bald wirklich nur noch Google, Apple und Facebook im Netz geben? Werden die Unternehmen mit ihren Facebook-Seiten auch ihre Corporate Blogs bei Facebook hosten? Welche Macht und welche Informationen übergibt man Facebook damit? Und wenn Google und Facebook sich immer weniger mögen, welche Auswirkungen hat das auf die Suchmaschinen-Optimierung? Suchmaschinen könnten dadurch an Relevanz immer weiter verlieren, gilt Facebook doch heute schon als großer Traffic-Lieferant.

Ich für meinen Teil bleibe vorerst bei WordPress, die Möglichkeiten bei Facebook sind doch noch sehr begrenzt. Aber wenn es dem blauen Riesen einfallen sollte, da etwas auszubauen…

Schmelzende Steine

Der Marktanteil von Googles Chrome Browser dümpelt noch immer unter 10%, während Microsofts Internet Explorer fast 60% hält und Firefox stabil ein Viertel des Marktes für sich beansprucht. Mit RockMelt drängt nun quasi Chrome 2.0 auf den Markt, der von ehemaligen Netscape-Machern entwickelt wird und auf Chromium-Basis läuft. In den Beta-Test darf nur einsteigen, wer sich über Facebook dazu anmeldet und dann vielleicht eine Einladung erhält oder von anderen Nutzern eingeladen wird. Kein Wunder – der Browser will das Fenster zum Social Web sein, mit Sidebars für Facebook-Kontakte, Newsfeeds aus Facebook und Twitter und RSS-Feed-Service. Entsprechend groß ist der Hype, Testaccounts sind begehrt und jedes Techblog berichtet fleißig, die Frage ist, wie viel Marktpotenzial ein Browser mit diesem Funktionsschwerpunkt hat.

Ich bin kein Techblogger, daher will ich diese Frage gar nicht weiter erörtern und über den fragwürdigen Umgang mit Daten berichten andere ausführlicher und besser (z. B. Spiegel Online und Netzwertig). Allerdings habe ich jetzt 24 Stunden intensive RockMelt-Nutzung hinter mir und mich beschäftigt die Frage: Brauche ich diesen Browser? Macht er meine Social Web-Nutzung einfacher und rechtfertigt die Datenschutzrisiken?

Vision…

RockMelt will mein Client für alles sein und mir helfen, Webseiten, Kontakte, Updates und Interaktion übersichtlich zu organisieren, damit ich mich im Web wie zuhause fühle. Das verspricht das Promo-Video mit Feelgood-Musik und Toby, der dank RockMelt sein neues Leben in einer neuen Stadt ganz toll findet:

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=bAPKPhoTqFY&fs=1&hl=en_US]

Die Sache hat nur einen Haken: Alles, was im Video so selbstverständlich mit RockMelt verknüpft wird und für die guten Vibes sorgt, ist ein Service anderer – Facebook, Twitter, Foursquare und Co. (und wir alle wissen, dass Schildkrötenrennen in der Kneipe im Erdgeschoss nicht dem Browser zu verdanken sind). Die wahre Herausforderung eines Browsers, der alles integrieren will, liegt nicht darin, lediglich Zugriff auf diese Services zu ermöglichen, sondern dies übersichtlich und zuverlässig zu organiseren. Und darin muss er besser sein als externe Clients, webbasierte Apps und andere Browser. Ein hoher Anspruch.

… und Wirklichkeit

Wer Chrome kennt, kennt RockMelt. Hinzugekommen sind die bereits erwähnten Leisten links und rechts, die Kontakte anzeigen und Zugriff auf Newsstreams und Feeds ermöglichen. Soweit, so übersichtlich, nett auch die Idee eines „Share“-Buttons neben der URL-Leiste, über den Links mit nur einem Klick geteilt werden können. Die Stärke: Messaging mit einem Klick und Update-Benachrichtung von Streams und Feeds in einem Fenster, genau das, was das Promo-Video sehr anschaulich zeigt.

Aber hier liegt zugleich auch die Schwäche: Ein offener Facebook-, Twitter- oder Webplication-Tab ist ebenfalls nur einen Klick entfernt, zeigt mir in der Regel auch direkt an, ob Updates vorliegen und, rufe ich den Tab auf, bietet mir eine wesentlich umfangreichere und übersichtlichere Darstellung. Dashboards wie HootSuite zeigen mir was ich will auf einen Blick, der Wechsel in ein anderes Browserfenster fällt nicht weiter ins Gewicht. RSS-Feeds direkt im Browser abonnieren zu können ist ebenfalls zunächst elegant, bietet aber bei weitem nicht den Nutzen, den ein ausgewachsener Reader liefert und ist damit keine echte Alternative. Denn wie man das Blatt dreht oder wendet: Informationen zu organisieren, zu priorisieren und damit Zeit zu sparen ist das Kernproblem intensiver Internetnutzung, besonders im Social Web. Für diesen wortwörtlichen Strom an Infos sind die Kanäle und Schleusen von RockMelt einfach nicht breit genug.

Fazit

Für intensive Nutzer des Social Webs ist RockMelt zwar gedacht, aber in der Praxis reicht der Funktionsumfang (noch) nicht aus. Zudem leidet die Beta noch unter Kinderkrankheiten wie lahmenden Updates und Synchronisationsproblemen. Mit integriertem Messaging und rudimentären Feed-Optionen ist RockMelt für weniger anspruchsvolle Nutzer zwar geeignet, aber damit verfehlt der Browser seine eigene Zielgruppe. Der Erfolg von RockMelt im hart umkämpften Browsermarkt hängt aber von seiner Social Media-Kompatibilität ab. Wägt man den Nutzenzugewinn gegen die bisher dokumentierten Datenschutzmängel auf, bleibt unterm Strich eine negative Bilanz. Für mich heißt es erstmal zurück zu Firefox und Google Reader, auch wenn ich einen integrierten Chatclient ganz nett und das RockMelt Logo wirklich hübsch finde.

Das Samsung Galaxy Tab – Erste Eindrücke

Gestern endlich erhielt ich mein neues „Handy“. Nun Handy sollte in diesem Zusammenhang vielleicht nicht als Begriff benutzt werden. Sagen wir Mobilgerät. Nachdem ich zunächst ein HTC Desire HD vorbestellt hatte, habe ich mich auf Grund der langen Lieferzeiten (bei Amazon immer noch nicht lieferbar) für das Samsung Galaxy Tab entschieden. Im Gegensatz zum 4.3″ „kleinen“ Desire HD ist das Galaxy Tab mit einer Diagonale von 7″ um einiges größer. Und es kostet auch mehr. Es ist sogar teurer als so manches iPad. Warum also für ein kleineres Gerät als das iPad mehr Geld ausgeben? Die Antwort ist einfach: Ich kann damit telefonieren und es läuft mit Android 2.2.

Nun hatte ich (theoretisch) 24h Zeit, mich mit dem Gerät auseinander zu setzen. Und hierbei sind mir viele positive Aspekte an dem Gerät aufgefallen, aber auch 2-3 grobe Missstände.

Positiv ist das Display, mit einer höheren Pixeldichte als beim iPad ist es sehr klar, einzig die schnell auftretenden Spuren der Fingerbewegungen stören. Dafür ist es jedoch hell genug auch durch den Schlierenfilm hindurchzuscheinen. Da ich kein Techie bin erspare ich euch die technischen Angaben und Vor- und Nachteile zu dem einen oder anderem Gerät. Die könnt ihr beispielsweise bei Sascha Pallenberg’s Netbooknews nachlesen. Ich sage nur so viel: Es läuft unglaublich schnell, besitzt neben einer CPU auch eine GPU. Programme sind schnell installiert und laufen sehr schnell. Auch die Tatsache dass sowohl eine Frontkamera als auch auf der rückwärtigen Seite eine Kamera angebracht ist (Video-Telefonie also möglich, beim iPhone4 heißt das ja „Facetime“), soll lobend hervorgehoben werden.

Doch gibt es einiges, was mich etwas stört: Das Samsung Galaxy Tab kann NICHT mit einem Mac synchronisiert werden. Ich wunderte mich zunächst, warum mein MacBook Pro das Gerät nicht erkannte, doch kurzes Googlen erklärte es. Ob es nun an Apple oder an Samsung/Google liegt? Keine Ahnung. Für mich bedeutet es, dass ich den seit mehr als einen Monat nicht mehr eingeschalteten Windows Laptop hochfahren musste. Wer Windows kennt, weiß, dass man nach einem Monat nicht einfach hochfahren und loslegen kann… Ärgerlich!

Dann gibt es von Samsung ein Programm zur Synchronisierung der Mobilgeräte mit (Windows-)Rechnern. „Kies“ heißt es und hat auch eine ganz nette Oberfläche. Dummerweise musste ich die 127MB erst einmal herunterladen und installieren, da das Gerät beim Windows7-Rechner nicht auf Anhieb erkannt wurde. Und dann? Unterstützt Kies das Galaxy Tab kaum. Allein die Datensynchronisation war möglich, ich konnte also Musik/Bilder/Videos hin- und herschieben, mehr jedoch nicht. Kontakte, Kalender, etc. konnte ich nicht damit verwalten. Den Samsung App-Store kann ich auch nicht nutzen, da Google bestimmt hat, dass nur der Android Market für Apps zugelassen ist.

Glücklicherweise kam das Galaxy Tab mit einem guten Paket an Apps bereits installiert an und im Android Market finden sich auch viele Apps, doch die Bequemlichkeit am Rechner die Apps herauszusuchen, herunterzuladen und das Gerät zu verwalten, all dies fällt flach.

Zum Glück macht es mir viel Spaß mit dem Galaxy Tab herumzuspielen und ich habe kein Problem damit auch längere Zeit mit dem Touchscreen zu arbeiten. Doch wäre dies nicht so, würde ich mich wahrscheinlich ärgern.

Eines noch: Das gerät kann natürlich ohne Headset zum Telefonieren genutzt werden, jedoch auf Grund der Größe nur mit Lautsprechern, private Gespräche sollten dann möglichst zu Hause geführt werden. Da kein Bluetooth-Headset mitgeliefert wird, sollte man überlegen sich eines zu bestellen.

Bisher bin ich insgesamt jedoch sehr zufrieden damit und werde wahrscheinlich noch viel Spaß haben.

Wie der Open-Source-Gedanke helfen könnte

Schon vor einigen Wochen habe ich ein meiner Meinung nach sehr interessantes Video gefunden. Coalition Of The Willing

Möglichkeiten des Internets vor allem aber des Social Webs, die bereits exisitieren, sollen genutzt werden um sich weltweit zu vernetzen. Warum? Um nicht weniger zu erreichen, als den Klimaschutz ernsthaft voranzutreiben. Mit den Versprechungen der Politiker unzufrieden, scheint es an der Zeit zu sein, dass die Menschen den Klimaschutz selbst in die Hand nehmen.

Scheint es an der Zeit zu sein, dass Menschen den Klimaschutz selbst in die Hand nehmen? Meiner Meinung nach kann Klimaschutz nicht von der Politik gefordert werden. Politiker können ihn nur fördern. Nein, um den Klimaschutz muss sich jeder selber kümmern.

In dem Video werden die 60er Jahre angesprochen. Die Revolution einer Generation und warum es wieder an der Zeit für eine Revolution ist. Nur dieses Mal mit einem kleinen Unterschied. Die Technologie heutzutage erlaubt oder fordert eine andere Art der Revolution, wenn es überhaupt eine Revolution sein muss.

Ich finde viele Ideen und Überlegungen aus dem Video sehr interessant und sehe durchaus Potential darin. Doch nun kommt es auf uns an. Wir müssen aktiv werden, wir müssen uns vernetzen und unser eigenes spezifisches Wissen mit anderen Teilen. Der Open Source Gedanke ist für mich sehr ansprechend. Ich bin selber zwar nur Pseudo-Open-Source-Software Nutzer (In Form des Android-OS meines Handys) aber die Idee dahinter ist es, die wichtig ist.

Ich möchte hier keine neue Bewegung auf Basis dieses Videos starten, aber ich habe mich dieser Coalition of the Willing angeschlossen. Ich möchte die Gedanken und Bemühungen weitertragen und hoffe, dass ihr zumindest das Video interessant findet.