Das neue Rockmelt – eine Reader-Alternative?

Gestern Abend sah ich es zum ersten Mal. Heute morgen habe ich es mir etwas genauer angesehen: Das neue Rockmelt.

Update: Rockmelt hat hier einen interessanten Beitrag mit Anleitung zum Import der Google Reader Quellen in Rockmelt.

Das neue Rockmelt

Beim öffnen eines neuen Tabs wird mir dieser Screen angezeigt. Also über den „Most visited Sites“ steht prominent: Teste den neuen Rockmelt! Und das habe ich dann mal gemacht. Wie schon früher, muss man sich mit Facebook anmelden – nicht umsonst wurde Rockmelt auch als Facebook Browser bezeichnet. Anschließend kann man noch eigene Interessen angeben und schon geht es los. Ein paar Sekunden Ladezeit und es erscheint Pinterest eine Pinterest-artige Darstellung meines Newsfeeds:

Rockmelt Start - David Philippe

Dabei zieht sich Rockmelt die Infos aus unterschiedlichen Quellen. Wenn ich auf den Reiter „Freunde“ gehe, sehe ich beispielsweise nur, was meine Facebook Freunde, Facebook Seiten und die von mir verfolgten Twitterer gepostet haben. Im „Home“ Bereich wird dies noch um weitere Quellen ergänzt, die meinen zuvor angegebenen Interessen entsprechen. Klicke ich auf einen Link, öffnet sich eine Vorschau des Beitrages, ich mache das mal am Beispiel von Richard Gutjahrs Artikel zu Facebook Home, der mir gerade im Feed angezeigt wurde:

Beitragsvorschau Rockmelt - David Philippe

Ich weiß nicht, ob das als Klick auf Richards Artikel gewertet wird, aber ich kann mir den Beitrag komplett durchlesen, teilen, liken, etc. Wenn ich ganz nach unten scrolle, kann ich den Artikel auch auf der Originalseite ansehen. Gerade hatte ich dann das Problem, im Nachhinein den Beitrag von Richard wieder zu finden. Muss ich jetzt komplett herunterscrollen, bis ich ihn zufällig wieder finde? Nicht ganz, wenn ich die Quelle kenne, kann ich einfach mal die Suche bemühen:

Rockmelt Suche - David Philippe

Und wenn ich hier die Quelle „G! gutjahrs blog“ auswähle, wird mir eine Übersicht der Quelle angezeigt, mit den letzten Beiträgen. Sehr hilfreich!

Rockmelt Quellenansicht - David Philippe

Natürlich möchte ich mir nicht immer die Quelle merken. Wenn ich einen interessanten Beitrag gefunden habe, kann ich mir aber auch die „Kachel“ (so bezeichnet Rockmelt die einzelnen Feedelemente) bookmarken.

Rockmelt Kachel Interaktion - david Philippe

Diese taucht dann unter meinen gebookmarkten Kacheln auf:

Gebookmarkte Kacheln - David Philippe

Also auf den ersten Blick wirkt das ganze sehr cool. Die Frage ist nur, wie es sein wird, wenn ich es auf dem zweiten Bildschirm permanent offen habe: Kann ich die ganzen Infos genau so mitverfolgen wie auf Hootsuite meinen Twitterfeed? Das ganze gibt es übrigens auch als iOS App. Ich hoffe nur, dass es auch bald als Android App erscheint, denn die iOS App ist ziemlich sexy.

Facebook Anzeigen Grundlagen – Teil 4: Das Pricing

Der letzte Teil der Mini-Serie: Nach dem ersten und zweiten Teil, erläuterte ich im dritten Teil die Targeting Optionen. Es fehlt nun nur noch der Bereich des Pricings für die Facebook Anzeigen. Wie viel kosten Facebook Anzeigen und was sollte man beachten?

Teil 4: Pricing und Zielsetzung für Facebook Anzeigen

Steht das Format der Anzeige und wurde das Targeting für diese Anzeige einmal vorgenommen, fragte Facebook früher abschließend noch nach der Zielsetzung der Anzeige (Sollen die Leute auf „Gefällt mir“ bei der Facebook Seite klicken, oder auf die Anzeige selbst klicken?) und nach einer Preisvorstellung. Dies geschieht nun nicht mehr, da im Vorfeld ja gefragt wird ob man Fans gewinnen möchte, oder das Engagement steigern will.

Wichtig ist also, zu wissen, was man mit den Anzeigen erreichen möchte, die man schaltet. Sollen die Leute die Anzeige sehen, oder vor allem auf sie klicken?

1) Zielsetzung „Gefällt mir“ klicken, sichtbar sein:

Entscheidet man sich für diese Option, so erhält man anschließend beim Pricing folgende Auswahl:

Facebook Anzeigen Pricing Kosten Auswahl

Hier kann man eine neue Kampagne anlegen, oder (oben rechts) eine bestehende Kampagne auswählen. Man kann den Preis an sich jedoch nicht selbst wählen.

Das liegt daran, dass man ein von Facebook optimiertes CPM Bezahlsystem wählt, sobald man sich für die „Gefällt mir“ Option entscheidet. Hier zeigt Facebook die Anzeige den Nutzern an, die mit einer hohen Wahrscheinlichkeit auf „Gefällt mir“ klicken werden. Dabei zahlt man pro 1000 Anzeigen (Cost per Million = CPM).

Wann lohnt sich dieses Pricing? Vor allem dann, wenn die Anzeigen dazu dienen sollen, neue Fans für eine Facebook-Seite zu generieren, lohnt sich dieses Verfahren. Durch die von Facebook optimierte Aussteuerung der Anzeige der Werbeanzeigen, wird die Effizienz deutlich gesteigert.

2) Zielsetzung „auf meine Werbeanzeige klicken“

Weil das Ziel dieser Werbung ist, dass sie auch angeklickt wird, sollte auch diese Option ausgewählt werden.

Facebook Anzeigen Auswahl Pricing Kosten

Der Unterschied zur „Gefällt mir“ Option zeigt sich ganz unten: Hier kann man ein Maximalgebot für einen Klick auf die Anzeige angeben oder sich für die automatische Optimierung entscheiden.

Facebook bietet einen Vorschlag für das Gebot an (groß in der Übersicht) und stellt einen wahrscheinlichen Wert von vornherein ein. Hier empfiehlt es sich aber, zwecks Steigerung der Anzeigewahrscheinlichkeit, diesen Wert deutlich zu erhöhen. Unter 1€ pro Klick wird nichts eingestellt. In diesem Beispiel (Vorgeschlagenes Maximalgebot von 1,61€) würde eher ein Wert von 2€ pro Klick gewählt werden. Mit einem deutlich höheren Maximalgebot kann man sich, ähnlich wie bei eBay, den Werbeplatz eher ersteigern, als mit einem von Facebook vorgeschlagenem Gebot.

Wann lohnt sich dieses Pricing? Gerade dann, wenn man sichergehen möchte, dass die Werbeanzeige auch gezeigt wird und entsprechend auch angeklickt wird, sollte man dieses Pricing-Modell wählen. Insbesondere für Page Post Ads ist dieses Modell deutlich besser geeignet.

3) Budgets und Kampagnen

Bei beiden Varianten kann man eine neue Kampagne oder eine bereits bestehende Kampagne auswählen, unter der die Werbeanzeige dann laufen wird.

Möchte man eine neue Kampagne einstellen, benennt man diese Kampagne und wählt das Budget aus. Wichtig ist dabei zu unterscheiden, ob man ein Tagesbudget  eingeben möchte, oder aber ein Laufzeitbudget.

Beim Tagesbudget wird das eingegebene Budget als Limit für die Ausgaben für Anzeigen gewählt – pro Tag, jeden Tag aufs Neue! Dies geschieht so lange, bis die Kampagne gestoppt wird.

Beim Laufzeitbudget wird das gesamte Budget auf die gesamte Laufzeit der Kampagne aufgeteilt. Dies geschieht von Facebook automatisch. So wird gewährleistet, dass auch am letzten Tag der Kampagnenlaufzeit noch Budget vorhanden ist, um die Anzeigen zu finanzieren. Das Laufzeitbudget wird niemals überschritten werden. In der Regel wird es jedoch komplett aufgebraucht.

Bei einer Werbeanzeige, die einer bestehenden Kampagne hinzugefügt werden soll, klickt man oben rechts auf das Feld „bestehende Kampagne verwenden“. So muss nichts weiter eingestellt werden, da die Kampagne bereits früher definiert worden ist.

Sehr wichtig: Es sollten NIE verschiedene Anzeigenformate unter einer einzelnen Kampagne zusammengefügt werden. Facebook steuert selbst bereits aus, welche Anzeigen einer Kampagne gut funktionieren und pusht diese. Daher sollte eher das Budget für die unterschiedlichen Anzeigenformate aufgeteilt und für jedes Format eine eigene Kampagne erstellt werden.

Facebook Anzeigen Grundlagen – Teil 3: Das Targeting

Nachdem ich im ersten Teil die Anzeigen zur Fan-Gewinnung und im zweiten Teil die Anzeigen auf Seitenbeiträge behandelt habe, wird es nun Zeit, sich mit dem Targeting bei Facebook Anzeigen zu befassen.

Teil 3: Das Targeting für Facebook Anzeigen

Eine Werbeanzeige kann noch so gut designed und getextet sein, wenn sie nicht die Zielgruppe erreicht, wird sie nicht erfolgreich sein. Dies gilt auch bei Facebook Anzeigen. Facebook bietet sehr genaue Targeting-Optionen, wodurch die Effizienz der Anzeigen sehr stark beeinflusst werden kann.

1) Demografische Daten (Alter, Geschlecht, Wohnort):

Facebook erlaubt eine Auswahl der Zielgruppe nach mehreren Daten. Dabei sind die ersten und wichtigsten Daten das Alter, das Geschlecht und der Wohnort der Facebook Nutzer.

Facebook Anzeigen Targeting Demografie

Die erste Auswahl ist der Ort: Dabei kann man grob nach Ländern sortieren, also Deutschland, Österreich, Schweiz, etc. oder aber genauer nach Städten. Facebook erlaubt es leider nicht, nach Bundesländern zu sortieren. Möchte man nur ein Bundesland ansprechen, muss man daher die Städte in dem jeweiligen Bundesland eingeben und den Einzugsbereich („Städte im Bereich X Meilen“) auf den maximalen Wert von 50 Meilen (80km) setzen.

Das Alter lässt sich für einen gewissen Zahlenbereich oder ein ganz genaues Alter wählen. Weiterhin kann man die Geschlechterbestimmung offen lassen oder ein spezielles Geschlecht targeten. Ich empfehle hier generell ab 18 Jahren zu targeten. In den meisten Fällen sind die jüngeren User nicht so relevant.

2) Interessen, die bei Facebook angegeben werden:

Durch die einzelnen „Gefällt mir“ Angaben und freien Interessenangaben der Nutzer erhält Facebook eine Vielzahl an Daten. Daher ist es möglich, die Zielgruppe auf Grund von Interessen auszuwählen. Hier gibt es zwei Möglichkeiten:

Targeting Facebook Werbung nach Interessen

a) Man gibt präzise Interessen an, wie „Schlittschuhlaufen“ oder „Astrologie“.

b) Man wählt erweiterte Kategorien aus. Hier wird zunächst grob nach „Aktivität“, „Veranstaltungen“, „Familienstatus“ und ähnlichem vorsortiert und anschließend bieten sich ausführlichere Auswahlmöglichkeiten.

Man kann so beispielsweise frisch verheiratete Menschen auswählen, die sich für Literatur und Wellness interessieren und kürzlich umgezogen sind. Dabei gerne Luxusgüter und Modeartikel kaufen und auf Bier/Alkohol/Spirituosen stehen.

Gerade bei sehr spezifischen Anzeigen bieten die Interessenkategorien eine Möglichkeit, die Nutzer zu erreichen, die später auch ein gewisses Interesse an der Seite haben.

3) Verbindungen:

Facebook bietet weiterhin die Möglichkeit, auszuwählen, ob die Werbung nur bestehenden Fans, nur Facebook Nutzern, die noch keine Fans der Facebook Seite sind oder aber mit einer bestimmten anderen Facebook Seite verbunden sind.

Gerade bei Anzeigen zur Fanakquise macht es beispielsweise wenig Sinn, diese auch den bestehenden Fans anzuzeigen. Andersherum ist es sinnvoll, Anzeigen, die bestehende Fans reaktivieren soll, nur den bestehenden Fans anzuzeigen.

Targeting Facebook Werbung Verbindungen

4) Erweiterte Auswahlkriterien:

Zuletzt gibt es noch die erweiterten Auswahlkriterien. Hier kann man auswählen, an welchem Geschlecht die Nutzer interessiert sein sollen, welchen Beziehungsstatus sie haben, welche Sprache sie sprechen und welchen Ausbildungsstand sie haben. Interessant: Wenn der Arbeitgeber eine Facebook Seite besitzt, kann auch dieser noch als Auswahlkriterium eingefügt werden.

Ausbildung und Arbeitgeber ist gerade im Recruiting sehr interessant. Achtung! sucht neue Arbeitskräfte, diese sollten möglichst studiert haben und bei einem Wettbewerber arbeiten. Also werden die Namen der Wettbewerber eingegeben (sobald eine Facebook Seite existiert, wird diese dann ausgewählt, gibt es keine, fällt dieser Wettbewerber aus dem Targeting aus) und Hochschulabsolventen als Zielgruppe bestimmt.

Targeting Facebook Anzeigen erweiterte Optionen

Facebook bietet also sehr gute Auswahlmöglichkeiten für die Zielgruppendefinition. Diese sollten auf jeden Fall genutzt werden. Facebook Anzeigen, die schlicht „alle in Deutschland“ als Zielgruppe haben, sind deutlich weniger effizient, als Anzeigen mit einer klarer und spitzer definitierten Zielgruppe.

Facebook Anzeigen Grundlagen – Teil 2: Anzeigen aus einem Seitenbeitrag

Im ersten Teil dieser Mini-Serie ging es darum, wie man vor allem für die Fan-Gewinnung Anzeigen schalten kann. Dies erfolgt vor allem via „Standard Anzeigen“ und „Sponsored Stories“. Im zweiten Teil geht es um die Bewerbung eines Seitenbeitrags, um das Engagement zu steigern.

Teil 2: Wie erstellt man eine Anzeige „aus einem Seitenbeitrag“

Diese besondere Form der Facebook Anzeigen ist nur verfügbar, wenn man Werbung für eine Facebook Seite macht. Auch hier werden die Anzeigen über den Facebook Anzeigen Manager erstellt: Zu finden ist dieser unter http://www.facebook.com/advertising und dort unter „Verwalte deine Anzeigen“ oder durch direkte Anwahl http://www.facebook.com/ads/manage.

1) Wofür sind Anzeigen aus einem Seitenbeitrag geeignet?

Anzeigen aus Seitenbeiträgen sind vor allem dazu geeignet, das Engagement der bestehenden Fans der Facebook Seite zu steigern. Ansprechende Bilder, Umfragen, spannende Videos – all das ist potenzielles Material für eine Anzeige aus einem Seitenbeitrag.

Vor allem dann, wenn der Beitrag auf der Seite bereits gut angenommen wird, kann man diesen positiven Trend noch mit etwas Werbung unterstützen.

2) Auswahl der Seite, für die man die Anzeige erstellen möchte

Das Vorgehen ist zunächst exakt wie bei den „normalen“ Anzeigen zur Fangewinnung. Man klickt im Facebook Anzeigen Manager oben rechts auf den Button „Werbeanzeige erstellen„, woraufhin man auf dieser Seite landet:

FB Ad Manager

Auch hier mache ich das am Beispiel der Facebook Seite Für mehr American Football im deutschen Fernsehen:

Facebook Werbung Seite auswählen

3) Einen Seitenbeitrag auswählen, der beworben werden soll

Hier kommt der erste Unterschied zu den normalen Anzeigen: Wir wollen nicht die Seite allgemein bewerben, sondern einen bestimmten Beitrag auf der Facebook Seite (hier: Für mehr American Football im deutschen Fernsehen). Daher wählen wir also diese Option aus:

Page Post Ads Facebook Auswahl

Was wird beworben? Immer der neueste Beitrag, oder ein ganz bestimmter Beitrag

Nun bieten sich mehrere Möglichkeiten. Soll automatisch der neueste Beitrag der Seite beworben werden, oder ein ganz spezieller Beitrag? Es empfiehlt sich in den meisten Fällen, den Beitrag selbst auszusuchen und daher einen bestimmten Beitrag zu bewerben. So hat man die größte Kontrolle darüber, was in der Anzeige zu sehen ist.

Page Post Ads Facebook Auswahl Beitrag

Wählen wir nun ein Bild aus (Facebook kürzt den Beitrag manchmal zu „Photos“), erhalten wir für diese Auswahl folgende Anzeige. Es fällt auf, dass hier auch Sponsored Stories erstellt werden können, die anzeigen, wenn Facebook User mit dem Beitrag interagieren. Dies ist eine Sonderform von Sponsored Stories, die ich im ersten Teil nicht erwähnt habe.

Page Post Ad Auswahl Beispiel

Passend zu dem Originalbeitrag:

Beispielbeitrag

Aber auch für Textbeiträge, Links, Videos, Eventhinweise, Angebote und alle anderen Seitenbeiträge können Anzeigen erstellt werden.

Das war der zweite Teil der Facebook Anzeigen Serie. Im dritten Teil zeige ich euch, wie man das Targeting bei Facebook Anzeigen vornehmen kann.

Facebook Anzeigen Grundlagen – Teil 1: Standard Anzeigen und Sponsored Stories

Ich dachte mir, da ich mich eh mit dem Thema Facebook Anzeigen beschäftige und sich langsam so ein Grundstock an regelmäßigen Fragen abzeichnet, kann ich auch eine kleine Serie zu Facebook Anzeigen machen. Diese Mini-Serie soll ganz basic sein und sich vor allem an Anfänger und Einsteiger richten. Also, wer schon Erfahrungen mit Facebook Anzeigen hat, wird hier wohl kaum neues finden.

 Teil 1: Wie erstellt man eine Facebook Anzeige

Anzeigen werden im Facebook Ad Manager erstellt. Zu finden ist dieser unter http://www.facebook.com/advertising und dort unter „Verwalte deine Anzeigen“ oder durch direkte Anwahl http://www.facebook.com/ads/manage.

1) Auswahl der Seite, für die man die Anzeige erstellen möchte

Im Facebook Ad Manager gibt es oben rechts den kleinen Button „Werbeanzeige erstellen„. Klickt man auf diesen Button, erscheint eine Auswahl mit den eigenen Facebook Seiten. Hier trifft man die Auswahl der Seite, die man bewerben möchte.

FB Ad Manager

Facebook Werbung Seite auswählen

Hat man die zu bewerbende Seite ausgewählt, ist zu entscheiden, welche Form einer Anzeige man erstellen möchte. Das hängt natürlich mit der Zielsetzung zusammen. Will man mehr Fans für die Seite generieren, sollte man die Seite allgemein bewerben, soll das Engagement auf der Seite angetrieben werden, dann sollte man mit einem Pagepost werben.

2) Wählen der entsprechenden Werbeform für eine Anzeige, die mehr Fans generieren soll

Bei einer Bewerbung der Seite allgemein kann man zwischen „normalen Ads“ oder sogenannten „Sponsored Stories“ auswählen. Mittlerweile bietet Facebook hier eine einfache Auswahl zu „Mehr Fans gewinnen“ – „Einen Beitrag bewerben“ und „Erweiterte Optionen“. Ich wähle in der Regel die „erweiterten Optionen“, da man hier mehr Auswahl hat, aber diese einfache Auswahlmöglichkeit sollte jedem Anfänger klar sagen, wo er klicken muss, um mehr Fans zu erhalten.

Facebook Werbung Auswahl für mehr Fans

2.1) „Normale Ads“:

„Normale Ads“ besitzen gegenüber den Sponsored Stories und den Page Post Ads einen grundlegenden Vorteil: Man kann den Text und das Bild der Anzeige frei wählen. So können Anzeigen sowohl inhaltlich, als auch bildlich, auf eine spezifische Zielgruppe anpassen. Die Ansprache kann dadurch effizienter gestaltet werden, wodurch die „Streuverluste“ der Anzeige kleiner gehalten werden können.

Der Text kann bis zu 90 Zeichen lang sein und das Bild sollte ein Format von 100 x 72 Pixel betragen. Weiterhin kann bestimmt werden, auf welchen „Reiter“ der Facebook Seite die Ad leiten soll. Dies kann die Timeline (Chronik), Fotos, Veranstaltungen oder eigene Apps sein.

Facebook Anzeige Fangewinnung Auswahl

Die Vorschau der Anzeige wird direkt neben dem Eingabefeld angezeigt. So sieht man sofort, wie die Anzeige später aussehen wird.

2.2) Sponsored Stories:

Anders als bei den „normalen Ads“ erhält man bei Sponsored Stories keine Auswahl zum Text oder zum Bild der Anzeige. Eine „Sponsored Story“, also eine gesponserte Geschichte, zeigt einem Facebooknutzer lediglich an, dass einer der „Freunde“ von ihm bei der beworbenen Seite „gefällt mir“ geklickt hat.

Ab einer gewissen Fanzahl ist dieses Werbeformat sehr gut geeignet um weitere Fans zu gewinnen. Gerade bei „kleineren“ Facebook Seiten bietet sich diese Werbeform als alleiniges Werbemittel jedoch nicht an!

Facebook Sponsored Storie Auswahl

Die Sponsored Story sieht dann für Nutzer so aus:

 Sponsored Story Beispiel

3) Normale Ad oder Sponsored Story – Was, wofür?

Ganz grundsätzlich empfiehlt sich in den meisten Fällen eine Kombination aus verschiedenen Werbeformaten – abhängig von der Zielsetzung, die mit den Anzeigen erreicht werden soll.

Sponsored Stories dienen einem einzigen Zweck: Der Fanakquise. Es gibt zwar Sonderfälle, aber grundsätzlich gilt: Sponsored Stories dienen der Fanakquise.

Normale Ads können mehreren Zwecken dienen. Sie können sehr gut zur Fanakquise genutzt werden. Vor allem durch eine zielgruppengerechte Ansprache in Text und Bild. Weiterhin können aber durch normale Ads auch Apps promoted werden. Hierzu wird als „Reiter“ die jeweilige App ausgewählt, anstelle der Chronik.

Beide Formate sind jedoch vorwiegend für die Fanakquise geeignet und nicht zur Steigerung des Engagements bestehender Fans.

Das war der erste Teil der Facebook Anzeigen Serie. Im zweiten Teil zeigen ich euch, wie man eine Anzeige aus einem Seitenbeitrag erstellt.

Facebook ist …

Facebook ist …

böse, schlecht, nervig, langweilig, und und und. Ich habe es satt. Überall hört man, wie schlecht oder nervig oder doof Facebook ist. Was mal als Social Network für Studenten begonnen hat, ist nun zu etwas geworden, über das sich gefühlt jeder aufregt. Der Datenkrake, der einen nur ausspionieren will und auch noch dazu zwingt Klarnamen zu verwenden!

Und dann, eigentlich schon seit dem Börsengang, kommt diese unverschämte künstliche Verknappung der Reichweite, die im Oktober 2012 in vielen Blogs thematisiert wurde. Zu dem Thema hat Thomas Hutter auch etwas geschrieben, und zwar etwas gutes und richtiges, wie ich finde. Der Edge Rank ist notwendig und gar nicht so böse, wie wir glauben. Nun habe ich mit meinen Arbeitskollegen im Dezember einen weiteren drastischen Einbruch der Reichweite für viele Facebook Seiten bemerkt. Mein „digitaler Chef“ Luebue hat das einmal auf der Agentur-Seite zusammengefasst und dann im eigenen Blog noch einmal genauer erläutert, da es anscheinend viel Diskussionsbedarf dazu gab. Dazu könnt ihr euch aber auch noch ein Interview bei LEAD digital durchlesen.

Ich denke, das meiste ist hierzu gesagt und ich muss das nicht alles wiederholen. Darum nur in Kürze, meine Meinung: Ja, der Algorithmus von Facebook funktioniert. Ja, dadurch wird die Reichweite reduziert. Ja, da gibt es für viele Community Manager und Admins spätestens jetzt Handlungsbedarf. Nein, dies geschieht nicht nur, weil Facebook mehr Geld via Werbung einnehmen möchte. Nein, das ist nicht grundsätzlich neu, allein die Deutlichkeit der Konsequenzen ist gestiegen.

Also, anstatt gegen den Algorithmus und Facebook zu wettern, hört lieber auf, Katzenbildchen zu posten und bringt Beiträge, die für eure Community relevant sind und sie womöglich dazu animieren, zu diskutieren!

Graph Search ist…

Der zweite Punkt, der spätestens im Laufe des Tages durchdiskutiert wird, ist die auf der gestrigen Pressekonferenz von Facebook präsentierte „Graph Search“. Facebook hat eine ganz neue Suche vorgestellt, hier findet ihr die Pressemitteilung von Facebook dazu. In dem wirklich lesenswerten Beitrag von Martin (ich verlinke ihn gerne nochmal, für die, die ihn zwei Sätze vorher nicht bemerkt haben) empfiehlt er allen, die keine Zeit haben, sich die Vielfalt an Beiträgen zu dem Thema durchzulesen, diese eine Analyse und Meinung dazu durchzulesen: Die von John Batelle.

Was ich in Deutschland erwarte ist, wie immer, eine typische „Zurückhaltung der Begeisterung“, was dieses neue Angebot angeht. Weiterhin wird es eine Privatsphäre- und Datenschutzdiskussion dazu geben. Ob berechtigt oder nicht, sei dahingestellt. Fakt ist aber, dass Facebook selbst immer wieder betonte, dass die Graph Search nur die Daten aufgreift, die dem einzelnen Nutzer sowieso zugänglich sind. Und in diesem Satz verbirgt sich weit mehr, als nur der Hinweis auf Datenschutz!

Die Graph Search ist nämlich in sofern interessant, als dass das Suchergebnis für jeden Nutzer anders sein wird! Wenn ich nach Restaurants in Paris suche, die meine Freunde gut finden, erhalte ich ein ganz anderes Ergebnis, als mein Kollege, der ja ganz andere Freunde hat. Klar, es wird immer Schnittmengen geben, aber hier werden die Suchergebnisse auf Basis meine Social Graphs herausgegeben! Ich finde das sehr sehr spannend und freue mich schon darauf, das zu testen!

Aber zurück zum eigentlichen: Als ich gestern die Präsentation via Liveblog verfolgte, war ich bereits ziemlich beeindruckt, was da passiert. Aber leider gibt es bereits Beispiele, die auch die Schattenseiten Folgen des Graph Search aufzeigt. Die Leute werden auf die eine, oder andere Art merken, was sie mit der Welt, oder ihren „Freunden“ teilen. Es ist nicht neu, dass jeder mal seine Privatsphäre-Einstellungen checken sollte. Und keiner wird automatisch Fan von dubiosen Seiten. Wir alle posten selbst unsere Beiträge (also in den meisten Fällen). Also bitte, bitte, tut mir zwei Gefallen: Jammert nicht schon wieder rum! Und denkt verdammtnochmal nach, was ihr macht! Im Netz und auch jenseits davon.

Schreibfehler und Inkonsistenzen in meinem Denken schreibe ich der Uhrzeit und dem Mangel an Kaffee zu!

Ingress – wie Google mit einem Spiel User freiwillig Daten sammeln lässt

Gerade eben bekam ich meine Freischaltung für das neue Spiel von Google: Ingress. Für alle, die nicht wissen, was das ist, schaut euch diesen Trailer an:

Der Anfang des Spiels, nach der Installation hat mich schon begeistert, aber dann wurde mir klar, wie genial Google eigentlich ist. Lasst es mich erklären:

Google hat ein kleines Problem: Nokia hat vor kurzem eine „Turn-by-turn“ Navigation für Fußgänger angekündigt und es ist wahr, Nokias Navigationsprogramm auf den Lumia-Geräten ist sehr sehr gut. Doch Google möchte nachziehen, eine Navigation für Fußgänger ist wirklich interessant und ein Markt, den Google nicht unbeachtet lassen kann.

Doch um eine solche Navigation zu ermöglichen, benötigt Google Daten. Viele Daten. GPS-Daten, Bilder, Videos, und und und. Daten sind für Google immens wichtig. Und gerade jetzt, wo Google solche Daten benötigt, kommt dieses Spiel heraus: Ingress. Ziel des Spiels ist es, dass die Spieler mit ihrem (GPS aktiven!) Smartphone virtuelle „Energie“ einsammelt und sogenannte „Portale“ besuchen, die hauptsächlich an öffentlich Kunststätten, Büchereien oder anderen Sehenswürdigkeiten, die draussen sind, befinden. Kurzum: Eine Aktivität draussen ist eines der Hauptziele dieses Spiels!

Man trägt also ein Smartphone mit aktivem GPS, einer Kamera und einem Beschleunigungssensor bei sich und folgt den Anweisungen des Spiels. Die Daten, die für das Spiel benötigt werden, werden natürlich gespeichert. Der Spieler bewegt sich meist zu Fuß durch die Stadt (oder Städte) und sammelt Energie und besucht Portale… Merkt ihr was?

Ich habe das Spiel gerade erst angetestet, aber es würde mich nicht wundern, wenn man später auch geo-getaggte Bilder machen muss, um Missionen zu erzielen. Von sogenannten Portalen. Und ich würde es machen. Denn das Spieldesign gefällt mir nach 10 Minuten schon so gut und ich finde es spannend, dass ich es machen wollen würde.

Google schafft es also, eine Unmenge an Menschen freiwillig dazu zu bringen, eine Art GPS Fußgänger-Armee zu sein und Daten zu sammeln, ohne dass sie es als Arbeit ansehen. Sie MÖCHTEN es machen. Weil es Spaß macht. Es ist ein Spiel. Und wie es mir im Moment erscheint, ein gutes Spiel, dass Google benutzt, um Daten zu sammeln.

Das ist noch besser als das SETI Projekt. Und dafür muss ich sagen: Respekt Google. Ich finde das gut. Jetzt müsste ich nur noch einmal die Terms & Conditions ins kleinste Detail lesen, um zu erfahren, ob ihr das auch alles kommuniziert, was ihr machen könntet mit den Daten 🙂

Personen die darüber sprechen, sprechen gar nicht darüber?

Facebook und die Statistiken, für viele Leute ist das ein Buch mit vielen Siegeln, mindestens jedoch ein Übel, dass – je nach Reportingfrequenz – mit einer Regelmäßigkeit auf Community Manager und Berater zu kommt.

Eine wichtige Kennzahl ist dabei die Zahl der „Personen die darüber sprechen“. Was bedeutet diese komische Zahl eigentlich? Im englischen Facebook heißt es hier:

People talking about this definition

Also die Anzahl der einzigartigen Personen, die in einem bestimmten Zeitraum eine „Story“ über die Facebook Seite geschaffen haben. Dazu zählt jeglich Aktion, wie „die Facebook Seite liken“, „einen Kommentar auf der Facebook Seiten-Pinnwand hinterlassen“, „eine Frage der FB Seite beantworten“, „auf eine Eventeinladung reagieren“, „Die Seite in einem Foto taggen“, „Bei einem Place einchecken, oder ihn empfehlen“ und wichtig: „Einen Seitenbeitrag kommentieren, liken oder teilen“.

Nun habe ich bei den vielen Seiten die ich betreue in den letzten Wochen einen signifikanten Einbruch der Zahl derer festgestellt, die „darüber sprechen“. Vor allem dort, wo keine Werbung zur Fanakquise im Spiel war.

Ist das schlimm? Nun, häufig ist eine Kennzahl für den „Erfolg“ des Engagements bei Facebook ein „Interaktionsindex„, der in der Regel aus der Zahl der „Personen die darüber sprechen“ (PTAT) geteilt durch die Anzahl der Fans der Facebook Seite generiert wird. Also „PTAT/Fanzahl“=“Interaktionsindex“. Sinkt also der PTAT-Wert, sinkt der Interaktionsindex!

Warum bricht nun dieser „PTAT“ Wert so drastisch ein? Eine Erklärung könnte sein, dass die Berechnung des Wertes sich eventuell verändert hat! Wie ich darauf komme? Nun, stellt man Facebook auf die deutsche Sprache um, wird der „PTAT“ Wert wie folgt definiert:

Personen die darüber sprechen definition deutsch

Einen Moment mal! Wo ist denn da die Passage hin, die besagte, dass dort auch die „Kommentare, likes und shares eines FB Seitenbeitrages“ mit in den PTAT Wert einfließen? Also im Deutschen stand da im April zumindest noch dieser Passus! Dieser ist nun verschwunden.

Das bedeutet also, die Zahl derer, die „darüber sprechen“ spiegelt kaum die tatsächliche Interaktion der Fans (und anderer Facebook Nutzer) mit der Facebook Seite wieder! Vielmehr zeigt diese Zahl nun, wieviele neue Fans gewonnen wurden und wieviele davon auf der Facebook Seite einen eigenen Kommentar abgeben.

Wenn ich also nun eine Werbekampagne starte, die mit einem immensen Budget für ganz viele neue Fans sorgt, dann springt mir dieser Wert nur so nach oben. Dabei ist es aber vollkommen egal, ob die neuen Fans (und alten Fans ebenso) die Beiträge der Seite kommentieren, liken oder teilen!

Damit ergibt sich also, dass der Interaktionsindex gar nicht mehr die Interaktion darstellt! Das sollte für viele Community Manager und Social Media / PR Berater sehr wichtig sein!

Facebook Ads – Bringt das eigentlich etwas?

Facebook ist fest in den Alltag der meisten Leute integriert. Wir loggen uns morgens ein und checken den aktuellen Status der „Freunde“ und loggen uns abends meist nicht einmal mehr aus. Dank der Smartphones sind wir auch in der Ubahn oder im Bus stets in der Lage unsere Meinung zu unserem Sitznachbarn, der aktuellen Nachrichten oder sonst etwas kund zu tun.

Und dann gibt es noch die unter uns, die sich sogar beruflich mit Facebook auseinander setzen. Wir betreuen für uns, unser Unternehmen oder unsere Kunden Facebook Seiten und beschäftigen uns mit der Community. Wir sind stets bemüht, sie zu involvieren, mit ihnen zu sprechen und auf ihre Bedürfnisse einzugehen. Wir suchen die besten Zeiten, einen Beitrag zu posten aus den Statistiken heraus, wir wägen ab, welche Textzeile am besten mit dem Bild die Nutzer aktiviert. Alles mit zwei großen Zielen: Aktiviere deine bestehende Fans und gewinne neue hinzu!

Dies ist soweit keine hohe Kunst und die meisten von uns schaffen es mehr oder weniger gut. Hierfür ist bis auf die Zeit, die wir in Recherche und Community Management stecken, auch kein größeres Investment nötig. Was aber, wenn ich nun doch ein kleines Budget für Media zur Verfügung habe? Auf Facebook. Bringt das eigentlich etwas? Wer klickt denn auf die Werbung? Haben nicht mittlerweile die meisten Menschen im Internet den Ad Block Plus installiert?

Als jemand, der sich sehr stark mit Facebook Ads beschäftigt, kann ich eines sagen: Die Facebook Ads wirken! Die Nutzer klicken sie an, wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln. Aber nur, wenn man einen guten Text und das passende Bild dazu hat. Wer nicht über das Facebook Sales Team bucht, hat 135 Zeichen für Text zur Verfügung. Hier zählt der pointierte Ausdruck, der zum Klicken verleitet. Ein hübsches, passendes Bild dazu: Super! Zusätzlich empfiehlt es sich, Sponsored Stories zu schalten. Hierbei handelt es sich um ein Werbeformat, bei dem anstatt eines Werbetextes und Bildes die Interaktion der eigenen Kontakte mit einer Facebook Seite angezeigt werden. So kann ich sehen, wer alles die neue Seite vom Kandidaten der letzten Casting-Show geliked hat und all so etwas. Und ob ihr es glaubt oder nicht: Das funktioniert noch viel besser als die Text-Ads! Warum? Ganz einfach: Ich sehe, dass ein „Freund“ von mir, diese Seite gefällt. Ich werde dadurch auf die Seite aufmerksam und klicke darauf. Wenn die Seite dann noch gut ist, ist der Klick zum „like“ nicht mehr fern.

Und just als ich anfing, diesen Beitrag zu schreiben, flatterte bei Facebook dieser Beitrag in meine Timeline: Facebook Timeline for Brands – It’s about storytelling! Diesen Beitrag kann ich nur jedem ans Herz legen. Hier beschreibt Jamie Tedford, CEO von Brand Networks, worauf man seit der Umstellung auf die Timeline für Facebook Seiten achten muss. Und in einem kleinen Unterpunkt erwähnt er auch Werbung. Sponsored Stories um genauer zu sein. Aber ein Satz von ihm stimmt auch für normale Ads: „Stories that are not amplified rarely reach beyond your existing inner circle.“ – Eine Geschichte, egal wie gut, erreicht zunächst immer nur den bestehenden Kreis an Leuten. Und wie wir seit der FMC wissen, im Durchschnitt auch nur 16% der Leute!

Genau hier kommen die Facebook Ads ins Spiel. Aber, ehrlich gesagt, nicht so, wie ich sie oben beschrieben habe. Warum ich jetzt erst etwas so beschreibe und dann was anderes sage? Ich weiß nicht, wie viele von euch schon einmal Ads für eine Facebook Seite geschaltet haben, daher wollte ich eine gute Basis legen. Es gibt aber neben der normalen Text Ad auf Facebook und den Sponsored Stories natürlich eine ganze Menge anderer Ads  auf Facebook. Seit der FMC, bei der immer wieder betont wurde, dass es um die Story geht und nebenbei für die Top Seiten der „Reach Generator“ vorgestellt wurde, bin ich überzeugt, dass man auf Facebook mit „klassischer Werbung“ also schickes Bild und ein knackiger Text dazu, nicht unbedingt die optimale Lösung gefunden hat. Vielmehr kommt es besser an, zumindest meiner Erfahrung nach, wenn man die Ads als sogenannte Page Post Ads einsetzt. Dabei werden Werbungen auf einen Beitrag der Facebook Seite geschaltet. Inhalt der Werbung: Der Beitrag. Dabei hat man weniger Zeichen als sonst zur Verfügung, danach wird (auch mitten im Wort) abgeschnitten. Natürlich kann diese Art der Werbung nur so gut sein, wie der Beitrag, der genutzt wird. Aber wenn da ein guter Beitrag dahinter steht, dann geht die Werbung auch ab!

Und jetzt kommt der Clou: Wurden die früheren Ads nur für die Nutzer angezeigt, die noch nicht Fan der Seite waren (zumindest in den meisten Fällen), so gibt es diese Unterscheidung nun nicht mehr. Facebook hat das Welcome Tab schon entfernt. Und der Beitrag wird eh von allen gesehen, ob Fan oder nicht. Warum sollte man also bei der Werbung auf diesen Beitrag dann unterscheiden? Die Folge ist dabei: Auch bestehende Fans sehen diesen Beitrag wieder! Damit kann man die Quote von sonst 16% durchaus steigern. Die Zugriffszahlen sehen zumindest bei den Ads, die ich betreue sehr gut aus. Ach ja: Der Preis auch! Das erfordert aber etwas mehr Aufwand und eine genauere Beobachtung der Ads.

tl;dr: Facebook Ads bringen durchaus etwas, aber nur dann, wenn sie auch ordentlich konfiguriert und betreut werden.