Facebook Anzeigen Grundlagen – Teil 1: Standard Anzeigen und Sponsored Stories

Ich dachte mir, da ich mich eh mit dem Thema Facebook Anzeigen beschäftige und sich langsam so ein Grundstock an regelmäßigen Fragen abzeichnet, kann ich auch eine kleine Serie zu Facebook Anzeigen machen. Diese Mini-Serie soll ganz basic sein und sich vor allem an Anfänger und Einsteiger richten. Also, wer schon Erfahrungen mit Facebook Anzeigen hat, wird hier wohl kaum neues finden.

 Teil 1: Wie erstellt man eine Facebook Anzeige

Anzeigen werden im Facebook Ad Manager erstellt. Zu finden ist dieser unter http://www.facebook.com/advertising und dort unter „Verwalte deine Anzeigen“ oder durch direkte Anwahl http://www.facebook.com/ads/manage.

1) Auswahl der Seite, für die man die Anzeige erstellen möchte

Im Facebook Ad Manager gibt es oben rechts den kleinen Button „Werbeanzeige erstellen„. Klickt man auf diesen Button, erscheint eine Auswahl mit den eigenen Facebook Seiten. Hier trifft man die Auswahl der Seite, die man bewerben möchte.

FB Ad Manager

Facebook Werbung Seite auswählen

Hat man die zu bewerbende Seite ausgewählt, ist zu entscheiden, welche Form einer Anzeige man erstellen möchte. Das hängt natürlich mit der Zielsetzung zusammen. Will man mehr Fans für die Seite generieren, sollte man die Seite allgemein bewerben, soll das Engagement auf der Seite angetrieben werden, dann sollte man mit einem Pagepost werben.

2) Wählen der entsprechenden Werbeform für eine Anzeige, die mehr Fans generieren soll

Bei einer Bewerbung der Seite allgemein kann man zwischen „normalen Ads“ oder sogenannten „Sponsored Stories“ auswählen. Mittlerweile bietet Facebook hier eine einfache Auswahl zu „Mehr Fans gewinnen“ – „Einen Beitrag bewerben“ und „Erweiterte Optionen“. Ich wähle in der Regel die „erweiterten Optionen“, da man hier mehr Auswahl hat, aber diese einfache Auswahlmöglichkeit sollte jedem Anfänger klar sagen, wo er klicken muss, um mehr Fans zu erhalten.

Facebook Werbung Auswahl für mehr Fans

2.1) „Normale Ads“:

„Normale Ads“ besitzen gegenüber den Sponsored Stories und den Page Post Ads einen grundlegenden Vorteil: Man kann den Text und das Bild der Anzeige frei wählen. So können Anzeigen sowohl inhaltlich, als auch bildlich, auf eine spezifische Zielgruppe anpassen. Die Ansprache kann dadurch effizienter gestaltet werden, wodurch die „Streuverluste“ der Anzeige kleiner gehalten werden können.

Der Text kann bis zu 90 Zeichen lang sein und das Bild sollte ein Format von 100 x 72 Pixel betragen. Weiterhin kann bestimmt werden, auf welchen „Reiter“ der Facebook Seite die Ad leiten soll. Dies kann die Timeline (Chronik), Fotos, Veranstaltungen oder eigene Apps sein.

Facebook Anzeige Fangewinnung Auswahl

Die Vorschau der Anzeige wird direkt neben dem Eingabefeld angezeigt. So sieht man sofort, wie die Anzeige später aussehen wird.

2.2) Sponsored Stories:

Anders als bei den „normalen Ads“ erhält man bei Sponsored Stories keine Auswahl zum Text oder zum Bild der Anzeige. Eine „Sponsored Story“, also eine gesponserte Geschichte, zeigt einem Facebooknutzer lediglich an, dass einer der „Freunde“ von ihm bei der beworbenen Seite „gefällt mir“ geklickt hat.

Ab einer gewissen Fanzahl ist dieses Werbeformat sehr gut geeignet um weitere Fans zu gewinnen. Gerade bei „kleineren“ Facebook Seiten bietet sich diese Werbeform als alleiniges Werbemittel jedoch nicht an!

Facebook Sponsored Storie Auswahl

Die Sponsored Story sieht dann für Nutzer so aus:

 Sponsored Story Beispiel

3) Normale Ad oder Sponsored Story – Was, wofür?

Ganz grundsätzlich empfiehlt sich in den meisten Fällen eine Kombination aus verschiedenen Werbeformaten – abhängig von der Zielsetzung, die mit den Anzeigen erreicht werden soll.

Sponsored Stories dienen einem einzigen Zweck: Der Fanakquise. Es gibt zwar Sonderfälle, aber grundsätzlich gilt: Sponsored Stories dienen der Fanakquise.

Normale Ads können mehreren Zwecken dienen. Sie können sehr gut zur Fanakquise genutzt werden. Vor allem durch eine zielgruppengerechte Ansprache in Text und Bild. Weiterhin können aber durch normale Ads auch Apps promoted werden. Hierzu wird als „Reiter“ die jeweilige App ausgewählt, anstelle der Chronik.

Beide Formate sind jedoch vorwiegend für die Fanakquise geeignet und nicht zur Steigerung des Engagements bestehender Fans.

Das war der erste Teil der Facebook Anzeigen Serie. Im zweiten Teil zeigen ich euch, wie man eine Anzeige aus einem Seitenbeitrag erstellt.

Amazon und die Facebook Nutzer

Mittlerweile haben es sicher fast alle mitbekommen. Auf der Facebook Seite von amazon.de  gibt es gerade ein wenig Unruhe (könnt ihr hier selber sehen). Naja, also es regen sich viele Leute über einen Beitrag der ARD namens „Ausgeliefert! Leiharbeiter bei Amazon“ auf. Der Beitrag lässt Amazon wirklich nicht gut dastehen. Wie genau der Beitrag ist, kann ich nicht einschätzen. Aber er sorgte auf jeden Fall dafür, dass sich nun viele Facebook Nutzer über Amazon und die Behandlung und Handhabe von Mitarbeitern aufregen.

Amazon reagiert nicht auf Facebook – sind die blöd?

Bisher habe ich keine Reaktion auf Facebook gesehen. Wie können die blos nicht reagieren, alle fordern es doch! Sind die blöd? Nein, sind sie nicht. Amazon hat mittlerweile bei chip eine Stellungname abgegeben, in der sie manche Fakten aus dem Bericht korrigieren. Doch auf der Facebook Seite geschieht nichts. Und ich sage: Warum auch? In ein paar Tagen werden sich die Leute ihren Frust ausgeschrieben haben und wieder beruhigen. Einige ent-liken die Facebook Seite und manche werden sogar eventuell die letzte Konsequenz ziehen und nicht mehr bei Amazon einkaufen. Aber ehrlich: Diese Konsequenzen sind meiner Meinung nach so sehr für Amazon zu spüren, wie ein Lufthauch – im Nebenraum.

Plötzlich tauchen Screenshots von „Amazon Mitarbeitern“ auf, die Beiträge faken

Und das wird jetzt wirklich interessant. Bereits heute morgen habe ich vereinzelte Screenshots gesehen, bei denen Leute auf der Amazon Pinnwand positive Beiträge gepostet haben. Leute, die in ihrer eigenen Facebook Info stehen hatten, dass sie Mitarbeiter von Amazon seien. So offensichtlich dumm sollte kaum einer sein, oder?

Amazon "mitarbeiter" fake Postings

 

Eine etwas genauere Betrachtung und Suche bei Facebook und Google nach den Namen der angeblichen Mitarbeiter von Amazon zeigt jedoch: Es lässt sich nichts finden. Nun kann man die Accounts natürlich schnell löschen, umbenennen oder aber für die Suche sperren, aber auch bei Google nicht einen Eintrag zum Namen zu finden und auch bei Telefonbüchern keine Einträge zu haben? Das deutet für mich sehr stark auf einen Fake hin.

Ob Fake oder nicht, hier kann man zwei Dinge sehr gut erkennen:

Erstens: Es ist sehr wichtig, Social Media Guidelines für die Mitarbeiter zu haben, die auch jedem Mitarbeiter klar sind. Zu schnell könnten Mitarbeiter tatsächlich darauf kommen, ihr Unternehmen zu verteidigen und dabei auch auf ähnliche Mittel zurückgreifen, wie „Fake-Postings“. Dies sollte unbedingt vermieden werden.

Zweitens: Auch wenn ich glaube, dass es sich hier um eine Aktion von „einfachen“ Usern geht, die nicht gezielt von einem Konkurrenten stammen, müssen Unternehmen heutzutage damit rechnen, dass sich jeder bei Facebook einen Account erstellen kann, einen falschen Namen eintragen und ein falsches Bild einfügen kann. Und schon kann man im Namen einer Person oder eines Unternehmens wahllos posten. Sehr kritisch wird es dann wirklich in Situationen wie diesen.

Ähnlich erging es beispielsweise der Rechtsanwältin Nina Diercks, die Opfer eines Identitätsdiebstahls wurde. Diese Gefahr besteht schon länger, aber soweit ich es finden konnte, war dies das erste Mal, dass es während einer solch erhitzen Situation gezielt eingesetzt wurde. Gefährlich wird es, wenn die Fake-Accounts mit großer Mühe angelegt wurden (beispielsweise echte Namen von Mitarbeitern) und dies gezielt eingesetzt wird. Denn so können auch die klassischen Medien nicht mehr so schnell unterscheiden, ob es sich um echte Dummköpfe oder falsche Dummköpfe handelt.

In dieser Hinsicht ist der heutige Tag interessant gewesen. Aber einen „Shitstorm“ würde ich das nicht nennen. Ich habe bis jetzt immer noch keine Situation gesehen, die den Namen verdienen würde…

Warum ich Nokia mag

Ich steh auf Technik-Spielzeuge. Smartphones, Tablets, Rechner. Das war früher als kleines Kind schon so und das ist auch heute noch so. Ich musste nicht immer das neueste, oder beste Gerät haben, aber es sollte schon nah dran sein, oder einfach gut sein. So war es auch mit meinem Samsung Galaxy S 2, das ich sehr gern genutzt habe. Am 22. November jedoch, dachte sich mein SGS2, es wäre Zeit zu gehen. Oder besser, auszugehen und nicht mehr zu starten. Also Online-Mensch ohne Smartphone, das ist gar nicht so leicht! Und so schrub ich natürlich auf Facebook von meinem Leid:

Facebook Status David Philippe Samsung Galaxy S 2 defekt
Tja, das Nexus 4, das ich mir eigentlich im Januar oder Februar holen wollte, war zu dem Zeitpunkt noch ausverkauft und ich sah, vom Budget her, keine Möglichkeit mir ein aktuelles Smartphone als Ersatz zu kaufen. Somit war ich also auf mein Firmen-Smartphone angewiesen – ein iPhone 4S. Bis ich einen Kommentar eines Nokia-Menschen unter meinem Beitrag lesen konnte:
Kommentar Nokia
Ich war von dem Angebot überrascht, da ich damit nicht gerechnet hatte. Noch besser wurde es, als dann ein paar Tage später tatsächlich das Nokia Lumia 820 als Testgerät für 2 Wochen bei mir eintraf.
Nokia Lumia 820
Ich musste mir nur noch eine Micro-SIM besorgen und schon war ich wieder erreichbar!
Was war denn jetzt so toll daran?
Man könnte jetzt fragen, warum ich jetzt so begeistert von Nokia bin. Ich bekam ein Gerät zum testen, ich kann es ja nicht einmal behalten. Aber darum geht es hier doch gar nicht! Nokia, bzw. Ben, hatte erkannt, dass ich gerade nach einem neuen Gerät suche, weil mein altes Gerät defekt ist. Ich habe sogar meinen Favoriten (Das Nexus 4) genannt und in dieser Situation, in der ich mich nach einem neuen Smartphone umsehe, bietet man mir ein Nokia Gerät zum Test an.
Nun bekomme ich hin und wieder mal Testgeräte für den Tech-Blog, den ich für eBay schreibe, und bin es daher gewohnt, Geräte mal zu testen. Dabei spielt man meistens einige Apps drauf, legt evtl. seine SIM einmal ein, testet alle Funktionen und verwendet das Gerät ein paar Tage. Hier aber habe ich ein Gerät für meine tägliche Nutzung gebraucht. Ich brauchte einen kompletten Ersatz für mein SGS2 und habe daher das Lumia 820 wirklich komplett als „mein“ Gerät genutzt. Es an meine Wünsche und Nutzungsart angepasst und konfiguriert. Ich habe es täglich genutzt, für alle möglichen Zwecke, für die ich mein Smartphone halt nutze. Und somit habe ich es viel intensiver getestet, als ich es sonst je gemacht habe. Diese Chance wird man erkannt haben, als man mir das Gerät angeboten hat und genau wegen solch offener Augen und dem Erkennen von Chancen finde ich Nokia gut.
Moment, hast du jetzt nicht ein Nexus 4? Dann hat sich das für Nokia gar nicht gelohnt!
Ja, ich habe seit Freitag nun ein Nexus 4. Gekauft. Aber nur, weil ich mir jetzt nicht sofort ein Nokia Lumia 820 oder Lumia 920 gekauft habe, muss das für Nokia doch nicht bedeuten, dass es sich nicht gelohnt hat. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich mit einem Nokia Lumia Gerät vollkommen zurechtkommen kann, es mein Smartphone sein kann und (fast) alle Funktionen hat, die ich brauche. Ich habe eine sehr positive Erfahrung mit Nokia gemacht und ich schreibe jetzt diesen Beitrag darüber. Ich mag Nokia! Und das ist ja wohl etwas, das Unternehmen / Marken sich immer wünschen: Kunden / Verbraucher, die eine Marke mögen.
Und zum Lumia 820: Die einzige Funktion, die mir fehlte, war Instagram. Wobei ich stattdessen Eyeem oder die Nokia Funktion nutzen konnte.
Danke Nokia, für das Gerät. Ich hoffe, ihr könnt in Zukunft noch bessere und noch spannendere Geräte bauen, die ich gerne wieder testen würde.

Ich habe keinen Bock mehr auf euern Schwanzvergleich!

Ok, das klingt jetzt etwas arg vulgär, aber nur so bekommt man ja Aufmerksamkeit, Interaktion, Likes und Reichweite – scheinbare Relevanz. Nein, ernsthaft: Ich habe keinen Bock mehr auf den ewigen Statistik-Vergleich.

Ätschie Bätsch, ich habe mehr Fans als du!

Wie oft muss man sich das anhören, Facebook Seite X hat so viele Fans und Facebook Seite Y nur so viele. Ebenso bei Twitter, nur das es da Follower heißt. Leute, merkt ihr denn nicht, es geht hier nicht um Fans und Follower als einfache Zahlen! Was bringen mir 10 Millionen Fans, wenn ich da nur Zombie-Accounts habe, die irgendwann mal wegen eines tollen Gewinnspiels oder einer guten Facebook Werbekampagne auf „like“ geklickt haben und dann vergaßen wieder zu ent-liken? Zombie-Fans, die nie kommentieren, teilen oder liken. Die einfach nur da sind, weil sie vergaßen oder zu faul sind zu gehen. Die nicht einmal auf Links klicken, weil sie diese auf Grund des EdgeRanks gar nicht erst angezeigt bekommen. Mit diesen Fans kann niemand etwas anfangen. Ebenso sieht es bei Twitter aus.

Leider braucht es aber, bis das in den Köpfen einiger Leute ankommt. Hauptsache viele Fans! Da werden Fanzahlen als KPI vereinbart, ohne dabei zu sagen, ob sie aus der eigenen Zielgruppe stammen sollen oder nicht. Nein, hauptsache mit dem Wettbewerber möglichst gleichziehen! Da können es auch die 14 jährigen Mädchen sein, die auf Ponies und Beauty-Blogs stehen, wenn man selbst eher die Zielgruppe Männlich ab 28 Jahren ansprechen will. Der Wettbewerber hat ja auch so viele Fans. Das muss doch gehen!

Erst einmal Fans sammeln, möglichst viele! Die Zielgruppe erreichen wir dann automatisch später

Klar, so kann man es auch versuchen, aber wisst ihr eigentlich was das für eine Verschwendung von Ressourcen ist? Zeit und Geld muss investiert werden, um Fans zu sammeln und wenn da das Ziel lautet: Viele Fans! dann kann man sich das meistens gleich aus dem Kopf schlagen. Was wollt ihr denn mit den Fans machen? Denkt da doch bitte einmal drüber nach, bevor ihr da viel Geld investiert! Es ist sinnvoller, beim Fanaufbau gleich auf die Zielgruppe zu achten. Dann ist man vielleicht nicht so schnell wie der Wettbewerber, dafür hat man aber die richtigen Leute, die womöglich auch echte „Fans“ sind und nicht einfach irgendwelche Like-Zombies.

Man schaltet doch auch nicht TV Werbung auf allen Sendern, weil man denkt: Ich erreiche dann möglichst viele Leute, da wird die Zielgruppe schon mit drin sein! Also bitte!

PTAT PTAT! Bleibt mir mit dem PTAT fern!

Einer der wohl verdammt noch einmal nervigsten Werte, neben der Fanzahl, ist für mich der PTAT Wert. „People talking about this“ nennt er sich, dieser komische Wert, über den ich schon vor langer Zeit einmal geschrieben habe. Wie kommt diese Zahl tatsächlich zustande? Auf der Arbeit haben wir uns das mal angesehen und mit Verlaub: Die tatsächliche „Interaktion“ also das Liken, Kommentieren und Teilen von Beiträgen einer Facebook Seite haben damit kaum etwas zu tun.

Weg von PTAT und Fanzahlen hin zu „echter Interaktion“ und nachvollziehbaren Zahlen

Ich habe keine Lust mehr auf Zahlen, die ich nicht nachvollziehen kann. Zumal so Algorithmen von Facebook, Google und Co. ja gerne einfach mal geändert werden. Darum haben wir uns in der Agentur mal Gedanken zu einer neuen Formel gemacht, die versucht, die Interaktion mit Seiten aus Perspektive der User zu bewerten. Diese Formel stellt einen gewichteten Interaktionsindex dar.

Dabei ist der Part mit den „Klicks auf den Link“ eine Option, die nur gilt, wenn man die Links mit beispw. bit.ly tracken kann und das überhaupt eine wichtige KPI ist.

Die Zahlen sind so allesamt nachvollziehbar und vor allem kann man sie auch für „fremde“ Facebook Seiten anwenden. Dabei ist es dann irrelevant, wie viele neue Fans dazu kommen, da anders als im PTAT Wert, diese Zahl nicht direkt auftaucht. So spiegelt diese Zahl also die tatsächliche Interaktion wider, ohne dass man sie mit Fan Akquise Aktionen beeinflussen kann. Hier geht es um gutes Community Management, nicht um viel Geld für Facebook Werbung. Daher haben wir auch bewusst darauf verzichtet, die Zahl der „neuen Fans“ mit in diese Formel aufzunehmen.

 

Personen die darüber sprechen, sprechen gar nicht darüber?

Facebook und die Statistiken, für viele Leute ist das ein Buch mit vielen Siegeln, mindestens jedoch ein Übel, dass – je nach Reportingfrequenz – mit einer Regelmäßigkeit auf Community Manager und Berater zu kommt.

Eine wichtige Kennzahl ist dabei die Zahl der „Personen die darüber sprechen“. Was bedeutet diese komische Zahl eigentlich? Im englischen Facebook heißt es hier:

People talking about this definition

Also die Anzahl der einzigartigen Personen, die in einem bestimmten Zeitraum eine „Story“ über die Facebook Seite geschaffen haben. Dazu zählt jeglich Aktion, wie „die Facebook Seite liken“, „einen Kommentar auf der Facebook Seiten-Pinnwand hinterlassen“, „eine Frage der FB Seite beantworten“, „auf eine Eventeinladung reagieren“, „Die Seite in einem Foto taggen“, „Bei einem Place einchecken, oder ihn empfehlen“ und wichtig: „Einen Seitenbeitrag kommentieren, liken oder teilen“.

Nun habe ich bei den vielen Seiten die ich betreue in den letzten Wochen einen signifikanten Einbruch der Zahl derer festgestellt, die „darüber sprechen“. Vor allem dort, wo keine Werbung zur Fanakquise im Spiel war.

Ist das schlimm? Nun, häufig ist eine Kennzahl für den „Erfolg“ des Engagements bei Facebook ein „Interaktionsindex„, der in der Regel aus der Zahl der „Personen die darüber sprechen“ (PTAT) geteilt durch die Anzahl der Fans der Facebook Seite generiert wird. Also „PTAT/Fanzahl“=“Interaktionsindex“. Sinkt also der PTAT-Wert, sinkt der Interaktionsindex!

Warum bricht nun dieser „PTAT“ Wert so drastisch ein? Eine Erklärung könnte sein, dass die Berechnung des Wertes sich eventuell verändert hat! Wie ich darauf komme? Nun, stellt man Facebook auf die deutsche Sprache um, wird der „PTAT“ Wert wie folgt definiert:

Personen die darüber sprechen definition deutsch

Einen Moment mal! Wo ist denn da die Passage hin, die besagte, dass dort auch die „Kommentare, likes und shares eines FB Seitenbeitrages“ mit in den PTAT Wert einfließen? Also im Deutschen stand da im April zumindest noch dieser Passus! Dieser ist nun verschwunden.

Das bedeutet also, die Zahl derer, die „darüber sprechen“ spiegelt kaum die tatsächliche Interaktion der Fans (und anderer Facebook Nutzer) mit der Facebook Seite wieder! Vielmehr zeigt diese Zahl nun, wieviele neue Fans gewonnen wurden und wieviele davon auf der Facebook Seite einen eigenen Kommentar abgeben.

Wenn ich also nun eine Werbekampagne starte, die mit einem immensen Budget für ganz viele neue Fans sorgt, dann springt mir dieser Wert nur so nach oben. Dabei ist es aber vollkommen egal, ob die neuen Fans (und alten Fans ebenso) die Beiträge der Seite kommentieren, liken oder teilen!

Damit ergibt sich also, dass der Interaktionsindex gar nicht mehr die Interaktion darstellt! Das sollte für viele Community Manager und Social Media / PR Berater sehr wichtig sein!

Facebook Werbe Manager – Ein Update

Connected FB

Wie wundervoll ist es eigentlich, nach einem langen, erholsamen Wochenende ins Büro zu kommen und dann zu sehen, dass Facebook ein Update beim Ads Manager ausgerollt hat. Also teilweise.

Aber fangen wir von vorne an. Seit ich hier in Hamburg arbeite befasse ich mich schon mit Facebook Ads (auf deutsch: Facebook Werbung) und habe bereites früher schon festgestellt, dass Facebook Ads durchaus relevant und nützlich sind. Nicht, weil ich sie schalte, sondern weil ich die Statistiken sehe und Einblick gewinnen konnte, was man mit den Ads alles machen kann.

Doch wie erstellt ein normaler Nutzer eigentlich Facebook Ads? Na ganz einfach: Über den Facebook Ad Manager! Hier kann man seine laufenden Kampagnen im Überblick haben und neue Werbeanzeigen und -Kampagnen erstellen.

Bei der Erstellung einer Werbeanzeige muss man 3 Schritte befolgen. Zunächst wird gesagt, was man bewerben möchte und welches Werbeformat genutzt werden soll. Hier seht ihr die alte Ansicht:

Facebook Ads Manager Schritt 1

Dabei kann man grundlegend zwischen mehreren Formaten unterscheiden, die ihr euch gern mal genauer ansehen könnt. Ganz allgemein reicht es glaube ich aus, zwischen „Sponsored Story“, „Page Post Ad“ und ich nenne es mal „normale Ad“ zu unterscheiden. Und ob man eine Anzeige für eine Facebook Seite oder eine Webseite erstellen möchte.

Im neuen System unterscheidet sich nicht viel, ausser das die Suchfunktion einfacher ist. Hier nun die neue Ansicht (Aus Datenschutzgründen mal die Seiten geweißt):

Facebook Ads Manager Schritt 1 neu

Anschließend werdet ihr nun gefragt, wofür genau ihr die Werbung schalten möchtet. Was auffällt, ist die neue Anordnung der Vorschau und (im Moment zumindest noch) die Vorauswahl der United States of America, die einem so viele potenzielle Nutzer als Zielgruppe ausspuckt:

Facebook Ads Manager neu Schritt 1,5

Habt ihr euch erst einmal für ein Werbeformat entscheiden, geht es im zweiten Schritt um die Zielgruppe:

Facebook Ads Manager klassisch Zielgruppe

Hier unterscheidet sich die klassische Ansicht nur unwesentlich von der neuen Ansicht:

Facebook Ads Manager neu Zielgruppenbestimmung

Was jetzt jedoch sehr sehr wichtig ist und warum ich hier alles so ausführlich bebildere: Es gibt in der alten Auswahl für Ads am Ende den Punkt „Campaign, Pricing und Schedule“, ebenso wie in der neuen Auswahl. Aber dort, wo man in der alten Auswahl CPM, CPC oder (neu) „Action optimized CPM“ als Preisbestimmung auswählen kann …

Facebook Ads Manager klassisch Pricing

… Kann man beim neuen Facebook Ads Manager nun vorher festlegen, was man mit der Anzeige erreichen möchte! Und das ist eine ganz tolle Sache, so rein theoretisch:

Facebook Ads Manager neu Pricing

Denn hier wird es wirklich spannend, denn Facebook behauptet zumindest folgendes:

„Set your objective so that your ad or sponsored story will automatically show to the people who are most likely to take the action you want. If you choose „clicks“, you will pay for clicks (CPC), and if you choose any other objective, you will pay for impressions (CPM) in the pricing section below.“

Im Prinzip ist es immer noch die Wahl zwischen CPC und CPM, aber hier wirkt Facebook anscheinend noch einmal zusätzlich auf die Werbeverteilung ein. Ich werde dies mal im Auge behalten und die Unterschiede testen.

Ein weiteres Update sind die „Aktionen“, die den Begriff „Verbindungen“ ersetzen. Facebook beschreibt es selbst so:

„Verbindungen aktualisiert auf Handlungen

„Handlungen“ umfasst alle vorher unter dem Begriff „Verbindungen“ zusammengefassten Informationen plus aller von den Nutzer innerhalb von 24 Stunden nach dem Aufrufen deiner Werbeanzeige oder gesponserten Meldung bzw. 28 Tagen nach dem Klicken darauf erfolgten Handlungen. Handlungen werden nur gezählt, wenn du für eine Seite, einen Seitenbeitrag, eine Veranstaltung oder Anwendung wirbst.“

Das ist nicht so trivial, wie es zunächst klingt, da die Verbindungen früher der Zahl Fans gleichgesetzt werden konnte. Das wird mit den „Aktionen“ nun erweitert. Somit kann man nicht mehr so einfach aus den Statistiken der Ads ableiten, wie viele neue Fans gewonnen wurden. Dies muss nun über die „Insights“ der Facebook Seite erfolgen.

Hilfreich in dem Zusammenhang ist aber auch die neue Anzeige der „erreichten Fans“ unterhalb der Beiträge von Facebook Seiten. Hier wird nämlich direkt aufgeschlüsselt, wie viele Nutzer über Werbung erreicht wurden und wie viele organisch erreicht wurden:

Facebook erreichte Nutzer eines Seitenbeitrages

Zusätzlich hat Facebook für Seitenadmins auch noch etwas eingeführt: „Promoted Posts“

Facebook Promoted Posts

Hier kann man ein festes Budget eingeben um den Beitrag möglichst vielen Fans anzuzeigen. Dies funktioniert sehr wahrscheinlich wie eine etwas abgespeckte Page Post Ad, die nur bestehenden Fans angezeigt wird, aber auch da fehlen im Moment noch die Erfahrungswerte.

Wie sieht es mit euch aus? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Wie oft schaltet ihr eigentlich Facebook Werbung?

Drei Tage Berlin – Drei Tage #rp12 – Drei Tage Klassentreffen?

Letztes Jahr war ich das erste Mal auf der re:publica in Berlin. Da ich schon einigermaßen in der „Social Media Szene“ aktiv war, kannte ich die meisten und hatte eine wunderbare Zeit. Es war wie ein Klassentreffen, ganz so, wie man es mir versprochen hatte. Aus diesem Grund habe ich mich auch schon seit langem auf die diesjährige re:publica gefreut. Vor allem darauf, die Leute wiederzusehen.

Republica 2012 Eröffnungsansprache

Es hat sich einiges geändert, im Vergleich zum letzten Jahr. Die Location beispielsweise ist eine ganz Neue – Und sie ist eine sehr gute! Größere Räume, die sogar etwas mehr Rücksicht auf Barrierefreiheit nehmen. Dank an die ganzen Organisatoren und vor allem den Helfern, die dies ermöglicht haben! Man merkt, dass viel aus dem letzten Jahr gelernt wurde. Auch wenn es wieder Probleme mit dem Internet gab, es wurde versucht, auch dort etwas zu verbessern.

Neu war unter anderem auch, dass viele Sessions live gestreamt wurden – auf Spiegel online. Dadurch konnten nicht nur die etwa 4.000 Besucher vor Ort den Rednern lauschen, sondern auch viele aus dem Büro oder von zu hause aus.

Republica 2012 Livestreamed

Aber wie war es eigentlich? Drei Tage war ich in Berlin, drei Tage durfte ich mich mit vielen interessanten Menschen unterhalten und sie kennenlernen, oder wiedertreffen. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an meinen Arbeitgeber: achtung!  hat mir nämlich 2 der 3 Tage freigestellt. Ist ja leider nicht immer selbstverständlich!

Doch zurück zum Thema: Es war großartig! Bei zumeist gutem Wetter habe ich persönlich den Großteil der Zeit damit verbracht, die Menschen zu treffen, die ich schon kannte oder noch offline kennenlernen wollte. Und noch ganz viele neue Leute kamen hinzu. Es entstanden wieder einmal interessante Gespräche, tolle Bekanntschaften und ich hoffe, dass dies noch ausgebaut werden kann.

Ein paar Sessions jedoch waren fast verpflichtend. Natürlich Sascha Lobos Session zum Stand des Internets. In einem Vortrag, der länger war, als es sich anfühlte, schaffte Sasche es erneut, gar nicht so unwichtige Fakten und Hinweise in eine unterhaltsam, nur vermeintlich oberflächliche Verpackung zu stecken. Angelehnt daran hat Daniel hier einen wunderbaren Beitrag verfasst, warum wir die Renaissance der Blogs selbst in der Hand haben.

Aber noch ein Sascha verstand es, eine super Session zu halten: Sascha Pallenberg hielt einen sehr tollen Vortrag über „Rockstars und Mimosen“ – Ein Vergleich von US Bloggern und deutschen Bloggern.

Republica 2012 - Sascha Pallenberg /by David Philippe

Dort zeigte Sascha einige Faktoren auf, die das Verhältnis der Blogger und Medien in Deutschland deutlich anders beeinflussen, als in den USA. Aber auch um den Umgang untereinander ging es. Wenn ihr die Chance habt, einmal den Vortrag von Sascha live zu sehen, nehmt sie wahr! Am besten fand ich aber wieder Saschas üblichen Einführungsslides mit den lautesten Fröschen/Kröten der Welt, dem Dschungel und dem Taipeh 101.

Ich sah mir auch einen Vortrag zur Frage, wie die EU eigentlich mit Cybersecurity umgeht an. Dort standen zwei IT-Spezialisten (mit super coolen Nerd-Shirts!) und zeigten, dass die Politik nicht nur in Deutschland oft noch weit von dem aktuellen Stand der Technik entfernt ist.

Republica 2012 - EU Cybersecurity

Sehr gut fand ich auch den Vortrag der Sprecherin von Twitter. Zum einen, weil man merkte, das dort ein kompetenter Sprecher war, der sich auf sein Publikum vorbereitet hatte, zum anderen, weil sehr interessante Cases gezeigt wurden, wie Twitter eingesetzt werden kann.

Republica 2012 - twitter session / by David Philippe

Aber letztlich war von den Vorträgen/Sessions doch der Auftritt von Steffen Seibert (dem @regsprecher) das Highlight der #rp12. Sympathisch, ernst, locker, offen und irgendwie „echt“ war er. Da kann man der Bundesregierung gegenüberstehen, wie man möchte, ihn finde ich ganz gut. Er hatte Lacher, Applaus verdient. Dass er nicht auf jede Frage genau antworten kann, sollten die Menschen, die sich mit PR und/oder Politik auskennen, nachvollziehen können.

Republica 2012 - Steffen Seibert (@RegSprecher) // by David Philippe

Mein Fazit:

Ja, es war ein drei Tage währendes Klassentreffen. Ich habe viele alte Bekannte getroffen und viele neue Leute getroffen. Ich habe durchaus einiges gelernt (unter anderem, wie sehr ich doch auf das Internet angewiesen bin) und hoffe, wieder mehr Zeit für mein(e) Blog(s) zu finden.

Ich freue mich jetzt schon sehr aufs nächste Jahr, werde da aber ein wenig besser vorbereitet hinfahren. 😉

Zu guter Letzt findet ihr hier noch ein kleines Album mit Bildern von der #rp12, die ich gemacht habe.

Facebook Ads – Bringt das eigentlich etwas?

Facebook ist fest in den Alltag der meisten Leute integriert. Wir loggen uns morgens ein und checken den aktuellen Status der „Freunde“ und loggen uns abends meist nicht einmal mehr aus. Dank der Smartphones sind wir auch in der Ubahn oder im Bus stets in der Lage unsere Meinung zu unserem Sitznachbarn, der aktuellen Nachrichten oder sonst etwas kund zu tun.

Und dann gibt es noch die unter uns, die sich sogar beruflich mit Facebook auseinander setzen. Wir betreuen für uns, unser Unternehmen oder unsere Kunden Facebook Seiten und beschäftigen uns mit der Community. Wir sind stets bemüht, sie zu involvieren, mit ihnen zu sprechen und auf ihre Bedürfnisse einzugehen. Wir suchen die besten Zeiten, einen Beitrag zu posten aus den Statistiken heraus, wir wägen ab, welche Textzeile am besten mit dem Bild die Nutzer aktiviert. Alles mit zwei großen Zielen: Aktiviere deine bestehende Fans und gewinne neue hinzu!

Dies ist soweit keine hohe Kunst und die meisten von uns schaffen es mehr oder weniger gut. Hierfür ist bis auf die Zeit, die wir in Recherche und Community Management stecken, auch kein größeres Investment nötig. Was aber, wenn ich nun doch ein kleines Budget für Media zur Verfügung habe? Auf Facebook. Bringt das eigentlich etwas? Wer klickt denn auf die Werbung? Haben nicht mittlerweile die meisten Menschen im Internet den Ad Block Plus installiert?

Als jemand, der sich sehr stark mit Facebook Ads beschäftigt, kann ich eines sagen: Die Facebook Ads wirken! Die Nutzer klicken sie an, wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln. Aber nur, wenn man einen guten Text und das passende Bild dazu hat. Wer nicht über das Facebook Sales Team bucht, hat 135 Zeichen für Text zur Verfügung. Hier zählt der pointierte Ausdruck, der zum Klicken verleitet. Ein hübsches, passendes Bild dazu: Super! Zusätzlich empfiehlt es sich, Sponsored Stories zu schalten. Hierbei handelt es sich um ein Werbeformat, bei dem anstatt eines Werbetextes und Bildes die Interaktion der eigenen Kontakte mit einer Facebook Seite angezeigt werden. So kann ich sehen, wer alles die neue Seite vom Kandidaten der letzten Casting-Show geliked hat und all so etwas. Und ob ihr es glaubt oder nicht: Das funktioniert noch viel besser als die Text-Ads! Warum? Ganz einfach: Ich sehe, dass ein „Freund“ von mir, diese Seite gefällt. Ich werde dadurch auf die Seite aufmerksam und klicke darauf. Wenn die Seite dann noch gut ist, ist der Klick zum „like“ nicht mehr fern.

Und just als ich anfing, diesen Beitrag zu schreiben, flatterte bei Facebook dieser Beitrag in meine Timeline: Facebook Timeline for Brands – It’s about storytelling! Diesen Beitrag kann ich nur jedem ans Herz legen. Hier beschreibt Jamie Tedford, CEO von Brand Networks, worauf man seit der Umstellung auf die Timeline für Facebook Seiten achten muss. Und in einem kleinen Unterpunkt erwähnt er auch Werbung. Sponsored Stories um genauer zu sein. Aber ein Satz von ihm stimmt auch für normale Ads: „Stories that are not amplified rarely reach beyond your existing inner circle.“ – Eine Geschichte, egal wie gut, erreicht zunächst immer nur den bestehenden Kreis an Leuten. Und wie wir seit der FMC wissen, im Durchschnitt auch nur 16% der Leute!

Genau hier kommen die Facebook Ads ins Spiel. Aber, ehrlich gesagt, nicht so, wie ich sie oben beschrieben habe. Warum ich jetzt erst etwas so beschreibe und dann was anderes sage? Ich weiß nicht, wie viele von euch schon einmal Ads für eine Facebook Seite geschaltet haben, daher wollte ich eine gute Basis legen. Es gibt aber neben der normalen Text Ad auf Facebook und den Sponsored Stories natürlich eine ganze Menge anderer Ads  auf Facebook. Seit der FMC, bei der immer wieder betont wurde, dass es um die Story geht und nebenbei für die Top Seiten der „Reach Generator“ vorgestellt wurde, bin ich überzeugt, dass man auf Facebook mit „klassischer Werbung“ also schickes Bild und ein knackiger Text dazu, nicht unbedingt die optimale Lösung gefunden hat. Vielmehr kommt es besser an, zumindest meiner Erfahrung nach, wenn man die Ads als sogenannte Page Post Ads einsetzt. Dabei werden Werbungen auf einen Beitrag der Facebook Seite geschaltet. Inhalt der Werbung: Der Beitrag. Dabei hat man weniger Zeichen als sonst zur Verfügung, danach wird (auch mitten im Wort) abgeschnitten. Natürlich kann diese Art der Werbung nur so gut sein, wie der Beitrag, der genutzt wird. Aber wenn da ein guter Beitrag dahinter steht, dann geht die Werbung auch ab!

Und jetzt kommt der Clou: Wurden die früheren Ads nur für die Nutzer angezeigt, die noch nicht Fan der Seite waren (zumindest in den meisten Fällen), so gibt es diese Unterscheidung nun nicht mehr. Facebook hat das Welcome Tab schon entfernt. Und der Beitrag wird eh von allen gesehen, ob Fan oder nicht. Warum sollte man also bei der Werbung auf diesen Beitrag dann unterscheiden? Die Folge ist dabei: Auch bestehende Fans sehen diesen Beitrag wieder! Damit kann man die Quote von sonst 16% durchaus steigern. Die Zugriffszahlen sehen zumindest bei den Ads, die ich betreue sehr gut aus. Ach ja: Der Preis auch! Das erfordert aber etwas mehr Aufwand und eine genauere Beobachtung der Ads.

tl;dr: Facebook Ads bringen durchaus etwas, aber nur dann, wenn sie auch ordentlich konfiguriert und betreut werden.

Das wichtigste aus der Facebook Marketing Conference 2012

FMC 2012

Die Facebook Marketing Conference 2012 fand gestern statt. Dort hat Facebook nicht nur die bereits gestern gelaunchte Chronik für Facebook Pages präsentiert, sondern den komplett neuen Ansatz für Marketing auf Facebook präsentiert.

Und da ist wirklich einiges anders geworden. Was hat also die FMC 2012 und die Timeline für Facebook Pages für Auswirkungen?

Facebook Pages & Promotion der Page:

1) Die Facebook Page wird laut Facebook die Zentrale für alles, was man auf Facebook machen möchte. Und mit „alles“ meint Facebook wirklich alles. Nutzerinteraktion, Ads, Promotion, etc. Alles beginnt mit der Facebook Page.

2) Es gibt etwas neues: Den „Reach Generator“ für Pages. Mit dem Reach Generator wird eine Art Evolution aus Page Post Ad präsentiert. Mit dem Reach Generator können Beiträge von der Page (Bilder, Videos, Fragen, Links, also wirklich alles) auf der Facebook Homepage (Also Startseite) rechts neben dem Newsstream der Fans angezeigt werden. Facebook selbst sagt, dass User im Durchschnitt nur 16% der Beiträge ihrer Kontakte und Likes sehen. 16% insgesamt, das ist nicht viel. Und laut Facebook werden durch den Reach Generator bis zu 75% der Fans erreicht. Von 16% zu 75% ist eine deutliche Steigerung.

3) Die Facebook-Deals sind wieder da! Bereits vor einigen Tagen vereinzelt aufgetaucht, wurden die nun „Offers“ lautenden Deals erneut präsentiert. Das neue bei den Offers: Man kann sie mit einem Klick einfordern und ebenso mit einem Klick teilen. Und auch sehr interessant: Man kann sie auch mobil einfordern und teilen!

4) Das große, wirklich mächtige Tool um seine Zielgruppe zu erreichen ist aber „Premium on Facebook“. Nachdem der Reach Generator bereits für mehr Aufmerksamkeit mit den bestehenden Fans sorgt, kann man mit Premium on Facebook (Ich kürze das mal PoF ab) noch viel stärker pushen. Und zwar nicht nur an Fans, sondern an alle User. Grundlage ist wieder ein Page Post (Das kann Bild, Video, Offer, Link oder einfach ein Update sein!).

  • Der Page Post wird, wie beim Reach Generator, rechts auf der Startseite angezeigt. Aber für alle User (die getargeted werden)
  • Aber: Der Page Post erscheint auch im Newsfeed der User (die getargeted werden)!
  • Zudem wird das alles auch in der mobilen Version von Facebook stattfinden, was neu ist.
  • Und: Man kann auch noch auf der Logout-Seite von Facebook erscheinen!

Das sind einige richtig prominente Positionen für einen Page Post. Die von Facebook versprochenen 5-10 mal höheren CTRs (als vermutlich Ads, worauf es sich bezog wurde nicht gesagt), klingen damit durchaus plausibel.

Die neuen Facebook Pages – Die Chronik für Pages

Heute haben sie bereits für viel Buzz gesorgt: Die „neuen“ Pages, bzw. die Chronik für Facebook Pages.

Der Cover Bereich

Das ist der „Cover-Bereich“. Hier findet sich alles wichtige auf einen Blick.

  • Das Cover-Bild bietet viele verschiedene Möglichkeiten, seine Seite und die Themen, die sich auf der Seite abspielen werden zu zeigen. Oder aber Aktionen zu promoten. Man kann sehr vieles mit dem Cover-Bild machen, da es sich häufig austauschen lässt. Was jedoch nicht geht: Gewinnspiele und auf den Like-Button hinweisen. Das wird beim Hochladen eines Cover-Bildes aber auch noch einmal gesagt.
  • Das Logo sollte möglichst gleich bleiben. Das Logo erscheint bei den Posts als „Profilbild“ und sollte möglichst das Logo des Unternehmens oder der Marke darstellen. Hier geht es um Wiedererkennung. Zumal das Logo in Groß zwar 180 x 180 Pixel groß ist, in den Posts aber nur 30 x 30 Pixel hat!
  • Im About-Bereich kann man kurz das Unternehmen/ die Marke vorstellen.
  • Bilder, Likes und Apps werden, ähnlich wie beim Profil, unterhalb des Cover-Bildes angezeigt. Wobei man auf die Likes eigentlich verzichten könnte, da die wohl nur wenig Fans interessieren dürften.
  • Neu: Man kann Facebook Pages nun Nachrichten schicken, die die Page dann beantworten kann. Das bietet für die One-to-One Kommunikation ganz neue Möglichkeiten, die sich einige Marketingleute sicher schon lange herbeigesehnt haben.

Die drei einfachen Möglichkeiten, die Chronik etwas aufzupeppen lauten „erlauben“ „highlighten“ und „zurück datieren“. Man kann Posts highlighten, so dass sie (wie beim Profil) über die gesamte Breite der Chronik angezeigt werden. Gerade bei Videos oder Bildern bietet sich dies an.

Das „erlauben“ bezieht sich auf die Beiträge der Fans. Je nach Sichtbarkeitseinstellung kann man ausgewählte Beiträge der Fans „erlauben“ so dass diese sichtbar in der Chronik auftauchen. Sonst werden die Beiträge der Fans zusammengefasst in einer Box angezeigt, ähnlich den Aktivitäten einer App.

Das zurück datieren ist gerade für Unternehmen mit langer Tradition interessant. Aber auch für andere Seiten, lassen sich mit diesem Feature sicher einige kreative Ideen umsetzen.

Ben & Jerry’s zeigt es beispielsweise sehr schön, wie man „Milestones“ zurückdatiert nutzen kann. Das geht natürlich auch für andere Unternehmen und Marken. Aber auch für Communities, die sich beispielsweise mit American Football beschäftigen. 😉

Ein sehr schickes Feature für Pages ist das „pinnen“ von Beiträgen. Diese Beiträge werden sieben Tage lang immer als erster Beitrag oben links angezeigt. Je nach Unternehmen oder Marke kann man Bilder, Videos, Fragen, „Offers“, Links zu Websites und einfache Beiträge, wie hier pinnen.

So gepinnte Beiträge sind sozusagen die „Message of the Week“ einer Facebook Page.

Der neue Admin-Bereich:

Für viele Admins zunächst Gewöhnungsbedürftig dürfte der neue Adminbereich sein. Die Benachrichtigungen, neuen Fans, Statistiken und neu: Nachrichten sind auf einen Blick in der Kurzübersicht einsehbar.

Ich persönlich finde diese Übersicht recht angenehm, da sie wirklich alles auf einen Blick bietet. Diese Übersicht erscheint übrigens bei einem Klick auf den Reiter „Adminbereich“ oben rechts neben dem Cover-Bild und fährt sich dann über dem Cover-Bild aus. Durch ein Klick auf „verbergen“ verschwindet es wieder.

Doch die Kurzübersicht ist nicht alles. Jetzt wird es richtig spannend, denn auch in den tieferen Administrationsbereichen haben sich einige Dinge geändert:

Was vielleicht nur wenige von euch regelmäßig sehen ist diese Ansicht. Und da fällt eines sehr schnell auf: Man kann nicht mehr auswählen, welcher Reiter für neue Fans, die die Seite noch nicht liken, angezeigt wird! „Moment mal – kein Welcome-Tab mehr für Facebook Pages??? Oh nein!“ könnte man sich jetzt denken. Doch halt! Durch die „pinned Posts“ kann man seine „Neuen“ mit einer „Message of the Week“ begrüßen. Mit dem Cover-Bild bietet sich eine weitere Möglichkeit, neue Fans zu begrüßen und letztlich: Wenn die Leute schon auf der Page sind, ist der größte Schritt eh schon getan. 😉

Doch noch etwas ist neu und das hat mit diesem Menü hier zu tun:

Konnte man früher entscheiden, ob User die Page Posts, die Top Posts oder die letzten Posts aller User sehen kann, gibt es nun die „Highlights“. Der User kann nun auswählen, ob er die Highlights sehen will – hier handelt es sich anscheinend um eine Mischung der Page Posts und Top Posts – oder aber Friend Activity, Page Posts oder die Posts der anderen User.

Gerade der Punkt „Friend Activity“ dürfte durchaus interessant sein, da hier für User auf einen Blick sichtbar wird, welche ihrer Kontakte wie mit der Page interagiert haben. Aber zurück zur eigentlichen Geschichte:

Hier sind ebenfalls neue Optionen zu sehen:

  • Die Box „Recent Posts by Others“ kann deaktiviert werden. Damit werden die Beiträge der Fans also verborgen. Das kann in manchen Situationen durchaus hilfreich sein.
  • Die Box „only show posts by Page and friend activity until reviewed“ hat mit dem vorher bereits erwähnten „erlauben“ zu tun. Das heißt der Seiten Admin kann entscheiden, welche Fan-Posts auf der Page erscheinen.
  • Ganz neu ist die „Message“ Funktion. Wenn man aber kein Interesse oder keine Ressourcen für die Beantwortung der Nachrichten von Fans hat, kann man diese Option einfach deaktivieren.

Kurz etwas zu den Insights/Statistiken:

Auch bei den Statistiken soll sich in den nächsten Wochen einiges Ändern. Dabei aber gar nicht so wahnsinnig neues oder revolutionäres: Es soll bald dei Real-Time Statistiken geben. Das heißt sobald eine Page einen Post abgibt, werden die Statistiken gestartet und schon nach Minuten kann man sehen, wie dieser Post performt.

Jetzt auszuführen, wieso das so interessant ist, würde doch ziemlich den Rahmen sprengen, da die Statistiken eine kleine Wissenschaft für sich sind. Nur so viel: Es gibt durchaus einige Bereiche, wo das ganze noch einmal sehr interessant wird.

Damit hat die fMC 2012 auch schon ihr Ende erreicht. Nach fast zwei Stunden mehr oder weniger live bloggens bin ich auch langsam durch und schließe hiermit diesen Beitrag. 😉

To pin or not to pin?

Pinterest ist in aller Munde. Seit einiger Zeit haben auch die Deutschen den Dienst zum Teilen von Bildern (und Videos) entdeckt und sind einfach nur begeistert. Auch ich gehöre zu den begeisterten pinnern und pinne, was mir unterkommt. Immer wieder kommt aber die Frage auf: Und was ist mit dem Urheberrecht? Zurecht, da das Urheberrecht trotz ACTA gültiges Recht ist, das beachtet werden sollte.


Doch gerade in meiner Tätigkeit als Kommunikationsberater sehe ich für einige Unternehmen ein sehr großes Potential in Pinterest. Zu Pinterest für Unternehmen gab es auch einige gute Artikel und auch eine Sammlung einiger Unternehmen, die Pinterest bereits einsetzen. Und doch treffe ich häufig auf Zweifel und Zurückhaltung, wenn ich sage, dass Pinterest für einige Unternehmen sehr interessant ist.Für wen ist das denn überhaupt interessant?Natürlich spreche ich hier jetzt nicht von einem Unternehmen, dessen Kommunikation vorwiegend aus Pressemitteilungen und Pressebildern aussieht. Oder Unternehmen, die mit ihrem Produkt oder ihrer Marke für Bildmaterial nur wenig hergeben.Es wird jedoch für Unternehmen interessant, sobald sie Produkte haben, die sich visuell gut darstellen lassen. Ich denke da beispielsweise an Fashion-Unternehmen, die ihre Modekollektion nicht nur in einem Katalog abdruckt,sondern ebenfalls bei Pinterest in passenden Boards anordnet. Dabei schön die Verlinkung zum Onlineshop bei jedem Pin mit dabei haben und so für Traffic zum Shop sorgen können. Oder aber ich denke da beispielsweise an Food-Unternehmen, die ihre Produkte (Zutaten oder ganze Mahlzeiten) in ansprechenden Bildern ebenfalls auf Pinterest in Boards zusammenstellen. „Schnell gemacht“ „Romantischer Abend zu Zweit“ oder ähnliche Boardnamen fallen mir spontan ein. Auch hier wieder mit Verlinkung zum Onlineshop, oder zur Rezeptseite. Ich könnte das hier noch viel weiter spinnen, aber der Grundgedanke sollte klar geworden sein.

Aber Pinterest verdient doch über die Affiliate-Links mit!

Das ist richtig, Pinterest verdient über Affiliat-Links mit, wenn über den Pin ein Produkt erworben wird. Doch verdient dadurch das Unternehmen weniger? Verdient der Supermarkt am Verkauf von Produkten nicht mit? Ich denke, man muss Pinterest in dem Moment, in dem es auch zu Vertriebszwecken genutzt wird, nicht mehr nur als Bild-Sharing-Dienst ansehen, sondern ebenso behandeln, wie einen Zwischenhändler. Und der verdient am Verkauf der Produkte ebenfalls mit.

Hier hat sich im Social Web wohl bei vielen der Gedanke festgesetzt, dass all die schönen Services vermeintlich kostenlos sind (Ja, wir zahlen mit unseren Daten, ich weiß) und da sind, weil sie sich über andere Mittel finanzieren und sonst einfach da sein wollen. Doch das ist meiner Meinung nach falsch. Ich denke, Pinterest zeigt einen Trend, den wir in den nächsten Jahren noch ausgeprägter sehen werden: Die Services erkennen, dass sie genutzt werden können um Unternehmen beim Vertrieb zu unterstützen. Und sie erkennen auch, dass sie daran ebenfalls verdienen können. Die Finanzierung von Diensten wie Twitter, Foursquare und vielen ande

ren (Facebook habe ich absichtlich rausgelassen) ist immer noch nicht unproblematisch. Pinterest versucht hier einen neuen Weg und der erscheint mir bis jetzt ganz gut.

Ich persönlich freue mich über interessante Pins (und entfolge weiterhin jeglichen Infografiken!) und hoffe, dass Dienste wie Pinterest weiter zu einer Fortentwicklung der digitalen Welt beitragen. Aber noch viel mehr hoffe ich, dass es Unternehmen gibt, die flexibel und mutig genug sind, diese neuen Services auch sinnvoll und frühzeitig auszuprobieren und im zweiten Schritt sinnvoll einzusetzen.

Bildquelle: Pinterest