E wie Einfach – Online Shop beim Stromanbieter?

Wie einfach Bloggen - EWI[12]

Manchmal wird man doch auf Dinge aufmerksam gemacht, die sonst total an einem vorbeigehen würde. So geschehen, als der gute Johannes mich um Feedback zu E wie Einfach bat. Das ist dieser Stromanbieter… Denn die haben einen Online Shop gestartet, der sich vor allem durch Produkte auszeichnet, die gar nicht so viel mit Strom und Gas zu tun haben!

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich befasse mich eigentlich nur 1-2 Mal im Jahr mit Stromanbieter: Wenn es darum geht, wie der monatliche Abschlag mit dem tatsächlichen Verbrauch übereinstimmt und man idealerweise Geld zurück bekommt. Ich selbst bin bei Yello Strom. Die haben auch einen Yello Strom Shop, da geht es aber eben genau um das: Stromsparen und Produkte aus dem Bereich Strom und Gas.

E wie Einfach – Online Shop und Magazin in einem?

Der Shop von E wie Einfach ist da etwas anders. Er führt nicht nur sehr viele Produkte, die eben nichts mit Strom und Gas zu tun haben, sondern eher aus dem Bereich Design, Style, Wohnen, Kochen und Technologie kommen. Fasziniert hat mich eine Verlängerungsschnur mit USB Anschluss in Würfelform (OK, das ist aus dem Bereich Strom, aber es ist cool!). Vor allem aber, hat E wie Einfach ganz unauffällig noch ein Magazin mit in den Online Shop gebastelt. Etwas sehr unauffällig für mich am Anfang, aber deswegen nicht weniger interessant.

E wie Einfach Shop Screenshot
Screenshot vom E wie Einfach Online Shop

 

Und dies ist mein Feedback für E wie Einfach: Die URL eures Shops (https://shop.wie-einfach.de/cgi-bin/adframe/index.html) ist ein wenig unhandlich. Vielleicht wäre hier eine sprechende und „hübschere“ URL besser?

Bei der Top Navigation mit dem Mouse-Over Menü hatte ich es gerade ein paar mal, dass ich über die Ecke der benachbarten Hauptkategorie gefahren bin und so dann plötzlich im falschen Untermenü war. Also statt „Wohnen“ war ich dann bei „Kochen“. Vielleicht das Ausfahren der Untermenüs minimal verzögern? Quasi längere Mouse-Over Zeit? Nur ein Hinweis 😉

Die Artikel finde ich sehr interessant und auch ansprechend dargestellt. Den Powercube Extended USB finde ich natürlich extrem spannend. Was mir aufgefallen ist: Ihr habt schon eher „fancy“ Artikel drin, die gerne auch mal mehr kosten, richtig? Das finde ich nicht schlecht, denn einen weiteren normalen Shop für irgendwelche generischen Artikel braucht keiner.

Das Magazin ist mir in der Navigation etwas unauffällig vorgekommen. Zunächst dachte ich, es sei eine weitere Shop-Kategorie, bis ich realisierte, das es das Magazin ist. Inhaltlich gut gemacht und auch das Design kann sich sehen lassen. 

Was meint ihr? Ist es sinnvoll, als Strom/Gas Anbieter einen solchen Online Shop inklusive Magazin in petto zu haben? Falls auch ihr dazu eine Meinung haben solltet, es gibt da noch diese Blogger Aktion, auf die ich hinweisen möchte.

YouTube Netzwerke und Unternehmen

Zwei YouTube Netzwerke haben diese Woche für Neuigkeiten gesorgt. Das deutsche YouTube Netzwerk Mediakraft und das US Netzwerk Maker Studios. Die Neuigkeiten der YouTube Netzwerke könnten unterschiedlicher aber nicht sein: In den USA wurden die Maker Studios von Disney aufgekauft – immerhin für 500 Millionen US Dollar. In Deutschland hingegen werden zwei YouTube Channels des Netzwerkes Mediakraft – Y-TITTY und Daruum – wegen des Vorwurfs der Schleichwerbung nun von der Bezirksregierung Mittelfranken überprüft.

Was sind YouTube Netzwerke überhaupt?

YouTube als Videohosting Plattform ist den meisten ein Begriff und auch, dass die Nutzer der Plattform meist als „YouTuber“ bezeichnet werden. Mit den steigenden Nutzerzahlen und vor allem auch einer stärkeren Professionalisierung der YouTuber haben sich nach und nach YouTuber gefunden, die meist thematisch ähnliche Videos machen. Sie haben sich zusammengeschlossen, um gemeinsam schneller erfolgreich zu werden.

In den USA haben YouTube Netzwerke wie Machinima oder eben Maker Studios sogar Venture Capital im zweistelligen Millionen Bereich für sich sichern können. Aber auch in Deutschland konnten sich manche Netzwerke bereits siebenstellige Beträge sichern. Dabei übernehmen die Netzwerke für die Youtuber wichtige Aufgaben, wie das Entdecken und Fördern von neuen Talenten auf YouTube. Die Bündelung der Reichweite mehrerer Kanäle und vor allem, die Vermarktung dieser Reichweite. Aber auch die Promotion und Pressearbeit für die YouTuber wird häufig von den Netzwerken übernommen.

Unternehmen erkennen YouTuber und YouTube Netzwerke für sich

Doch beide News, ob der Kauf der Maker Studios oder die Prüfung des Mediakraft Netzwerkes, zeigen sehr deutlich, dass die Unternehmen YouTuber und YouTube Netzwerke für sich und ihre Produkte entdeckt haben.

Maker Studios Logo

Der Kauf der Maker Studios durch Disney ist größtenteils der Tatsache geschuldet, dass Disney in den letzten Jahren sehr starke Probleme hatte, einen erfolgreichen Weg in das Online Business zu finden. Währenddessen haben sich YouTube Netzwerke wie Maker Studios – zu denen auch der sehr erfolgreiche YouTuber PewDiePie  gehört – eine sehr große Zuschauerschaft aufbauen können. Vor allem in der jüngeren Zielgruppe.

Laut comScore haben in den USA im Januar 25,79 Millionen User durchschnittlich 63,4 Minuten Videos des YouTube Netzwerkes Maker Studios gesehen. Im Vergleich dazu hat der Musikvideo Dienst Vevo 36,08 Millionen User im Januar begeistern können. Diese sahen aber durchschnittlich nur 48,8 Minuten Videos.

Doch müssen wir für den Erfolg von YouTubern schon lange nicht mehr über den Atlantik lunzen, denn auch in Deutschland haben sich immer mehr YouTuber erfolgreich positionieren können. Mit verschiedenen Genres haben sich mehrere Netzwerke auch in Deutschland gebildet. Ein paar Netzwerke sind:

  • IDG Germany
  • MediakraftNetworks
  • AggroTV
  • kbshowTV

Ob Musik, Comedy oder Gaming, die meisten Netzwerke haben Schwerpunkte in einem Bereich und bestehen aus vielen einzelnen YouTubern und YouTube Channels. Und die YouTube Netzwerke in Deutschland haben ein professionelles Niveau erreicht, was die Vermarktung der YouTuber angeht, das sich sehen lassen kann – eigentlich.

Nach Anfragen bei Netzwerken wird man häufig mit umfassendem Informationsmaterial zu den einzelnen YouTube Channels versorgt, die für die Anfrage relevant sein könnten. Die Zahlen sind für einige YouTube Channels sehr beeindruckend und lassen selbst Sendungen wie Wetten Dass…? manchmal alt aussehen (in mehr als einer Art).

Reichweite hat ihren Preis

Laut SWR Report ruft Mediakraft für Kooperationen mit den YouTube Channels Y-TITTY oder Daruum beispielsweise einen TKP von 80,00 Euro auf. Bei einer garantierten Reichweite eines Videos von Y-TITTY von 650.000 Views kommt da ein Betrag von 52.000€ Brutto für ein Video zusammen. Dafür erhält man aber auch ein Konzept von den YouTubern, wie das Produkt in einem Video präsentiert werden kann und die anschließende Umsetzung der Idee.

Dass von YouTubern mittlerweile solche Preise aufgerufen werden, zeigt auch, dass mittlerweile Unternehmen erkannt haben, welche Reichweite sich YouTube Channels aufgebaut haben. Es müssen nicht immer so große Budgets wie bei Y-TITTY sein, es geht natürlich auch schon kleiner, aber auch junge YouTuber mit einer Reichweite die weit unter den garantierten 650.000 Views liegt, rufen bereits Preise auf, die sich eher im 4-stelligen Bereich bewegen. Dafür erhalten Unternehmen meistens eine für die Zuschauer natürlich wirkende Präsentation ihres Produktes in den Videos der YouTuber.

Die Bezirksregierung Mittelfranken wird nun prüfen, ob diese Art der Produktpräsentation auch in einer Form stattgefunden hat, die der Schleichwerbung gleichzusetzen ist, was gegen §3 und §4 UWG verstoßen würde.

 

10 Fragen – 10 Antworten – 10 Blogs / Antworten auf Fragen von Johannes

Do not enter

Da hat mir Johannes Lenz doch glatt ein Stöckchen zugeworfen und stellt mir 10 Fragen, das er vom Nico gefangen hat. Nun bin ich eigentlich echt schlecht im Fangen von Stöckchen (und Bällen meistens auch, darum war ich Lineman), aber wenn der Johannes so nett fragt, gebe ich mir doch die Mühe.

1. Wel­ches YouTube Video hast du dir zuletzt ange­schaut und warum?

Das letzte YouTube Video, das ich mir angesehen habe war dieses hier:

Angesehen habe ich es, weil ein guter Kollege mit in einem Blogprojekt von mir ist und vom Nicht-Blogger zu einer regelrechten Contentmaschine mutierte. Das Video stammt aus diesem Beitrag hier zum Duell der NBA Klub-Besitzer auf den Basketballgeeks. Ich hänge aber sehr oft auf YouTube herum.

2. Wenn du dein Ver­hält­nis zum Inter­net beschrei­ben müß­test, wie wür­dest du es beschreiben?

Mein Verhältnis zum Internet? Ich verdanke dem Internet eine Menge. Ohne das Internet hätte ich viele Menschen nicht getroffen. Ohne das Internet hätte ich meinen Job nicht gehabt. Ohne das Internet würde ich deutlich mühseliger meine Informationen zusammentragen müssen. Ich könnte meiner Leidenschaft für American Football nicht so leicht nachgehen.

Natürlich ist das Internet kein Paradies. Ich betrachte es schon differenziert und mir fallen viele Dinge auf, die ich eher bedenklich bis klar negativ bewerte. Das beginnt bei der Kommentarkultur bei Facebook, über YouTube bis hin zu den dunklen Gegenden des Internets. Dennoch bringt das Internet Möglichkeiten mit sich, die nicht nur mir helfen. Ich habe einen Job, den es vor ein paar Jahren noch gar nicht gab. Ich befasse mich beruflich mit Dingen, die vor 10 Jahren noch nicht existierten.

Das Internet ist wie ein großes Abenteuer und ich darf mich dort auf große Erkundungstour begeben. Manchmal lerne ich sogar etwas dabei 😉

3. Abends nach hause kom­men und fest­stel­len, dass die Hei­zung aus­f­ge­fal­len ist. Was tust du?

Ich mache mir einen Kaffee, oder mal einen Tee. Je nach Jahreszeit. Dann würde ich mir die Heizung ansehen und nach möglichen Fehlerquellen googlen. Eventuelle Lösungsvideos bei YouTube ansehen. Dann wahrscheinlich feststellen, dass ich nichts machen kann und in Ruhe meinen Tee/Kaffee weiter trinken.

Und wenn es zu kalt ist, dauert es sicher nicht lange, bis ich mich mit meiner Verlobten unter einer Decke vor den Bildschirm setzen kann und wir uns eine gute Serie oder so ansehen.

4. Erst die Such­ma­schine, dann emails, jetzt face­book & co? was kommt als nächstes?

Was als nächstes kommt ist eine gute Frage. Also ich glaube nicht an QR Codes, soviel ist klar. Eher eine Konsolidierung. Die Konzentration der Nutzung auf bestimmte Services. Ich persönlich glaube aber, dass das „Next big thing“ in der digitalen Kommunikation nichts neues sein wird. Sondern eher ein neuer Ansatz für bereits bestehende Dinge. YouTube zum Beispiel. Dachte man früher noch immer, dass man dort nur eigenen Content hochschieben kann, beginnt man heute die YouTube Stars auszumachen. YouTuber mit einer Reichweite, die viele Blogger alt aussehen lassen. Und da wird es glaube ich als nächstes hingehen, also in der Breite. Denn vereinzelt geschieht dies schon.

5. Was ist für dich wich­ti­ger: Text oder Bilder?

Hm, Bilder mit Text drin? Ich mag die Meme in Bildform. Ich mag Rage Comics. Und da zeichnen sich die Bilder durch Ergänzung von Text einfach aus. Ich mag vielleicht auch einfach nicht ganz auf den Text verzichten.

Ok, damit du zufrieden bist: Wenn ich wählen muss, sind es Bilder. Sprechende, gute Bilder.

6. Ent­span­nung bei dir ist: Berge oder Meer?

Das ist mir relativ egal, es kommt eher darauf an mit wem ich da bin und vor allem, womit ich dort nichts zu tun habe.

7. Wirst du dir eine Google Glass oder eine Smart Watch kaufen?

Ich würde mir gerne eine Google Glass kaufen. Gerade als Brillenträger. Aber nicht in der ersten Generation. Vielleicht in der 2. oder 3. Generation.

8. Dein größ­ter Feh­ler im Social Web war?

Anzunehmen, dass die Übersetzung von „social web“ tatsächlich „soziales Netz“ wäre. Ich übersetze es eher mit gemeinschaftliches Netz oder sowas, wenn überhaupt. Sozial ist es im social web nämlich nicht zwingend. Und daran muss man sich gewöhnen.

9. Was bedeu­tet dir das bloggen?

Ahhhh, eine gute Frage. Ich versuche so regelmäßig wie möglich zu bloggen. Leider fehlt mir dazu häufig die Zeit. Also das ist natürlich nur eine Ausrede. Nach einem normalen Arbeitstag (8-10h) bliebe natürlich noch Zeit zum Bloggen und die nutze ich auch manchmal dafür. Meistens aber fehlt mir dann wieder der Antrieb.

Ich habe einige Blogprojekte, die mir teils sehr am Herzen liegen. Und doch komme ich oft nicht dazu, regelmäßig zu schreiben. Mein eigenes Blog hier zum Beispiel wird eher quartalsweise bedient. Mein Herzensblog: Die Footballgeeks, versuche ich da doch schon regelmäßiger auf dem Laufenden zu halten.

Ich habe aber auch Blogprojekte gestartet oder mit gestartet, in denen ich selbst kaum schreibe, sondern lieber im Hintergrund tätig bin oder mich um das Drumherum kümmere. Das ist übrigens auch sehr spannend. Da gibt es nämlich deutlich bessere Schreiberlinge oder aber ich ermögliche anderen nur das Bloggen. So bei den Fashiongeeks zum Beispiel. Oder auch den Basketballgeeks.

10. Wer sollte dei­ner Mei­nung nach künf­tig wie­der mehr bloggen?

Ich selbst vor allem! Aber auch der Markus müsste mal wieder dazu kommen. Es gibt sicher einige, die wieder mehr bloggen sollten. Meistens hat es aber gute Gründe, dass sie es gerade nicht machen.

Meine Fragen:

Natürlich habe ich jetzt auch 10 Fragen für euch hier.

1) Wie lautet deine Startseite auf deinem Lieblingsbrowser und warum?

2) Loggst du dich eigentlich aus deinen Accounts auf, wenn du auf deinem Rechner bist? Wenn ja, warum?

3) Trennst du noch beruflich und privat?

4) Bloggst du auch mobil? Also vom Smartphone/Tablet aus?

5) Hast du wegen eines Blogbeitrags/FB Posts/Tweets/etc. schon einmal Ärger bekommen? 

6) Wie reagierst du auf unpersönliche oder richtig schlechte Blogger Anfragen?

7) Guckst du eigentlich noch normal Sendungen im Fernsehen?

8) Was machst du eigentlich, wenn du nicht bloggst?

9) Was hält dich am stärksten davon ab, deinem großen Traum zu folgen?

10) Was bedeutet für dich „Social Media“?

Beantworten kann diese Fragen eigentlich jeder, der mag. Ich würde mich aber freuen, Antworten von diesen Personen zu lesen:

Christina Hütten

Daniel Rehn

Annika Manick

Kathrin Wittich

Patrick Grigutsch

Frank Heemsoth

Michael Waning

Änderungen an Facebook Promotion Guidelines

Facebook hat in der englischen Version die Facebook Promotion Guidelines überarbeitet und geändert. Und dabei wurden die Regelungen deutlich den bereits weit verbreiteten (bis dahin „falschen“) Handhabungen von Gewinnspielen und Promotions angepasst:

Promotion Guidelines Facebook

Warum nur?

Und ich kann nur mit dem Kopf schütteln. Dabei bin ich aber nicht alleine, Romy fasst es in ihrem Beitrag sehr gut zusammen und auch der gute Falk erklärt das Vorgehen von Facebook (ironischerweise auf Facebook) sehr gut:

Falk Hedemann Facebook Promotion Erklärung

Was genau nach den neuen Facebook Promotion Guidelines erlaubt ist, findet ihr in dem Artikel von Futurebiz einmal aufgeführt. Doch bei all der Euphorie bei einigen Unternehmen und Agenturen oder Beratern, bitte vergesst nicht, dass diese „like-bait“ Gewinnspiele schon früher genervt haben und jetzt – nur weil sie den Guidelines nicht mehr widersprechen – nicht besser werden!

Weiterhin hoffe ich, dass sich alle Unternehmen, Agenturen und Berater den Beitrag von Thomas Hutter durchlesen, der einmal die Problematik der neuen Guidelines und der deutschen Rechtsprechung aufgreift. Denn Facebook steht nicht über dem Gesetz und Unternehmen, Agenturen und Privatmenschen, die sich auf Facebook herumtreiben, aber in Deutschland situiert sind, ebenfalls nicht.

Nicht alles Neue ist ein Fluch

Ja, die Änderungen der Guidelines machen nun vieles einfacher. Und ja, man kann nun auch sinnvolle Aktionen auf Facebook starten, die auf die Mechanismen und Funktionen von Facebook basieren. Es müssen ja nicht immer stupide Like-bait Gewinnspiele gestartet werden. Leider wird dies wohl in der Mehrzahl der Fälle geschehen. Dennoch, das Update der Facebook Promotion Guidelines dürfte nicht nur dafür sorgen, dass noch mehr rumgespammt wird, nein ich hoffe und glaube, dass man nun auch interessante und sinnvolle Aktionen durchführen kann, wenn man sich einmal hinsetzt und genau überlegt, was nun machbar ist.

Ich für meinen Teil halte Gewinnspiele, die einfach nur dazu dienen, schnell Fans zu bekommen, indem irgendwas verlost/erspielt werden kann, eh für nicht sehr zielführend. Da würde ich das Budget lieber in eine gute Facebook Werbekampagne investieren. Wenn man aber ein Gewinnspiel erarbeitet, dass einen Bezug zur Marke/ zum Produkt besitzt und die Teilnehmer sogar dazu bringt, sich damit auseinanderzusetzen, dann kann man durchaus auch mal ein Gewinnspiel machen.

Letztlich ist es wohl immer ein Frage der Bereitschaft. Wie viel sind Unternehmen und Agenturen bereit zu investieren, um ein interessantes, ansprechendes und sinnvolles Gewinnspiel auf die Beine zu stellen. Und wie groß ist die Bereitschaft, nicht in kurzfristigen Fanwachstumsspitzen zu denken, sondern langfristig eine nachhaltige Fanbase aufzubauen?

Videocamp und Web Video Preis 2013 – Ein Rückblick auf meine ersten Tage in Düsseldorf

Es ist nun schon 4 Tage her, dass ich in Düsseldorf angekommen bin und ich frage mich ein wenig, wo denn die Zeit geblieben ist. In den 4 Tagen ist bereits sehr viel geschehen. Nicht zuletzt dank Markus und Thorsten, meinen beiden neuen Mitbewohner und Kollaborateure bei verschiedenen neuen Projekten.

Ein Barcamp zu Bewegtbild – Das Videocamp

Es begann mit dem Videocamp am Freitag, zu dem ich relativ spontan gegangen bin. Wie mir dieses Barcamp bisher entgehen konnte, frage ich mich rückblickend ja schon. Hier ging es um bewegte Bilder, aber nicht in der klassischen Glotze, sondern vor allem im Netz. YouTube, Vimeo, MyVideo und wie die Videoplattformen alle heißen mögen. Ein Barcamp für Web-Videos – für mich als unglaublicher YouTube und Vimeo Konsument (ich könnte echt Stunden da verbringen) – einfach perfekt.

Und weil es um Webvideos ging, verwunderte es auch nicht, dass gleich drei Vertreter von YouTube vor Ort waren. Naja, sicherlich auch deshalb, weil sie das Barcamp mit gesponsort haben, aber eben auch, um Sessions zu halten und über Möglichkeiten zu informieren, erfolgreich(er) mit den eigenen Videos zu werden. Hannes Jakobsen von YouTube habe ich bereits bei einem Workshop von YouTube in Hamburg kennengelernt. Er zeigte in einer Session recht einfach, wie man mit 10 simplen Regeln (von denen viele logisch und fast selbstverständlich sein sollten, es aber irgendwie meist doch nicht sind), den eigenen Erfolg auf YouTube und vor allem die Reichweite, steigern könnte. Anna-Lena wurde in ihrer Session zu Neuerungen von YouTube und Integration von Google Plus leider oft als Troubleshooter für Probleme angesprochen. So kamen mir ihre eigenen Inhalte leider etwas zu kurz. Dafür konnte ich ein Blick auf ihr Pixel Chromebook werfen: Schickes Gerät! Und auch die Pressesprecherin von YouTube war vor Ort.

Es gab einige interessante Sessions, zum Erzählsatz und der Dramaturgie aus klassischen, journalistischen Videobeiträgen und ob und wie sich das auf Webvideos überträgen lässt. Oder aber auch einfach eine Session, wie man Projekte und Teams besser managen kann. Vor allem bei Videoprojekten mit einem größeren Team sicher wichtig.

Kaum Agenturen oder Unternehmen da gewesen

Insgesamt war es ein sehr interessantes Camp, von dem ich viele sehr interessante Sessions leider verpasst habe. Was mir aber sehr stark aufgefallen ist, war eine Tatsache: Es waren nur sehr wenige Vertreter der üblichen Barcamps zu Social Media vertreten: Agenturmenschen und Unternehmensmitarbeiter. Ich bin persönlich schon länger der Meinung, dass YouTube und Co. nicht erst in der Zukunft, sondern eigentlich jetzt schon sehr groß und relevant sind, also vor allem die aktiven User. Aber das ist bei Unternehmen nur vereinzelt und auch bei vielen Agenturen anscheinend noch nicht so angekommen. Denn sonst hätten sie sich, wie ich (jetzt als Freelancer), eigentlich auf diesem Barcamp tummeln sollen.

Denn es waren nicht nur Journalisten, die sich ins Netz wagten, oder doch ein paar Berater, Vertreter der Sponsoren und YouTube vor Ort. Es waren auch viele aktive YouTuber vor Ort. Oder aber junge Menschen, die etwas mit Video machten. So zum Beispiel Clemens, der 15 jährige Schüler, der mit seiner Klasse ein klassisches Theater-Stück als Kurzfilm umgesetzt haben und sehr souverän einfach mal eine Session startete, in der er diesen Spot vorstellte und zur Diskussion freigab.

Viele Agenturen sagen, dass Bewegtbild immer wichtiger wird, aber dann fehlten doch deren Vertreter auf diesem Barcamp, bei dem man wirklich viel lernen konnte. Etwas, das für die üblichen Barcamps zum groben Thema „Social Media“ für mich nicht immer gilt.

YouTuber vs. Social Media Veteranen 

Generell scheint für die YouTuber vieles anders zu sein, als für Leute wie mich, der ich mich jetzt einfach mal zu dem Begriff „Social Media Veteran“ rechne. Ich bin einer von euch, der Facebook, Twitter und Blog zur professionellen Kommunikation für mich oder für Kunden einsetzt. Für mich ist es normal, mit Klarnamen zu arbeiten und fremde Menschen bei Twitter, Facebook, LinkedIn und co. anzusprechen und als Kontakt hinzuzufügen. Es geht ja schließlich ums Netzwerken und Leute kennenlernen! Alles irgendwie beruflich. Meistens.

Ich zähle mich nicht einmal zu den Digital Natives, von denen man ja immer gerne sagt, sie würden ganz selbstverständlich die Technik und die Plattformen nutzen, die ihnen zur Verfügung stehen. Darum werden doch gerne junge Praktikanten mit der Betreuung der Firmen-Facebook-Seite betreut, denn die sind ja auch selbst bei Facebook aktiv, nicht wahr?

Und wie ist das bei den YouTubern? Den jungen Menschen, die klar als Digital Native zu bezeichnen sind? Sie sollten doch wie selbstverständlich Facebook, Blog und Co. nutzen, so wie sie die digitale Spiegelreflexkamera und Videoschnittprogramme nutzen, um wirklich hochwertige Videos zu erstellen, oder? In einer sehr interessanten Session von Katja und Steffi, die eigentlich nur mal diese beiden Parteien – die YouTuber und Social Media Veteranen – zusammenbrachte, wurde klar: Was wir für die „Offliner“ sind, sind die YouTuber irgendwie für uns!

Da kamen dann auch mal so Äußerungen, die etwa besagten, dass man jetzt auch mal Facebook nutzen will, um die Videos zu verbreiten. Oder um die Fans zu sammeln. Die YouTuber sind – was Social Media angeht – deutlich zurückhaltender als wird. Da wird sich bei Facebook auch nur mit Menschen vernetzt, die man mindestens 2-3 Mal zuvor im realen Leben getroffen hat!

Anonymität vs. Klarnamen

Während wir uns über die Klarnamenpflicht bei Facebook und Google Plus keine Gedanken mehr machen, würde es den YouTubern anscheinend nicht einfallen, ihren Channel mit einem Klarnamen zu führen. Sie freuen sich über die Anonymität, die sie haben, auch wenn sie vor der Kamera stehen und danach frei für fast alle sichtbar ihre Werke ins Netz stellen. Und doch, bei all der Anonymität, sind die YouTuber in einer sehr lebendigen und offenen Community unterwegs. Da gibt es regelmäßige Treffen (quasi das Nebenprogramm der re:publica für Social Media Veteranen?) der YouTuber. Es wird sich (auf YouTube) vernetzt und ausgetauscht.

Also leben wir Social Media Veteranen in unserer aktiven und tollen Community und die YouTuber in ihrer eigenen aktiven und ebenfalls tollen Community. Spannend, denn wir leben ziemlich aneinander vorbei.

Neuer Trend? YouTube ist schon sehr alt und YouTuber lernen – schnell!

Kein Wunder, dass also die Agenturen und Unternehmen diese Community kaum für sich erschlossen haben. Während dies gerade nach und nach aufgeholt wird, werden die YouTuber immer professioneller und wenn die breite Masse der Unternehmen und Agenturen auf den Zug „Webvideo“ aufgesprungen sind, werden sie sich wahrscheinlich einem hochprofessionalisiertem Partner gegenüber sehen, der nicht so leicht mit sich herumspringen lassen wird, wie aktuell noch manche Blogger!

Der Web Video Preis 2013 – Eine tolle Show

Nachdem ich nun so viel in den zwei Tagen Videocamp gelernt hatte und mich wunderte, warum ich so vieles bisher verpasst habe, endete dieses interessante Barcamp mit dem Web Video Preis 2013. Ich erinnere mich noch an die Show vom letzten Jahr, die ich teilweise mitverfolgte – vor dem Rechner. Der Unterschied zu diesem Jahr könnte größer nicht sein.

War es letztes Jahr alles noch sehr … hm … „handgemacht“ und etwas holprig, gab es dieses Jahr eine hochprofessionelle Show. Dieses Jahr im Capitol in Düsseldorf fanden sich etwas über 1.000 Zuschauer zur Verleihung des Web Video Preises ein. Eine Unmenge an Fans der YouTuber und die YouTuber selbst. Dazu einige Social Media Bekanntheiten, Unternehmensvertreter und wer noch bei solchen Shows halt dabei ist.

Auf Grund des Zeitdrucks bis zu diesem Finalspiel vom Rundball zog Moderatorin Miriam Pielhau auch sehr straff ihr Programm durch und auch wenn genau zu Anfang einmal kurz der Einspieler hängen blieb, fühlte man sich den Abend über in einem sehr professionellen und vor allem angenehmen Umfeld.

Es gab sogar einen Eröffnungsakt: Die Aussenseiter zeigten ihren Song „Müze“ auf der Bühne.

Alles in allem habe ich den Abend als Abschluss des Videocamps sehr genossen. Unter anderem auch, weil ich – tatsächlich ich! – von zwei Besucherinnen erkannt worden bin! „Hey, dich kenn ich irgendwoher!“ hieß es plötzlich, als ich ein paar Bilder machte. „Ich weiß gerade nur nicht, woher… Wie heißt dein Channel?“ Tja, da muss sie mich wohl verwechseln, dachte ich. Aber nein, es waren zwei Fans meines Football Projektes! Wahnsinn! Tja, so kann es laufen. Ich werde auf jeden Fall versuchen, nächstes Jahr wieder beim Videocamp und beim Web Video Preis dabei zu sein!

Und wenn ihr etwas mit Video und Webvideo zu tun habt, solltet ihr das auch!

Die #rp13 – ein Rückblick: Willkommen zum Schulfest!

Es gibt schon so viele Rückblicke und Einschätzungen der re:publica 2013, eloquent, differenziert und gut oder auch nicht. Ich empfehle euch den Rückblick von Thomas Knüwer, da ich dem nur zustimmen kann. Oder aber den Rückblick von Florian Blaschke auf t3n.de. Dort findet ihr alle wichtigen Informationen. Hier werdet ihr nämlich einen ganz eigenen, persönlichen Rückblick auf „meine“ re:publica 2013 finden. Keine ausführlichen Analysen der Sessions, oder Einordnung der #rp13 in die digitale und nicht-digitale Gesellschaft.

Was ich jedoch jedem ans Herz legen möchte, ist diese Übersicht aller Aufnahmen der re:publica nach Session sortiert:

republica 2013 session videos

Klassentreffen ist vorbei – Willkommen zum Schulfest

2013 war meine dritte re:publica, die ich mitgemacht habe und ich habe aus dem letzten Jahr für mich eine Lehre gezogen: Ich gehe nicht zur re:publica, um die Sessions zu sehen, sondern um die Leute zu treffen. Das ist die Folge von einigen eher mäßigen Sessions aus dem Jahr 2011 und noch mehr mäßigen Sessions aus dem Jahr 2012, die ich besucht hatte. Vielleicht habe ich aber auch einfach ein schlechtes Händchen bei der Session-Auswahl… Ich wundere mich jedenfalls über so manchen Vortragenden, der anscheinend frisch von der Hochschule seine eigentlich spannenden Ergebnisse vorstellt – und einfach nicht weiß, wie er das machen soll.

Also freute ich mich sehr auf die vielen Leute, die man meistens nur einmal im Jahr sieht. Und auf Leute, die ich vorher noch nicht persönlich gesehen habe. Es heißt, die re:publica ist wie ein großes Klassentreffen – nur dass man dort gerne hingeht. So war es die letzten beiden Jahre für mich und mit genau dieser Erwartung bin ich auch dieses Jahr angereist. Doch dieses Jahr war anders. Es war nicht einfach „nur“ ein Klassentreffen. Nein, dieses Jahr war es mehr. Es war eher ein großes Schulfest, an dem viele, verschiedene Klassen teilgenommen haben.

Es gab viele kleine Veranstaltungen, Gruppen und Treffen. Die unterschiedlichen „Schulklassen“ konnten neue Leute aus den anderen Klassen kennenlernen und es war irgendwie einfach eine große, gute Veranstaltung.

Die Renaissance der Sessions?

Dieses Jahr war aber auch etwas anderes nicht so, wie im Jahr davor: Die Sessions wurden besser. Und vielseitiger. Vor allem aber gab es wieder mehr Sessions, die sich rund um das Thema Blogging drehten. Das soll bitte nicht falsch verstanden werden, ich mag die Vielfalt an Sessions und Workshops, die es auf der re:publica gibt. Aber mir fehlte letztes Jahr ein wenig der Blogging-Fokus. Dieser kam dieses Jahr zum Beispiel in Form Session zu Blognetzwerken (ähnlich wie bei YouTubern):

Oder aber auch etwas zum Thema Finanzblogs, die noch nischiger scheinen, als mein Football-Blog:

Leider gab es keine Aufzeichnung der Session zu Sportblogs, die ich natürlich verpasst habe!

Letztlich habe ich leider viele gute Sessions nicht besucht. Weil ich mich verquatscht habe, weil ich sie gar nicht auf dem Schirm hatte, weil ich morgens etwas länger brauchte, um überhaupt auf der #rp13 zu sein (doofe Erkältung!). Doch zum Glück habe ich einige besucht und mein persönlicher Favorit ist die Session „i palindrome i“ von Marcus J.H. Brown:

Die Menschen, die ich traf

So war es also. Ich verpasste viele Sessions, sah ein paar und traf eine Unmenge an Leuten. Es war einfach eine gute Zeit und ich freue mich jetzt schon auf die nächste re:publica.

Ich traf natürlich den guten Markus Sekulla, der mich nach Düsseldorf holt und mit dem ich ab Juni sehr viel zu tun haben werde. In den paar Tagen wurden wieder viele Ideen geboren und Projekte auf die Liste gesetzt. Ich freue mich schon sehr auf die Zeit in Düsseldorf. Und der 2-Jahres-Plan steht!

Ich traf Thorsten Bruck von Pixoona, der nicht nur meine Leidenschaft für vietnamesisches Essen teilt, sondern jemand, mit dem man immer Spaß haben kann, auch wenn er richtig viel Stress hat und eigentlich keine Zeit hat.

Natürlich waren meine (noch) Arbeitskollegen Kathrin, Daniel, Florian und Birte dabei.

Ich traf auch Stefanie Bamberg wieder, der ich es zu verdanken habe, dass ich viele andere, interessante Menschen treffen konnte. Ohne sie, hätte ich den sehr unterhaltsamen Dienstagabend mit Meike Lobo, Marcus J.H. Brown, Johannes Mirus, Michael Bukowski, Anne Schüßler und vielen anderen nicht miterleben können.

Ich traf noch viele viele andere Menschen und freue mich sie alle nächstes Jahr (oder eher) wiederzusehen. Und noch mehr, neue Leute zu treffen. Und dann werde ich auch mehr Sessions besuchen. Versprochen!

Visuelle Eindrücke der re:publica 2013 findet ihr übrigens hier

Das neue Rockmelt – eine Reader-Alternative?

Gestern Abend sah ich es zum ersten Mal. Heute morgen habe ich es mir etwas genauer angesehen: Das neue Rockmelt.

Update: Rockmelt hat hier einen interessanten Beitrag mit Anleitung zum Import der Google Reader Quellen in Rockmelt.

Das neue Rockmelt

Beim öffnen eines neuen Tabs wird mir dieser Screen angezeigt. Also über den „Most visited Sites“ steht prominent: Teste den neuen Rockmelt! Und das habe ich dann mal gemacht. Wie schon früher, muss man sich mit Facebook anmelden – nicht umsonst wurde Rockmelt auch als Facebook Browser bezeichnet. Anschließend kann man noch eigene Interessen angeben und schon geht es los. Ein paar Sekunden Ladezeit und es erscheint Pinterest eine Pinterest-artige Darstellung meines Newsfeeds:

Rockmelt Start - David Philippe

Dabei zieht sich Rockmelt die Infos aus unterschiedlichen Quellen. Wenn ich auf den Reiter „Freunde“ gehe, sehe ich beispielsweise nur, was meine Facebook Freunde, Facebook Seiten und die von mir verfolgten Twitterer gepostet haben. Im „Home“ Bereich wird dies noch um weitere Quellen ergänzt, die meinen zuvor angegebenen Interessen entsprechen. Klicke ich auf einen Link, öffnet sich eine Vorschau des Beitrages, ich mache das mal am Beispiel von Richard Gutjahrs Artikel zu Facebook Home, der mir gerade im Feed angezeigt wurde:

Beitragsvorschau Rockmelt - David Philippe

Ich weiß nicht, ob das als Klick auf Richards Artikel gewertet wird, aber ich kann mir den Beitrag komplett durchlesen, teilen, liken, etc. Wenn ich ganz nach unten scrolle, kann ich den Artikel auch auf der Originalseite ansehen. Gerade hatte ich dann das Problem, im Nachhinein den Beitrag von Richard wieder zu finden. Muss ich jetzt komplett herunterscrollen, bis ich ihn zufällig wieder finde? Nicht ganz, wenn ich die Quelle kenne, kann ich einfach mal die Suche bemühen:

Rockmelt Suche - David Philippe

Und wenn ich hier die Quelle „G! gutjahrs blog“ auswähle, wird mir eine Übersicht der Quelle angezeigt, mit den letzten Beiträgen. Sehr hilfreich!

Rockmelt Quellenansicht - David Philippe

Natürlich möchte ich mir nicht immer die Quelle merken. Wenn ich einen interessanten Beitrag gefunden habe, kann ich mir aber auch die „Kachel“ (so bezeichnet Rockmelt die einzelnen Feedelemente) bookmarken.

Rockmelt Kachel Interaktion - david Philippe

Diese taucht dann unter meinen gebookmarkten Kacheln auf:

Gebookmarkte Kacheln - David Philippe

Also auf den ersten Blick wirkt das ganze sehr cool. Die Frage ist nur, wie es sein wird, wenn ich es auf dem zweiten Bildschirm permanent offen habe: Kann ich die ganzen Infos genau so mitverfolgen wie auf Hootsuite meinen Twitterfeed? Das ganze gibt es übrigens auch als iOS App. Ich hoffe nur, dass es auch bald als Android App erscheint, denn die iOS App ist ziemlich sexy.

Facebook Anzeigen Grundlagen – Teil 4: Das Pricing

Der letzte Teil der Mini-Serie: Nach dem ersten und zweiten Teil, erläuterte ich im dritten Teil die Targeting Optionen. Es fehlt nun nur noch der Bereich des Pricings für die Facebook Anzeigen. Wie viel kosten Facebook Anzeigen und was sollte man beachten?

Teil 4: Pricing und Zielsetzung für Facebook Anzeigen

Steht das Format der Anzeige und wurde das Targeting für diese Anzeige einmal vorgenommen, fragte Facebook früher abschließend noch nach der Zielsetzung der Anzeige (Sollen die Leute auf „Gefällt mir“ bei der Facebook Seite klicken, oder auf die Anzeige selbst klicken?) und nach einer Preisvorstellung. Dies geschieht nun nicht mehr, da im Vorfeld ja gefragt wird ob man Fans gewinnen möchte, oder das Engagement steigern will.

Wichtig ist also, zu wissen, was man mit den Anzeigen erreichen möchte, die man schaltet. Sollen die Leute die Anzeige sehen, oder vor allem auf sie klicken?

1) Zielsetzung „Gefällt mir“ klicken, sichtbar sein:

Entscheidet man sich für diese Option, so erhält man anschließend beim Pricing folgende Auswahl:

Facebook Anzeigen Pricing Kosten Auswahl

Hier kann man eine neue Kampagne anlegen, oder (oben rechts) eine bestehende Kampagne auswählen. Man kann den Preis an sich jedoch nicht selbst wählen.

Das liegt daran, dass man ein von Facebook optimiertes CPM Bezahlsystem wählt, sobald man sich für die „Gefällt mir“ Option entscheidet. Hier zeigt Facebook die Anzeige den Nutzern an, die mit einer hohen Wahrscheinlichkeit auf „Gefällt mir“ klicken werden. Dabei zahlt man pro 1000 Anzeigen (Cost per Million = CPM).

Wann lohnt sich dieses Pricing? Vor allem dann, wenn die Anzeigen dazu dienen sollen, neue Fans für eine Facebook-Seite zu generieren, lohnt sich dieses Verfahren. Durch die von Facebook optimierte Aussteuerung der Anzeige der Werbeanzeigen, wird die Effizienz deutlich gesteigert.

2) Zielsetzung „auf meine Werbeanzeige klicken“

Weil das Ziel dieser Werbung ist, dass sie auch angeklickt wird, sollte auch diese Option ausgewählt werden.

Facebook Anzeigen Auswahl Pricing Kosten

Der Unterschied zur „Gefällt mir“ Option zeigt sich ganz unten: Hier kann man ein Maximalgebot für einen Klick auf die Anzeige angeben oder sich für die automatische Optimierung entscheiden.

Facebook bietet einen Vorschlag für das Gebot an (groß in der Übersicht) und stellt einen wahrscheinlichen Wert von vornherein ein. Hier empfiehlt es sich aber, zwecks Steigerung der Anzeigewahrscheinlichkeit, diesen Wert deutlich zu erhöhen. Unter 1€ pro Klick wird nichts eingestellt. In diesem Beispiel (Vorgeschlagenes Maximalgebot von 1,61€) würde eher ein Wert von 2€ pro Klick gewählt werden. Mit einem deutlich höheren Maximalgebot kann man sich, ähnlich wie bei eBay, den Werbeplatz eher ersteigern, als mit einem von Facebook vorgeschlagenem Gebot.

Wann lohnt sich dieses Pricing? Gerade dann, wenn man sichergehen möchte, dass die Werbeanzeige auch gezeigt wird und entsprechend auch angeklickt wird, sollte man dieses Pricing-Modell wählen. Insbesondere für Page Post Ads ist dieses Modell deutlich besser geeignet.

3) Budgets und Kampagnen

Bei beiden Varianten kann man eine neue Kampagne oder eine bereits bestehende Kampagne auswählen, unter der die Werbeanzeige dann laufen wird.

Möchte man eine neue Kampagne einstellen, benennt man diese Kampagne und wählt das Budget aus. Wichtig ist dabei zu unterscheiden, ob man ein Tagesbudget  eingeben möchte, oder aber ein Laufzeitbudget.

Beim Tagesbudget wird das eingegebene Budget als Limit für die Ausgaben für Anzeigen gewählt – pro Tag, jeden Tag aufs Neue! Dies geschieht so lange, bis die Kampagne gestoppt wird.

Beim Laufzeitbudget wird das gesamte Budget auf die gesamte Laufzeit der Kampagne aufgeteilt. Dies geschieht von Facebook automatisch. So wird gewährleistet, dass auch am letzten Tag der Kampagnenlaufzeit noch Budget vorhanden ist, um die Anzeigen zu finanzieren. Das Laufzeitbudget wird niemals überschritten werden. In der Regel wird es jedoch komplett aufgebraucht.

Bei einer Werbeanzeige, die einer bestehenden Kampagne hinzugefügt werden soll, klickt man oben rechts auf das Feld „bestehende Kampagne verwenden“. So muss nichts weiter eingestellt werden, da die Kampagne bereits früher definiert worden ist.

Sehr wichtig: Es sollten NIE verschiedene Anzeigenformate unter einer einzelnen Kampagne zusammengefügt werden. Facebook steuert selbst bereits aus, welche Anzeigen einer Kampagne gut funktionieren und pusht diese. Daher sollte eher das Budget für die unterschiedlichen Anzeigenformate aufgeteilt und für jedes Format eine eigene Kampagne erstellt werden.

Facebook Anzeigen Grundlagen – Teil 3: Das Targeting

Nachdem ich im ersten Teil die Anzeigen zur Fan-Gewinnung und im zweiten Teil die Anzeigen auf Seitenbeiträge behandelt habe, wird es nun Zeit, sich mit dem Targeting bei Facebook Anzeigen zu befassen.

Teil 3: Das Targeting für Facebook Anzeigen

Eine Werbeanzeige kann noch so gut designed und getextet sein, wenn sie nicht die Zielgruppe erreicht, wird sie nicht erfolgreich sein. Dies gilt auch bei Facebook Anzeigen. Facebook bietet sehr genaue Targeting-Optionen, wodurch die Effizienz der Anzeigen sehr stark beeinflusst werden kann.

1) Demografische Daten (Alter, Geschlecht, Wohnort):

Facebook erlaubt eine Auswahl der Zielgruppe nach mehreren Daten. Dabei sind die ersten und wichtigsten Daten das Alter, das Geschlecht und der Wohnort der Facebook Nutzer.

Facebook Anzeigen Targeting Demografie

Die erste Auswahl ist der Ort: Dabei kann man grob nach Ländern sortieren, also Deutschland, Österreich, Schweiz, etc. oder aber genauer nach Städten. Facebook erlaubt es leider nicht, nach Bundesländern zu sortieren. Möchte man nur ein Bundesland ansprechen, muss man daher die Städte in dem jeweiligen Bundesland eingeben und den Einzugsbereich („Städte im Bereich X Meilen“) auf den maximalen Wert von 50 Meilen (80km) setzen.

Das Alter lässt sich für einen gewissen Zahlenbereich oder ein ganz genaues Alter wählen. Weiterhin kann man die Geschlechterbestimmung offen lassen oder ein spezielles Geschlecht targeten. Ich empfehle hier generell ab 18 Jahren zu targeten. In den meisten Fällen sind die jüngeren User nicht so relevant.

2) Interessen, die bei Facebook angegeben werden:

Durch die einzelnen „Gefällt mir“ Angaben und freien Interessenangaben der Nutzer erhält Facebook eine Vielzahl an Daten. Daher ist es möglich, die Zielgruppe auf Grund von Interessen auszuwählen. Hier gibt es zwei Möglichkeiten:

Targeting Facebook Werbung nach Interessen

a) Man gibt präzise Interessen an, wie „Schlittschuhlaufen“ oder „Astrologie“.

b) Man wählt erweiterte Kategorien aus. Hier wird zunächst grob nach „Aktivität“, „Veranstaltungen“, „Familienstatus“ und ähnlichem vorsortiert und anschließend bieten sich ausführlichere Auswahlmöglichkeiten.

Man kann so beispielsweise frisch verheiratete Menschen auswählen, die sich für Literatur und Wellness interessieren und kürzlich umgezogen sind. Dabei gerne Luxusgüter und Modeartikel kaufen und auf Bier/Alkohol/Spirituosen stehen.

Gerade bei sehr spezifischen Anzeigen bieten die Interessenkategorien eine Möglichkeit, die Nutzer zu erreichen, die später auch ein gewisses Interesse an der Seite haben.

3) Verbindungen:

Facebook bietet weiterhin die Möglichkeit, auszuwählen, ob die Werbung nur bestehenden Fans, nur Facebook Nutzern, die noch keine Fans der Facebook Seite sind oder aber mit einer bestimmten anderen Facebook Seite verbunden sind.

Gerade bei Anzeigen zur Fanakquise macht es beispielsweise wenig Sinn, diese auch den bestehenden Fans anzuzeigen. Andersherum ist es sinnvoll, Anzeigen, die bestehende Fans reaktivieren soll, nur den bestehenden Fans anzuzeigen.

Targeting Facebook Werbung Verbindungen

4) Erweiterte Auswahlkriterien:

Zuletzt gibt es noch die erweiterten Auswahlkriterien. Hier kann man auswählen, an welchem Geschlecht die Nutzer interessiert sein sollen, welchen Beziehungsstatus sie haben, welche Sprache sie sprechen und welchen Ausbildungsstand sie haben. Interessant: Wenn der Arbeitgeber eine Facebook Seite besitzt, kann auch dieser noch als Auswahlkriterium eingefügt werden.

Ausbildung und Arbeitgeber ist gerade im Recruiting sehr interessant. Achtung! sucht neue Arbeitskräfte, diese sollten möglichst studiert haben und bei einem Wettbewerber arbeiten. Also werden die Namen der Wettbewerber eingegeben (sobald eine Facebook Seite existiert, wird diese dann ausgewählt, gibt es keine, fällt dieser Wettbewerber aus dem Targeting aus) und Hochschulabsolventen als Zielgruppe bestimmt.

Targeting Facebook Anzeigen erweiterte Optionen

Facebook bietet also sehr gute Auswahlmöglichkeiten für die Zielgruppendefinition. Diese sollten auf jeden Fall genutzt werden. Facebook Anzeigen, die schlicht „alle in Deutschland“ als Zielgruppe haben, sind deutlich weniger effizient, als Anzeigen mit einer klarer und spitzer definitierten Zielgruppe.

Facebook Anzeigen Grundlagen – Teil 2: Anzeigen aus einem Seitenbeitrag

Im ersten Teil dieser Mini-Serie ging es darum, wie man vor allem für die Fan-Gewinnung Anzeigen schalten kann. Dies erfolgt vor allem via „Standard Anzeigen“ und „Sponsored Stories“. Im zweiten Teil geht es um die Bewerbung eines Seitenbeitrags, um das Engagement zu steigern.

Teil 2: Wie erstellt man eine Anzeige „aus einem Seitenbeitrag“

Diese besondere Form der Facebook Anzeigen ist nur verfügbar, wenn man Werbung für eine Facebook Seite macht. Auch hier werden die Anzeigen über den Facebook Anzeigen Manager erstellt: Zu finden ist dieser unter http://www.facebook.com/advertising und dort unter „Verwalte deine Anzeigen“ oder durch direkte Anwahl http://www.facebook.com/ads/manage.

1) Wofür sind Anzeigen aus einem Seitenbeitrag geeignet?

Anzeigen aus Seitenbeiträgen sind vor allem dazu geeignet, das Engagement der bestehenden Fans der Facebook Seite zu steigern. Ansprechende Bilder, Umfragen, spannende Videos – all das ist potenzielles Material für eine Anzeige aus einem Seitenbeitrag.

Vor allem dann, wenn der Beitrag auf der Seite bereits gut angenommen wird, kann man diesen positiven Trend noch mit etwas Werbung unterstützen.

2) Auswahl der Seite, für die man die Anzeige erstellen möchte

Das Vorgehen ist zunächst exakt wie bei den „normalen“ Anzeigen zur Fangewinnung. Man klickt im Facebook Anzeigen Manager oben rechts auf den Button „Werbeanzeige erstellen„, woraufhin man auf dieser Seite landet:

FB Ad Manager

Auch hier mache ich das am Beispiel der Facebook Seite Für mehr American Football im deutschen Fernsehen:

Facebook Werbung Seite auswählen

3) Einen Seitenbeitrag auswählen, der beworben werden soll

Hier kommt der erste Unterschied zu den normalen Anzeigen: Wir wollen nicht die Seite allgemein bewerben, sondern einen bestimmten Beitrag auf der Facebook Seite (hier: Für mehr American Football im deutschen Fernsehen). Daher wählen wir also diese Option aus:

Page Post Ads Facebook Auswahl

Was wird beworben? Immer der neueste Beitrag, oder ein ganz bestimmter Beitrag

Nun bieten sich mehrere Möglichkeiten. Soll automatisch der neueste Beitrag der Seite beworben werden, oder ein ganz spezieller Beitrag? Es empfiehlt sich in den meisten Fällen, den Beitrag selbst auszusuchen und daher einen bestimmten Beitrag zu bewerben. So hat man die größte Kontrolle darüber, was in der Anzeige zu sehen ist.

Page Post Ads Facebook Auswahl Beitrag

Wählen wir nun ein Bild aus (Facebook kürzt den Beitrag manchmal zu „Photos“), erhalten wir für diese Auswahl folgende Anzeige. Es fällt auf, dass hier auch Sponsored Stories erstellt werden können, die anzeigen, wenn Facebook User mit dem Beitrag interagieren. Dies ist eine Sonderform von Sponsored Stories, die ich im ersten Teil nicht erwähnt habe.

Page Post Ad Auswahl Beispiel

Passend zu dem Originalbeitrag:

Beispielbeitrag

Aber auch für Textbeiträge, Links, Videos, Eventhinweise, Angebote und alle anderen Seitenbeiträge können Anzeigen erstellt werden.

Das war der zweite Teil der Facebook Anzeigen Serie. Im dritten Teil zeige ich euch, wie man das Targeting bei Facebook Anzeigen vornehmen kann.