Und wieder „Wir“ gegen „Die“?

Eigentlich hatte ich nicht vor, etwas zu diesem Thema zu schreiben. Es wurde schließlich schon so viel dazu geschrieben. Und irgendwie habe ich das Gefühl, wir haben das ganze schon zig mal durchgekaut, in der einen oder anderen Art.

Ich spreche von dieser Diskussion um „Generation Y“ und die Führungskräfte, die sich an die neuen Bedingungen anpassen müssen. Ja, ich habe diesen Welt Artikel gelesen, ebenso wie den Beitrag von Sue bei GründerSzene. Ich habe auch einige Reaktionen darauf gelesen. Beispielsweise der gar nicht so daneben liegende Text von Luebue, meinem (noch) Chef. Ihr seht, es wurde bereits sehr viel dazu gesagt. Und heute hat mein geschätzter Freund und Kollege Daniel auch noch was gutes dazu geschrieben. Allein der Titel „Von Schubladendenken un Etikettierungswahn“ verlockt zum lesen.

Ich habe mich bereits mit einigen dazu ausgetauscht, so offlinig von Angesicht zu Angesicht. Und doch glaube ich, dass ich hier meine Meinung auch mal wieder kund tun muss. Nicht damit ihr es lest, sondern damit ich es einfach mal los geworden bin. Und ich bitte immer zu bedenken: Ich kann nicht für alle reden, sondern nur für mich.

Ich werde Ende dieses Jahres 29 Jahre alt werden. Nachdem ich mein erstes Studium mit 23 Jahren abgebrochen habe, habe ich mit 26 Jahren mein zweites Studium als Bachelor beendet und direkt mit meiner Arbeit als Kommunikationsberater begonnen (ich zähle die 1,5 Jahre Selbstständigkeit neben dem Studium jetzt ausnahmsweise nicht mit). Mit 17 wollte ich die 13. Klasse wiederholen, weil ich dachte, meine Abiturnote wäre zu schlecht. Wirklich, fragt meine ehemaligen Mitschüler. Ich war eine Woche nicht in der Schule, bis ich mitbekam, dass ein Chemie-Studium keinen NC hat.

Ich scheiterte also schon fast das erste Mal, bevor ich volljährig war. Aber es war damals die einzig richtige Entscheidung für mich. Nach dem Abi habe ich mein Chemie-Studium in Göttingen begonnen. Doch trotz einer noch immer bleibenden Faszination für diese Wissenschaft, erkannte ich, dass dies nicht das ist, was mich für mein Leben erfüllen wird. Ich brach mein Studium der Chemie ab. Nach fünf Jahren. Doch ich hatte Glück, denn meine Familie stand hinter mir. Der einzige Kommentar war: OK, dann guck halt, was du sonst machen kannst. Und ich komme definitiv nicht aus einer reichen Familie!

Ich fand etwas anderes. Und dieses Mal hatte ich eine gute Wahl getroffen. Ich studierte Kommunikationsmanagement. Also PR. Ich machte mein erstes Praktikum bei Hill & Knowlton 2009 und kam dort mit „diesem Web 2.0“, wie es damals hieß, in Berührung. Ich lernte diese Welt kennen und lieben. Und ich wusste, das ist etwas, was mir gefällt. Was mich erfüllt. Mein zweites Pflichtpraktikum im Studium leistete ich daher anders ab, als meine Kommilitonen: Ich hatte mich mit einem Kollegen selbstständig gemacht und eine kleine Agentur gegründet. Social Media Beratung. Warum? Weil ich keine Lust hatte, noch ein Praktikum zu machen, womöglich eines, das mir nicht so viel beigebracht hätte, wie mein erstes. Und weil ich Geld verdienen musste. Es war eine Mischung aus Notwendigkeit und Ergreifung einer Chance. Die Entscheidung fiel damals in knapp 3 Tagen.

Und ich habe mir von vorne herein gesagt, dass es nur auf Zeit sein würde. Ich wollte lernen. Lernen von Menschen, die mehr Erfahrung haben als ich. Lernen von Menschen, die mehr wissen als ich. So wie ich in der Schule von meinen Lehrern lernen wollte, im Studium von meinen Professoren, wollte ich im Job von Vorgesetzten lernen. Und so wie ich es von meiner Mutter lernte, war ich ein selbstständiger Mensch, der kritisch hinterfragte, was ihm vorgesetzt wurde. So wie ich es von meinen Lehrern lernte, betrachte ich Informationen aus möglichst vielen Perspektiven, um möglichst alle Aspekte eines Problems zu betrachten. Und so, wie ich es von meinen Professoren lernte, versuche ich das Problem stets in den größeren Kontext zu setzen. Ich wurde von je her dazu erzogen, kritisch zu hinterfragen und auf eigenen Beinen zu stehen. Warum also wundern sich dann einige Menschen, wenn ich genau das mache, was man früher von mir forderte? 

Ich lernte sehr viel in meinem Praktikum. Ich lernte sehr viel in meiner Zeit als Selbstständiger. Ich lernte sehr viel in meiner Zeit bei achtung!, die Ende Mai vorbei sein wird. Ich lernte von verschiedenen Menschen. Aber das waren nicht „die Älteren“, oder „die Erfahreneren“. Nicht immer. Es waren alle um mich herum. Die Jüngeren, die Gleichaltrigen, die Älteren. Von allen lernte ich etwas, oder lernte ich eben doch nichts. Ich glaube nicht, dass es eine Generationenfrage ist. Es ist eine Persönlichkeitsfrage. Ich habe junge Höherstehende kennengelernt, die einfach viel auf dem Kasten haben und mir glücklicherweise etwas vermitteln können. Ich habe aber auch Praktikanten und Volontäre kennengelernt, die mir noch vieles beibringen konnten. Ich lernte von „Alten Hasen“ und habe auch viele getroffen, die mir persönlich nichts vermitteln konnten. Aber so wie ich von ihnen lernen konnte, konnten (hoffentlich) viele auch von mir lernen. Jüngere Kollegen von meiner Erfahrung, oder aber von meinen Fragen. Ebenso ältere, erfahrenere Kollegen. Wichtig ist es doch, einfach offen zu sein für Neues. Lernbereit zu sein. Wer denkt, er würde nichts mehr lernen können, hat meiner Meinung nach ein sehr großes Problem.

Nur, weil etwas immer schon funktionierte, muss es nicht immer die beste Variante sein. Nur weil etwas neu ist, muss es nicht immer besser sein. Ich versuche, den besten Weg zu finden, ein Problem zu lösen. Dieser muss aber nicht immer meinem Kopf entspringen, oder revolutionär neu sein. Oft ist es der simple, unspektakuläre Weg, der mich am ehesten ans Ziel führt. Manchmal aber auch nicht. Sollten wir nicht alle versuchen, den optimalen Weg zu finden, anstatt krampfhaft am eigenen festzuhalten?

Doch das ist alles auf einer sehr subjektiven Ebene. Was ist mit dem Vorwurf, „Wir“ würden zu viel verlangen? Also wenn ich mir anschaue, was „Wir“ im Durchschnitt in der Branche verdienen, in der ich arbeite… zu viel würde ich das nicht bezeichnen. Wenn ich an meinen kleinen Bruder denke, der als Maschinenbauingenieur mit einem Gehalt anfängt, bei dem selbst Kollegen mit 6 Jahren Berufstätigkeit die Ohren schlackern… Aber das ist eine Branchenfrage. Wie sieht es mit der Arbeit aus?

Was erwarte ich von einem Arbeitgeber, beziehungsweise von meiner Arbeit?

Als erstes erwarte ich, dass meine Arbeit wertgeschätzt wird. Das sollte etwas sein, das jeder von uns erwarten darf, oder? Egal wie alt, egal wie viel Erfahrung. Die geleistete Arbeit sollte wertgeschätzt werden. Natürlich gerne auch auf dem Konto. Aber ich bin nicht in die Branche gegangen, weil ich reich werden wollte, sondern weil es mir Spaß macht. Und das erhoffe ich mir von meiner Arbeit: Das sie im Großen und Ganzen Spaß macht.

Ich möchte ein Gleichgewicht von Arbeit und Freizeit haben. Wobei das hier etwas problematisch werden kann, weil für mich die Arbeit und die Freizeitbeschäftigung häufig sehr ähnlich ist. Aber ich sehe es nicht ein, 10-12 Stunden am Tag in einem Büro zu sitzen, nur weil es heißt, dass ich damit Fleiß zeigen würde. Ich kann auch 10 Stunden im Büro sitzen und mir Katzenbilder auf reddit ansehen. Oder aber ich kann meine 8 Stunden so nutzen, dass mein Arbeitspensum geschafft ist.

Ich möchte eine flexible Einteilung meiner Arbeitszeit. Warum muss ich bis 9 Uhr warten, bis ich im Büro anfangen kann zu arbeiten und dann bis mindestens 18 Uhr da sitzen? Mittags eine Stunde Pause. Warum kann ich nicht anfangen zu arbeiten, wenn ich wach und bereit dafür bin? Als Frühaufsteher wäre das bei mir ca. 7:45 Uhr. Mittags habe ich immer ein Tief, warum kann ich da nicht 2-3 Stunden Pause machen? Ich bin abends wiederum wieder relativ fit und bin auch noch irgendwie ein Nachtmensch (Früher habe ich meine Hausarbeiten und auch manche Kundenarbeiten erst um 2 Uhr nachts geschrieben. Dafür habe ich dann mal bis 10 Uhr ausgeschlafen). Diese Arbeitszeiten sind mit einem Büro nicht vereinbar, zumindest heute nicht.

Aber: Wenn es wirklich gar nicht mehr geht, wie es ist. Wenn ich wirklich etwas anders haben will. Dann kann ich doch nicht erwarten, dass die Welt sich ändert, damit ich habe, was ich möchte! Ich muss selbst die Schritte einleiten. Selbst den Weg gehen. Bei mir ist es die Selbstständigkeit. Bei anderen ist es eventuell ein Jobwechsel. Wieder andere brauchen vielleicht auch nur ein Hobby. Ich kann nicht alles verlangen und erwarten, es zu bekommen. Und noch weniger kann ich erwarten, dass es dafür einen Lieferservice gibt. Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied. Es gibt immer doofe Vorgesetzte, die einen blockieren, sabotieren, hindern oder sonst was. Es gibt immer vorwitzige Frischlinge, die denken, sie könnten die Welt verändern, ohne sie zu kennen. Aber es geht nicht um „Wir“ gegen „Die“. Es geht letztlich um „Dich“ und „Mich“. Um deinen Platz in der (Arbeits)Welt und was du damit machen willst.

Ich gehe meinen Weg. Und was macht ihr?

Ich habe keinen Bock mehr auf euern Schwanzvergleich!

Ok, das klingt jetzt etwas arg vulgär, aber nur so bekommt man ja Aufmerksamkeit, Interaktion, Likes und Reichweite – scheinbare Relevanz. Nein, ernsthaft: Ich habe keinen Bock mehr auf den ewigen Statistik-Vergleich.

Ätschie Bätsch, ich habe mehr Fans als du!

Wie oft muss man sich das anhören, Facebook Seite X hat so viele Fans und Facebook Seite Y nur so viele. Ebenso bei Twitter, nur das es da Follower heißt. Leute, merkt ihr denn nicht, es geht hier nicht um Fans und Follower als einfache Zahlen! Was bringen mir 10 Millionen Fans, wenn ich da nur Zombie-Accounts habe, die irgendwann mal wegen eines tollen Gewinnspiels oder einer guten Facebook Werbekampagne auf „like“ geklickt haben und dann vergaßen wieder zu ent-liken? Zombie-Fans, die nie kommentieren, teilen oder liken. Die einfach nur da sind, weil sie vergaßen oder zu faul sind zu gehen. Die nicht einmal auf Links klicken, weil sie diese auf Grund des EdgeRanks gar nicht erst angezeigt bekommen. Mit diesen Fans kann niemand etwas anfangen. Ebenso sieht es bei Twitter aus.

Leider braucht es aber, bis das in den Köpfen einiger Leute ankommt. Hauptsache viele Fans! Da werden Fanzahlen als KPI vereinbart, ohne dabei zu sagen, ob sie aus der eigenen Zielgruppe stammen sollen oder nicht. Nein, hauptsache mit dem Wettbewerber möglichst gleichziehen! Da können es auch die 14 jährigen Mädchen sein, die auf Ponies und Beauty-Blogs stehen, wenn man selbst eher die Zielgruppe Männlich ab 28 Jahren ansprechen will. Der Wettbewerber hat ja auch so viele Fans. Das muss doch gehen!

Erst einmal Fans sammeln, möglichst viele! Die Zielgruppe erreichen wir dann automatisch später

Klar, so kann man es auch versuchen, aber wisst ihr eigentlich was das für eine Verschwendung von Ressourcen ist? Zeit und Geld muss investiert werden, um Fans zu sammeln und wenn da das Ziel lautet: Viele Fans! dann kann man sich das meistens gleich aus dem Kopf schlagen. Was wollt ihr denn mit den Fans machen? Denkt da doch bitte einmal drüber nach, bevor ihr da viel Geld investiert! Es ist sinnvoller, beim Fanaufbau gleich auf die Zielgruppe zu achten. Dann ist man vielleicht nicht so schnell wie der Wettbewerber, dafür hat man aber die richtigen Leute, die womöglich auch echte „Fans“ sind und nicht einfach irgendwelche Like-Zombies.

Man schaltet doch auch nicht TV Werbung auf allen Sendern, weil man denkt: Ich erreiche dann möglichst viele Leute, da wird die Zielgruppe schon mit drin sein! Also bitte!

PTAT PTAT! Bleibt mir mit dem PTAT fern!

Einer der wohl verdammt noch einmal nervigsten Werte, neben der Fanzahl, ist für mich der PTAT Wert. „People talking about this“ nennt er sich, dieser komische Wert, über den ich schon vor langer Zeit einmal geschrieben habe. Wie kommt diese Zahl tatsächlich zustande? Auf der Arbeit haben wir uns das mal angesehen und mit Verlaub: Die tatsächliche „Interaktion“ also das Liken, Kommentieren und Teilen von Beiträgen einer Facebook Seite haben damit kaum etwas zu tun.

Weg von PTAT und Fanzahlen hin zu „echter Interaktion“ und nachvollziehbaren Zahlen

Ich habe keine Lust mehr auf Zahlen, die ich nicht nachvollziehen kann. Zumal so Algorithmen von Facebook, Google und Co. ja gerne einfach mal geändert werden. Darum haben wir uns in der Agentur mal Gedanken zu einer neuen Formel gemacht, die versucht, die Interaktion mit Seiten aus Perspektive der User zu bewerten. Diese Formel stellt einen gewichteten Interaktionsindex dar.

Dabei ist der Part mit den „Klicks auf den Link“ eine Option, die nur gilt, wenn man die Links mit beispw. bit.ly tracken kann und das überhaupt eine wichtige KPI ist.

Die Zahlen sind so allesamt nachvollziehbar und vor allem kann man sie auch für „fremde“ Facebook Seiten anwenden. Dabei ist es dann irrelevant, wie viele neue Fans dazu kommen, da anders als im PTAT Wert, diese Zahl nicht direkt auftaucht. So spiegelt diese Zahl also die tatsächliche Interaktion wider, ohne dass man sie mit Fan Akquise Aktionen beeinflussen kann. Hier geht es um gutes Community Management, nicht um viel Geld für Facebook Werbung. Daher haben wir auch bewusst darauf verzichtet, die Zahl der „neuen Fans“ mit in diese Formel aufzunehmen.

 

Unerwünschte Werbung auf Facebook? Wie kommt die dahin und wie werde ich sie los?

Ihr kennt es, man ist unschuldig auf Facebook unterwegs und schaut, was durch den Newsstream läuft (das ist die Startseite!) und plötzlich ist da ein Beitrag von einer Seite, die man gar nicht „geliked“ hat! Wie kann das sein? Wie können die mir einfach ihre Werbung auf meine Facebook Seite bringen?

Ok, spätestens jetzt muss ich sagen: Dieser Beitrag ist nicht primär für PRler und Social Media Leute gedacht, sondern für alle ganz normalen Facebook Nutzer, die sich über unerwünschte Facebook Werbung auf „ihrem Facebook“ aufregen. Naja, vielleicht auch für PRler und Social Media Leute, aber definitiv nicht primär.

1.) Hallo Facebook Nutzer, tut mir einen Gefallen: VERSTEHT wie Facebook funktioniert!

Ich versuche es mal etwas zu erklären: Ihr seid da auf einer Plattform, die einem Unternehmen gehört unterwegs. Und dieses Unternehmen ist seit einiger Zeit sogar an der Börse notiert, das bedeutet, es ist definitiv und 100% sicher daran interessiert, GEWINN zu machen. Jetzt fragt ihr euch vielleicht, wie Facebook denn Geld macht? Ihr zahlt schließlich nicht für die Nutzung von Facebook, oder? Das ist richtig, ihr bezahlt keinen (finanziellen) Beitrag für die Nutzung von Facebook. Gleichzeitig ist es aber auch falsch. Ihr bezahlt mit Informationen. Warum Informationen eine sehr interessante Währung im Internet ist, werde ich jetzt nicht groß erklären, aber glaubt mir, Google, Apple, Facebook, Amazon und viele viele weitere Unternehmen investieren sehr viel Kosten und Mühe, um an Informationen zu kommen.

Nein, Facebook, Google und Co. verkaufen diese Informationen NICHT einfach weiter an andere Unternehmen. Warum nicht? Ganz einfach! Die Informationen für sich zu behalten, ermöglicht es allen Plattformen, mehr Geld damit zu verdienen. Wie verdienen sie Geld mit Informationen? Dürfen die das?

2.) Hallo Facebook Nutzer: So funktioniert das mit der Facebook Werbung!

Facebook (und Google und viele andere) verdient einen Großteil des Geldes mit dem Verkauf von Werbeplätzen. Facebook macht also mit Werbung Geld. Übrigens ist das mit ein großer Grund, warum ihr keinen Geldbetrag für die Nutzung von Facebook zahlen müsst! Wie funktioniert Facebook Werbung denn?

Nun, Unternehmen (oder aber auch private Nutzer) können für ihre Facebook Seite oder eine Webseite bei Facebook Werbung machen. Dazu gibt es verschiedene Werbeformate (ein paar weitere Informationen gibt es hier), die man bei Facebook buchen kann. Die meisten Werbeformate werden rechts bei Facebook angezeigt, ihr wisst schon, unter den Events und Spielebenachrichtungen. Manche Werbeformate aber können auch im Newsstream der Facebook Nutzer auftauchen. Der Newsstream ist die Übersicht über alle Aktivitäten, die ihr seht, wenn ihr euch bei Facebook eingeloggt habt und hier klickt.

Aber wie können die Unternehmen nun genau mich auswählen für ihre Werbung? Wie kommen sie an meine Daten? Hat Facebook sie ihnen verkauft? Und hier sollten alle ganz genau aufpassen: NEIN! Facebook hat eure Daten NICHT verkauft und das Unternehmen hat die Werbung NICHT genau an euch oder mich geschickt! Ganz im Gegenteil, Facebook versucht alles mögliche, damit ein Unternehmen NICHT erfährt, welche Person genau die Werbung angezeigt bekommt.

Die Facebook Werbung funktioniert ein bisschen so, wie die Werbung in euerm Briefkasten. Die Unternehmen, die euch Werbung in den Briefkasten einwerfen lassen – und ich spreche hier von den unadressierten Briefkasteneinwürfen, die einfach jedem Haushalt in einer Strasse/Stadtteil/Stadt ungefragt in den Briefkasten geworfen wird – wissen nicht, wer in dem Haushalt wohnt! Sie wissen nur, in der Strasse sind X Haushalte und vielleicht wissen sie noch, dass das Durchschnittsalter in der Strasse Y Jahre beträgt. Wenn das ungefähr für die Werbung des Unternehmens passt, bekommen es die Haushalte. Fertig. Kein Name, keine gezielte Ansprache. Da steht nirgends „Hallo David, wir haben hier tolle Werbung für dich!“

Und genau so ist das bei Facebook Werbung. Die Unternehmen bestimmen eine Zielgruppe, dazu können Alter, Geschlecht, Wohnort und Interessen (die geben wir alle schließlich bei Facebook an) auswählen. Aber am Ende erhalten sie nur eine Zahl. Eine einzige Zahl, die dann sagt, wie viele Facebook Nutzer in diese Auswahl fallen. Und wenn das Unternehmen sich denkt: „Hey, die Zahl ist OK, diese Auswahl buchen wir!“, dann bekommen alle Facebook Nutzer, die in dieser „Informations-Strasse“ wohnen, die Werbung. Ohne Namen, ohne gezielte Ansprache.

Also noch einmal Klartext: DIE UNTERNEHMEN HABEN KEINE PERSÖNLICHEN INFORMATIONEN VON UNS! Sie verfolgen uns also nicht auf Facebook. Wir sollten uns daher vielleicht nicht für so wichtig nehmen und immer denken, das jeder es auf uns abgesehen hat.

Ach ja, noch etwas: Wenn ihr am Desktop auf Facebook seid, könnt ihr sogar etwas gegen die Werbung machen, die euch nervt.

3.) Hallo Facebeook Nutzer, so könnt ihr unerwünschte Werbung in Zukunft ausstellen!

Ihr seht Werbung, die ihr absolut nicht ertragen könnt? So werdet ihr unerwünschte Facebook Werbung wieder los: Geht mit dem Mauszeiger über die Werbung

Und wenn ihr mit dem Mauszeiger dort seid, erscheint oben rechts ein kleines „X“, wie man es schont kennt, wenn man Dinge schließen möchte. Da klickt ihr einfach drauf. Dann erscheint ein kleines Menü.

Jetzt müsst ihr nur noch sagen, dass ihr diese Werbung verbergen wollt. Ihr könnt sogar alles von der jeweiligen Facebook Werbung verbergen! Ist das nicht toll? Dann werdet ihr nicht mehr von Meldungen dieser Seite belästigt!

Das ganze funktioniert natürlich ebenso mit Werbung im Newsstream:

Und wenn ihr hier mit der Maus über die Werbung geht, seht ihr nicht das kleine „X“, sondern einen kleinen weißen Pfeil ebenfalls oben rechts in der Ecke. Klickt auf diesen Pfeil!

Hier müsst ihr nur auf „Verbergen“ klicken und schon wird die Werbung verborgen. Ja mehr noch, Facebook fragt sofort nach, warum ihr das verborgen habt.

Und danach wird euch die Werbung nicht mehr angezeigt! So einfach könnt ihr unerwünschte und nervige Facebook Werbung los werden! Das funktioniert jedoch nur, wenn ihr am PC / Laptop auf Facebook seid. Bei Mobilgeräten gibt es noch keine Option zum Verbergen von Facebook Werbung.

Noch einmal in Kürze: 1.) VERSTEHT wie Facebook funktioniert! 2.) Facebook Werbung braucht KEINE privaten Daten von euch! 3.) Ihr könnt unerwünschte Werbung ausblenden!

Woher weiß ich eigentlich, wovon ich rede? Ich bin einer von „denen“! Einer, der Werbung auf Facebook schaltet. Ich bin einer, der es auf euch abgesehen zu haben scheint! Dabei bin ich nur einer, der nicht einmal weiß, wer ihr seid? Ich kenne nur eine Zahl. Und diese Zahl ist eigentlich auch alles, was mich interessiert. Ich möchte euch nicht extra nerven, ich möchte nicht eure privaten Daten klauen. Ich buche nur Werbung. Facebook zeigt sie euch an, weil ihr ein Teil einer Zahl seid. Einer Zahl, die Facebook bestimmt.

Die Kritikfähigkeit der Kindergärtner…

Do not enter

Kinder sind unsere Zukunft. Das sollte heute eigentlich jedem klar sein. Entsprechend haben die Menschen, die für die Entwicklung unserer Kinder und damit unserer Zukunft zuständig sind eine sehr bedeutende Aufgabe. Sie haben es mit in der Hand, wie sich die Kinder entwickeln werden. Und aus diesem Grunde habe ich großem Respekt vor Menschen, die sich für einen Job als Erzieher, Lehrer oder Ähnlichem entscheiden – und ihren Job auch gut machen!

Die Ausbildung in diesem Bereich ist nicht einfach und kostet viel Zeit und einige Mühe. Erzieher beispielsweise durchlaufen eine meist vierjährige Ausbildung mit diversen Praktika. So auch eine Person, die ich kenne. Sie hat in den letzten Monaten ihr erstes Praktikum in einem Kindergarten in einer Kleinstadt absolviert, die ich gut kenne. Und wie es bei Praktika üblich ist, muss man auch einen Praktikumsbericht abliefern. Alles kein Problem, könnte man denken. Doch nicht so in diesem Fall.

Denn hier erdreistete sich die Praktikantin doch, im letzten Satz folgendes zu schreiben: „Abschließend hätte ich mir von der Praktikumsleiterin ein paar mehr nette Worte und konstruktive Kritik gewünscht.“ Gut, das hat gesessen. Damit ist klar, dass die Praktikantin mit der Leiterin nicht unbedingt immer gut klar kam. Ansonsten ist in dem gesamten Bericht aber kein schlechtes Wort über den Kindergarten oder eine andere Person zu finden. Und wer sieht so einen Bericht eigentlich auch? Die betreuenden Lehrer und die Praktikumsleiterin.

Ahhh, die Praktikumsleiterin liest den Bericht also. Eben jene, die dort kritisiert wurde! Und das war es dann scheinbar. Denn nachdem sie das gelesen hat, schien ihr nichts besseres einzufallen, als die Praktikantin auf ihrem Handy anzurufen und all ihre Empörung gleich an ihr auszulassen. „In all den Jahren, die sie schon arbeitet, hätte das noch nie eine Praktikantin gewagt zu sagen!“ hieß es unter anderem. „Und überhaupt, ich habe dir auch gesagt, wenn du gute Arbeit gemacht hast!“ (nicht wortgenau) wurde klargestellt. Dann gab es noch einige Empörung, die auch nicht unterbrochen werden konnte. Und abschließend ein „Aber bei der Arbeit, die du abgeliefert hast, hast du ja auch keine positive Kritik verdient“ (nicht wortgenau).

Ich wäre bei so einem Anruf erst einmal komplett perplex. Die Praktikantin hat sich auch so gefühlt. Und anschließend hat sie ihrem Lehrer den Fall per Mail geschildert. Seine Reaktion finde ich vorbildlich: Er hat ihr versichert, dass sie sich keine Sorgen machen müsse und sollte die Dame wieder anrufen, solle sie sie an ihn weiterleiten und auflegen.

Ich weiß, dass der Job als Erzieherin nicht einfach ist. Und einen Praktikanten zu betreuen ist auch nicht immer einfach. Aber wegen eines kritischen Satzes in einem Praktikumsbericht, der eigentlich eh nur 3 Menschen interessiert und anschließend im Archiv landet so zu reagieren… Das ist für mich nicht nachvollziehbar und ich frage mich da, wie sie mit Kindern umgeht, die einmal nicht sofort so hören, wie sie sollten?

 

Do not enter

 

 

 

 

 

 

 

Bildquelle: „Do not Enter“ by Chackie81

Vorsicht Abzocke bei Wohnungssuche!

Angry Rooftop by chackie81

Der Wohnungsmarkt in Hamburg ist stark umkämpft, das muss ich gerade am eigenen Leib erfahren, da ich mich auf der Suche nach einer Wohnung befinde (2 Zimmer, ca 45qm, Miete um die 450€ warm, nur zur Info). Doch was mir gestern Abend passiert ist, toppt jede Massenbesichtigung!

Ich habe ein Inserat bei einem der vielen Immobilien-Portale gesehen, dass mich gleich interessiert hat. Günstige Miete in unmittelbarer Nähe zum Stadtkern Hamburgs. Das Angebot war schon fast zu gut (letztlich war es zu gut um wahr zu sein). Also füllte ich das Kontaktformular aus und zeigte mein Interesse an der Wohnung. Dies geschah gestern nachmittags. Gegen 0:00 Uhr abends erhielt ich daraufhin eine email – auf englisch. Der Inhalt war folgender:

Hello,

First of all i’m sorry to write you in english but i don’t speak German. I just read your e-mail regarding my apartment located in : Kaiser-Wilhelm-Straße 115, 20355, Hamburg, Germany. It has: 2 bedrooms, 1 bathrooms, 1 kitchen and 1 living room. I bought this apartment for my daughter during her studies in Germany, but now she’s back home (Liverpool/United Kingdom) permanently, so I’m renting the place for unlimited time. Before we go any further I would like to know a little something about you, like how many persons you intend to live in the apartment, and for how long. The flat is exactly like in the pictures, fully furnished and renovated…

Es ging dann noch etwas weiter, alles sehr plausibel argumentiert. So weit hatte ich noch keine Zweifel an der Seriosität. Doch als ich dann in der zweiten Mail darauf hingewiesen wurde, dass die Miet- und Kautionszahlung über eine andere Firma ablaufen solle, bei der dann der Schlüssel hinterlegt werde, wurde ich Misstrauisch.

Der Name der Firma: DeWitt Rental Company Wenn man sich diese Website ansieht, fällt einem sofort eines ins Auge: Die Schriftart! Comic Sans?! Welches seriöse Unternehmen nutzt denn diese Schriftart? Nein, das ist natürlich kein Argument. Aber die Angabe von ICQ-Nummer und die Tatsache, dass ich erst die Kohle überweisen müsste und dann den Schlüssel bekäme, weckten dann doch meine Zweifel.

Ich fragte Google, was es mit DeWitt auf sich habe und fand entsprechend schnell mehrere Artikel. Zur Sicherheit suchte ich auch noch den Namen des „Vermieters“ (David Asarenco) und fand dann diesen Beitrag von facto24.de, der vor den Betrügern warnte. Die zogen diese Nummer nicht nur in Hamburg ab, sondern auch in Frankfurt, München und anderen Großtstädten.

Es ist doch wirklich krass, wie manche Leute skrupellos die Not der Anderen ausnutzen. Ich hoffe, dass möglichst wenig auf solche Betrüger und schlicht „Schweine“ hereinfallen. Informiert euch vorher genau, zahlt nichts im Voraus, lasst euch nicht unter Druck setzen! Immer eine Nacht drüber schlafen.  Wenn Angebote zu gut klingen um wahr zu sein, sind sie es meistens leider auch… Ich wünsche allen anderen Wohnungssuchenden viel Erfolg, aber nehmt mir bitte keine Wohnung weg! 😉

Übrigens: Das Portal hat mir heute morgen direkt eine email geschickt, in der sie mich vor dem Anbieter gewarnt haben. Sehr schnell reagiert. Finde ich gut! Darauf sollte man sich jedoch lieber nicht verlassen.

 

Update: Hier eine Sammlung der angeblichen Namen: D. Asarenco, M. Somenov, H. W. Boyd. Immer schön die Augen offen halten!

Angry Rooftop by chackie81

Bildquelle: Angry rooftop by Chackie81

Für die ersten 50.000 Leser: Nichts!

Ich weiß nicht ob die Leute alle schon mit ihren Gedanken im Wochenende sind oder warum in meiner FB-Timeline gerade so viele Leute auf derart offensichtliche Fake-Seiten hereinfallen?

 

Mal ernsthaft: Wer mit etwas gesundem Menschenverstand glaubt denn, dass Amazon eine neue Seite starten würde, um neue deutsche Fans zu generieren, die auch noch eine VanityURL „amazongutschein“ besitzt? Es geschieht nicht oft, aber bei soetwas kam die Facepalm zum Einsatz…

Doch damit ist es ja noch nicht geschehen. Jetzt tauchen immer mehr Facebook Seiten auf, die den ersten 50.000 Fans irgendwelche 10€ Gutscheine versprechen. H&M, G-Star, etc. Ich verstehe auch die Motivation der Seiten-Initiatoren nicht ganz, ausser extreme Langeweile.

Ich habe selbst kürzlich mitbekommen, wie es ist, wenn eine Facebook Seite in kurzer Zeit hohen Andrang bekommt. Das ist schon toll, vor allem, wenn man mit der Seite etwas erreichen möchte. Doch versprach ich keine Gutscheine und nichts.

Ich musste mich hier einfach mal ein wenig Aufregen über alte Themen, Medienkompetenz, Think before you click und sowas. Zum Glück ist bald Wochenende, da gehen die ganzen Likes von solchen Seiten in den Partybildern unter. Yay…