Facebook Anzeigen Grundlagen – Teil 3: Das Targeting

Nachdem ich im ersten Teil die Anzeigen zur Fan-Gewinnung und im zweiten Teil die Anzeigen auf Seitenbeiträge behandelt habe, wird es nun Zeit, sich mit dem Targeting bei Facebook Anzeigen zu befassen.

Teil 3: Das Targeting für Facebook Anzeigen

Eine Werbeanzeige kann noch so gut designed und getextet sein, wenn sie nicht die Zielgruppe erreicht, wird sie nicht erfolgreich sein. Dies gilt auch bei Facebook Anzeigen. Facebook bietet sehr genaue Targeting-Optionen, wodurch die Effizienz der Anzeigen sehr stark beeinflusst werden kann.

1) Demografische Daten (Alter, Geschlecht, Wohnort):

Facebook erlaubt eine Auswahl der Zielgruppe nach mehreren Daten. Dabei sind die ersten und wichtigsten Daten das Alter, das Geschlecht und der Wohnort der Facebook Nutzer.

Facebook Anzeigen Targeting Demografie

Die erste Auswahl ist der Ort: Dabei kann man grob nach Ländern sortieren, also Deutschland, Österreich, Schweiz, etc. oder aber genauer nach Städten. Facebook erlaubt es leider nicht, nach Bundesländern zu sortieren. Möchte man nur ein Bundesland ansprechen, muss man daher die Städte in dem jeweiligen Bundesland eingeben und den Einzugsbereich („Städte im Bereich X Meilen“) auf den maximalen Wert von 50 Meilen (80km) setzen.

Das Alter lässt sich für einen gewissen Zahlenbereich oder ein ganz genaues Alter wählen. Weiterhin kann man die Geschlechterbestimmung offen lassen oder ein spezielles Geschlecht targeten. Ich empfehle hier generell ab 18 Jahren zu targeten. In den meisten Fällen sind die jüngeren User nicht so relevant.

2) Interessen, die bei Facebook angegeben werden:

Durch die einzelnen „Gefällt mir“ Angaben und freien Interessenangaben der Nutzer erhält Facebook eine Vielzahl an Daten. Daher ist es möglich, die Zielgruppe auf Grund von Interessen auszuwählen. Hier gibt es zwei Möglichkeiten:

Targeting Facebook Werbung nach Interessen

a) Man gibt präzise Interessen an, wie „Schlittschuhlaufen“ oder „Astrologie“.

b) Man wählt erweiterte Kategorien aus. Hier wird zunächst grob nach „Aktivität“, „Veranstaltungen“, „Familienstatus“ und ähnlichem vorsortiert und anschließend bieten sich ausführlichere Auswahlmöglichkeiten.

Man kann so beispielsweise frisch verheiratete Menschen auswählen, die sich für Literatur und Wellness interessieren und kürzlich umgezogen sind. Dabei gerne Luxusgüter und Modeartikel kaufen und auf Bier/Alkohol/Spirituosen stehen.

Gerade bei sehr spezifischen Anzeigen bieten die Interessenkategorien eine Möglichkeit, die Nutzer zu erreichen, die später auch ein gewisses Interesse an der Seite haben.

3) Verbindungen:

Facebook bietet weiterhin die Möglichkeit, auszuwählen, ob die Werbung nur bestehenden Fans, nur Facebook Nutzern, die noch keine Fans der Facebook Seite sind oder aber mit einer bestimmten anderen Facebook Seite verbunden sind.

Gerade bei Anzeigen zur Fanakquise macht es beispielsweise wenig Sinn, diese auch den bestehenden Fans anzuzeigen. Andersherum ist es sinnvoll, Anzeigen, die bestehende Fans reaktivieren soll, nur den bestehenden Fans anzuzeigen.

Targeting Facebook Werbung Verbindungen

4) Erweiterte Auswahlkriterien:

Zuletzt gibt es noch die erweiterten Auswahlkriterien. Hier kann man auswählen, an welchem Geschlecht die Nutzer interessiert sein sollen, welchen Beziehungsstatus sie haben, welche Sprache sie sprechen und welchen Ausbildungsstand sie haben. Interessant: Wenn der Arbeitgeber eine Facebook Seite besitzt, kann auch dieser noch als Auswahlkriterium eingefügt werden.

Ausbildung und Arbeitgeber ist gerade im Recruiting sehr interessant. Achtung! sucht neue Arbeitskräfte, diese sollten möglichst studiert haben und bei einem Wettbewerber arbeiten. Also werden die Namen der Wettbewerber eingegeben (sobald eine Facebook Seite existiert, wird diese dann ausgewählt, gibt es keine, fällt dieser Wettbewerber aus dem Targeting aus) und Hochschulabsolventen als Zielgruppe bestimmt.

Targeting Facebook Anzeigen erweiterte Optionen

Facebook bietet also sehr gute Auswahlmöglichkeiten für die Zielgruppendefinition. Diese sollten auf jeden Fall genutzt werden. Facebook Anzeigen, die schlicht „alle in Deutschland“ als Zielgruppe haben, sind deutlich weniger effizient, als Anzeigen mit einer klarer und spitzer definitierten Zielgruppe.