Drei Tage Berlin – Drei Tage #rp12 – Drei Tage Klassentreffen?

Letztes Jahr war ich das erste Mal auf der re:publica in Berlin. Da ich schon einigermaßen in der „Social Media Szene“ aktiv war, kannte ich die meisten und hatte eine wunderbare Zeit. Es war wie ein Klassentreffen, ganz so, wie man es mir versprochen hatte. Aus diesem Grund habe ich mich auch schon seit langem auf die diesjährige re:publica gefreut. Vor allem darauf, die Leute wiederzusehen.

Republica 2012 Eröffnungsansprache

Es hat sich einiges geändert, im Vergleich zum letzten Jahr. Die Location beispielsweise ist eine ganz Neue – Und sie ist eine sehr gute! Größere Räume, die sogar etwas mehr Rücksicht auf Barrierefreiheit nehmen. Dank an die ganzen Organisatoren und vor allem den Helfern, die dies ermöglicht haben! Man merkt, dass viel aus dem letzten Jahr gelernt wurde. Auch wenn es wieder Probleme mit dem Internet gab, es wurde versucht, auch dort etwas zu verbessern.

Neu war unter anderem auch, dass viele Sessions live gestreamt wurden – auf Spiegel online. Dadurch konnten nicht nur die etwa 4.000 Besucher vor Ort den Rednern lauschen, sondern auch viele aus dem Büro oder von zu hause aus.

Republica 2012 Livestreamed

Aber wie war es eigentlich? Drei Tage war ich in Berlin, drei Tage durfte ich mich mit vielen interessanten Menschen unterhalten und sie kennenlernen, oder wiedertreffen. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an meinen Arbeitgeber: achtung!  hat mir nämlich 2 der 3 Tage freigestellt. Ist ja leider nicht immer selbstverständlich!

Doch zurück zum Thema: Es war großartig! Bei zumeist gutem Wetter habe ich persönlich den Großteil der Zeit damit verbracht, die Menschen zu treffen, die ich schon kannte oder noch offline kennenlernen wollte. Und noch ganz viele neue Leute kamen hinzu. Es entstanden wieder einmal interessante Gespräche, tolle Bekanntschaften und ich hoffe, dass dies noch ausgebaut werden kann.

Ein paar Sessions jedoch waren fast verpflichtend. Natürlich Sascha Lobos Session zum Stand des Internets. In einem Vortrag, der länger war, als es sich anfühlte, schaffte Sasche es erneut, gar nicht so unwichtige Fakten und Hinweise in eine unterhaltsam, nur vermeintlich oberflächliche Verpackung zu stecken. Angelehnt daran hat Daniel hier einen wunderbaren Beitrag verfasst, warum wir die Renaissance der Blogs selbst in der Hand haben.

Aber noch ein Sascha verstand es, eine super Session zu halten: Sascha Pallenberg hielt einen sehr tollen Vortrag über „Rockstars und Mimosen“ – Ein Vergleich von US Bloggern und deutschen Bloggern.

Republica 2012 - Sascha Pallenberg /by David Philippe

Dort zeigte Sascha einige Faktoren auf, die das Verhältnis der Blogger und Medien in Deutschland deutlich anders beeinflussen, als in den USA. Aber auch um den Umgang untereinander ging es. Wenn ihr die Chance habt, einmal den Vortrag von Sascha live zu sehen, nehmt sie wahr! Am besten fand ich aber wieder Saschas üblichen Einführungsslides mit den lautesten Fröschen/Kröten der Welt, dem Dschungel und dem Taipeh 101.

Ich sah mir auch einen Vortrag zur Frage, wie die EU eigentlich mit Cybersecurity umgeht an. Dort standen zwei IT-Spezialisten (mit super coolen Nerd-Shirts!) und zeigten, dass die Politik nicht nur in Deutschland oft noch weit von dem aktuellen Stand der Technik entfernt ist.

Republica 2012 - EU Cybersecurity

Sehr gut fand ich auch den Vortrag der Sprecherin von Twitter. Zum einen, weil man merkte, das dort ein kompetenter Sprecher war, der sich auf sein Publikum vorbereitet hatte, zum anderen, weil sehr interessante Cases gezeigt wurden, wie Twitter eingesetzt werden kann.

Republica 2012 - twitter session / by David Philippe

Aber letztlich war von den Vorträgen/Sessions doch der Auftritt von Steffen Seibert (dem @regsprecher) das Highlight der #rp12. Sympathisch, ernst, locker, offen und irgendwie „echt“ war er. Da kann man der Bundesregierung gegenüberstehen, wie man möchte, ihn finde ich ganz gut. Er hatte Lacher, Applaus verdient. Dass er nicht auf jede Frage genau antworten kann, sollten die Menschen, die sich mit PR und/oder Politik auskennen, nachvollziehen können.

Republica 2012 - Steffen Seibert (@RegSprecher) // by David Philippe

Mein Fazit:

Ja, es war ein drei Tage währendes Klassentreffen. Ich habe viele alte Bekannte getroffen und viele neue Leute getroffen. Ich habe durchaus einiges gelernt (unter anderem, wie sehr ich doch auf das Internet angewiesen bin) und hoffe, wieder mehr Zeit für mein(e) Blog(s) zu finden.

Ich freue mich jetzt schon sehr aufs nächste Jahr, werde da aber ein wenig besser vorbereitet hinfahren. 😉

Zu guter Letzt findet ihr hier noch ein kleines Album mit Bildern von der #rp12, die ich gemacht habe.

2 Antworten auf „Drei Tage Berlin – Drei Tage #rp12 – Drei Tage Klassentreffen?“

Kommentare sind geschlossen.