Facebook Ads – Bringt das eigentlich etwas?

Facebook ist fest in den Alltag der meisten Leute integriert. Wir loggen uns morgens ein und checken den aktuellen Status der „Freunde“ und loggen uns abends meist nicht einmal mehr aus. Dank der Smartphones sind wir auch in der Ubahn oder im Bus stets in der Lage unsere Meinung zu unserem Sitznachbarn, der aktuellen Nachrichten oder sonst etwas kund zu tun.

Und dann gibt es noch die unter uns, die sich sogar beruflich mit Facebook auseinander setzen. Wir betreuen für uns, unser Unternehmen oder unsere Kunden Facebook Seiten und beschäftigen uns mit der Community. Wir sind stets bemüht, sie zu involvieren, mit ihnen zu sprechen und auf ihre Bedürfnisse einzugehen. Wir suchen die besten Zeiten, einen Beitrag zu posten aus den Statistiken heraus, wir wägen ab, welche Textzeile am besten mit dem Bild die Nutzer aktiviert. Alles mit zwei großen Zielen: Aktiviere deine bestehende Fans und gewinne neue hinzu!

Dies ist soweit keine hohe Kunst und die meisten von uns schaffen es mehr oder weniger gut. Hierfür ist bis auf die Zeit, die wir in Recherche und Community Management stecken, auch kein größeres Investment nötig. Was aber, wenn ich nun doch ein kleines Budget für Media zur Verfügung habe? Auf Facebook. Bringt das eigentlich etwas? Wer klickt denn auf die Werbung? Haben nicht mittlerweile die meisten Menschen im Internet den Ad Block Plus installiert?

Als jemand, der sich sehr stark mit Facebook Ads beschäftigt, kann ich eines sagen: Die Facebook Ads wirken! Die Nutzer klicken sie an, wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln. Aber nur, wenn man einen guten Text und das passende Bild dazu hat. Wer nicht über das Facebook Sales Team bucht, hat 135 Zeichen für Text zur Verfügung. Hier zählt der pointierte Ausdruck, der zum Klicken verleitet. Ein hübsches, passendes Bild dazu: Super! Zusätzlich empfiehlt es sich, Sponsored Stories zu schalten. Hierbei handelt es sich um ein Werbeformat, bei dem anstatt eines Werbetextes und Bildes die Interaktion der eigenen Kontakte mit einer Facebook Seite angezeigt werden. So kann ich sehen, wer alles die neue Seite vom Kandidaten der letzten Casting-Show geliked hat und all so etwas. Und ob ihr es glaubt oder nicht: Das funktioniert noch viel besser als die Text-Ads! Warum? Ganz einfach: Ich sehe, dass ein „Freund“ von mir, diese Seite gefällt. Ich werde dadurch auf die Seite aufmerksam und klicke darauf. Wenn die Seite dann noch gut ist, ist der Klick zum „like“ nicht mehr fern.

Und just als ich anfing, diesen Beitrag zu schreiben, flatterte bei Facebook dieser Beitrag in meine Timeline: Facebook Timeline for Brands – It’s about storytelling! Diesen Beitrag kann ich nur jedem ans Herz legen. Hier beschreibt Jamie Tedford, CEO von Brand Networks, worauf man seit der Umstellung auf die Timeline für Facebook Seiten achten muss. Und in einem kleinen Unterpunkt erwähnt er auch Werbung. Sponsored Stories um genauer zu sein. Aber ein Satz von ihm stimmt auch für normale Ads: „Stories that are not amplified rarely reach beyond your existing inner circle.“ – Eine Geschichte, egal wie gut, erreicht zunächst immer nur den bestehenden Kreis an Leuten. Und wie wir seit der FMC wissen, im Durchschnitt auch nur 16% der Leute!

Genau hier kommen die Facebook Ads ins Spiel. Aber, ehrlich gesagt, nicht so, wie ich sie oben beschrieben habe. Warum ich jetzt erst etwas so beschreibe und dann was anderes sage? Ich weiß nicht, wie viele von euch schon einmal Ads für eine Facebook Seite geschaltet haben, daher wollte ich eine gute Basis legen. Es gibt aber neben der normalen Text Ad auf Facebook und den Sponsored Stories natürlich eine ganze Menge anderer Ads  auf Facebook. Seit der FMC, bei der immer wieder betont wurde, dass es um die Story geht und nebenbei für die Top Seiten der „Reach Generator“ vorgestellt wurde, bin ich überzeugt, dass man auf Facebook mit „klassischer Werbung“ also schickes Bild und ein knackiger Text dazu, nicht unbedingt die optimale Lösung gefunden hat. Vielmehr kommt es besser an, zumindest meiner Erfahrung nach, wenn man die Ads als sogenannte Page Post Ads einsetzt. Dabei werden Werbungen auf einen Beitrag der Facebook Seite geschaltet. Inhalt der Werbung: Der Beitrag. Dabei hat man weniger Zeichen als sonst zur Verfügung, danach wird (auch mitten im Wort) abgeschnitten. Natürlich kann diese Art der Werbung nur so gut sein, wie der Beitrag, der genutzt wird. Aber wenn da ein guter Beitrag dahinter steht, dann geht die Werbung auch ab!

Und jetzt kommt der Clou: Wurden die früheren Ads nur für die Nutzer angezeigt, die noch nicht Fan der Seite waren (zumindest in den meisten Fällen), so gibt es diese Unterscheidung nun nicht mehr. Facebook hat das Welcome Tab schon entfernt. Und der Beitrag wird eh von allen gesehen, ob Fan oder nicht. Warum sollte man also bei der Werbung auf diesen Beitrag dann unterscheiden? Die Folge ist dabei: Auch bestehende Fans sehen diesen Beitrag wieder! Damit kann man die Quote von sonst 16% durchaus steigern. Die Zugriffszahlen sehen zumindest bei den Ads, die ich betreue sehr gut aus. Ach ja: Der Preis auch! Das erfordert aber etwas mehr Aufwand und eine genauere Beobachtung der Ads.

tl;dr: Facebook Ads bringen durchaus etwas, aber nur dann, wenn sie auch ordentlich konfiguriert und betreut werden.

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