Ein Blick in die Zukunft? Shaping Mobile Life #blogwettbewerb

Einen Blick in die Zukunft zu werfen ist gar nicht so leicht. Vor allem nicht für einen Laien wie mich. Ich versuche es im Rahmen des Wettbewerbes von CODE_n dennoch einmal. Sie haben gefragt, wie man sich die mobile Zukunft in 20 Jahren vorstellt. Hier meine Überlegungen zur (mobilen) Welt 2031:

Die Technik:

Inspiriert durch die Videos von Microsoft und Corning, die sich mit der Zukunft 2020 beschäftigen, denke ich, dass sich die technische Entwicklung bis 2031 zu einer verstärkten Integration der Technik in alltägliche Lebensabläufe gewandt hat. Nicht nur stationär im morgendlichen Spiegel, oder dem Touchscreen-Schreibtisch, sondern auch mobil. Jederzeit, ohne weitere Handgeräte, können wir überall auf dem Laufenden gehalten werden. Ermöglicht wird das durch die Entwicklung der LED-Kontaktlinsen, vor allem die grünen LEDs, wodurch die RGB-Projektion, quasi direkt auf die Netzhaut, ermöglicht wird. Mit der LED-Kontaktlinse wurde der Durchbruch für Augmented Reality geschaffen. Wir können, nach Bedarf, die reale Welt um eine nahezu unendliche Vielfalt an Informationen aus dem Netz erweitern, ohne dabei auf ein weiteres Gerät angewiesen zu sein.

Die Weiterentwicklung der RFID-Chips, vor allem was Datenschutz angeht, ermöglicht es, auch im technikskeptischen Deutschland, auf Portemonaies zu verzichten. Das Google Wallet macht es jetzt schon vor, 2031 wird nur noch mobil bezahlt, mit dem persönlichen RFID (2.0) Chip, der gleichzeitig auch als Personalausweis, Versicherungskarte, Telefon und vieles mehr fungiert.

Telefoniert wird über ein, dem Koch Lear Implantat ähnlichem, Implantat. Verbunden mit dem RFID Chip und den LED-Kontaktlinsen ist es möglich, nicht nur normal zu telefonieren. Auch Bildtelefonie oder Textnachrichten (werden diktiert) ist damit kein Problem. Soziale Netzwerke wie Google Plus oder Facebook sind keine große Frage mehr, alle sind, via RFID Chip im großen Netzwerk namens „World Online“ (Name kann abweichen) verbunden.

Auswirkungen:

Welche Folgen haben die von mir gesponnenen Entwicklungen wohl? Auch hier lehne ich mich erneut weit aus dem Fenster und wage meine Prognose:

Wir werden alle mit der Zeit lernen, mit der Informationsvielfalt umzugehen. Die Filter, sowohl die technischen, als auch die mentalen, werden immer besser und passen sich an. Gerade durch den Durchbruch der Augmented Reality verändert sich vieles. Wir werden keine Probleme mehr haben, uns in fremden Städten zurecht zu finden, da uns der Weg einfach auf den Bürgersteig oder die Straße projiziert wird. Durch die Verfügbarkeit aller Informationen zu den Produkten verändert sich nicht nur das Kaufverhalten, auch die Produzenten sind gezwungen, ihre Herstellungsmethoden zu überarbeiten.  Durch das „World Online“ Netzwerk ist es möglich, nicht nur die Menschen, die geographisch um einen herum leben kennen zu lernen, sondern Menschen global zu finden, die zum Beispiel die gleichen Themen interessant finden oder der gleichen Organisation angehören. Die Vor- und Nachteile dieser Möglichkeiten auszuformulieren, überlasse ich jedem selbst. Was den Datenschutz angeht, kann man bei „World Online“ einstellen, wieviele Informationen man mit wem teilen möchte, ähnlich der momentanen Entwicklung in sozialen Netzwerken.

Es wird weiterhin die Menschen geben, die fast alles aus ihrem Leben und Alltag mit der Welt teilen möchten und es wird auch die geben, die nur das Nötigste teilen. Wichtig ist, das beides möglich sein wird und beides vor allem akzeptiert wird.

Eine interessante Entwicklung wird das alles auf das Arbeitsleben haben. Man kann zum Beispiel bei sich im Wohnzimmer am Schreibtisch sitzen und frühstücken und im nächsten Moment wird, über Augmented Reality, der Arbeitsplatz über den Schreibtisch gelegt. Man sieht Mitarbeiter virtuell neben sich und kann bei Bedarf mit ihnen reden, als wären sie da (Holo-Deck lässt grüßen). Auch Konferenzen sind virtuell kein Problem. Grafiken werden direkt jedem Teilnehmer auf die eine freie Fläche im Sichtfeld projiziert. Per Handbewegung könnte man die Grafiken noch heranzoomen, drehen oder was auch immer. Das Home-Office ist jederzeit möglich, doch weil wir Menschen soziale Tiere sind, wird es immer noch Büros geben, für die, denen die virtuelle Büro-Atmosphäre nicht genügt.

Eine Entwicklung, die wir bereits jetzt bemerken und die von Gunter Dueck sehr schön auf der #rp11  umrissen wurde, ist die Notwendigkeit des Könnens. Wir müssen, um in der Arbeitswelt erfolgreich zu sein, nicht mehr nur Dinge wissen, sondern wir müssen sie können. Die Informationen sind schließlich überall und jederzeit verfügbar, schon heute informieren wir uns genau bevor wir ein Smartphone, Fernseher, Auto, sonstwas kaufen und bringen so manchen Kundenbetreuer im Laden damit in die Bredouille. 2031 sind wir keine Wissenden mehr, wir sind Könner. Und ich persönlich finde das gut so.

Zuletzt noch ein sehr interessantes Video von Keiichi Matsuda: Augmented City (3D)

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=_KnSzefUtHc]

Bildquelle: „Ausblick“ von Rainer

Ausblick


3 Antworten auf „Ein Blick in die Zukunft? Shaping Mobile Life #blogwettbewerb“

  1. Lieber David Philippe, insbesondere auf den virtuellen Schreibtisch mit den Kollegen drum herum freue ich mich. Das könnte das endgültige Ende vom Büro, wie wir es kennen, sein. Bin gespannt! VM

    1. Danke dir! Ich denke, dass sich die Bürolandschaft in Zukunft sehr ändern wird und ich finde, so ein virtueller Schreibtisch hätte was! Ich hoffe ja, ich werde eine derartige Entwicklung noch in meinem Arbeitsleben mitbekommen. 🙂

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