Und immer wieder Medienkompetenz – Ein aktuelles Beispiel

Da ist man mal wieder ein wenig in den Social Networks unterwegs und was fällt einem direkt ins Auge? Eine Geburtstagsfeier. Aber nicht irgendeine, sondern der 16. Geburtstag eines jungen Mädchens aus Hamburg am kommenden Freitag.

An sich nichts besonderes, wäre da nicht eine Facebook-Veranstaltung gewesen, die öffentlich zu dieser Geburtstagsfeier eingeladen hat. Innerhalb kürzester Zeit gab es mehr als 3500 Zusagen und über 20.000 Einladungen. Damit hatte das Geburtstagskind wohl nicht gerechnet.

Zum Glück (für sie) hat sie ihren Fehler bemerkt und etwa 25 Minuten nach dem ich darauf aufmerksam wurde, wurde die Veranstaltung abgesagt. Gerade noch rechtzeitig, könnte man meinen… Leider haben sich sehr schnell neue Veranstaltungen breit gemacht, die auch gegen den Willen der jungen Dame zur Geburtstagsfeier bei ihr(!) einladen. Das Problem ist: Bei dem ursprünglichen Event wurde auch die Adresse mitgeteilt, so dass jeder nun weiß, wo die „Feier im kleinen Kreise“ nun stattfinden soll.

Ich hoffe für das Mädchen, dass sich am Freitag keine Probleme ergeben werden. Aber hier ist wieder ein Beispiel dafür, wie wichtig es ist, dass den Kindern und Jugendlichen schon frühzeitig eine entsprechende Medienkompetenz vermittelt wird. Hätte sie den einen Haken für „privat“ gesetzt, könnte sie sich nun auf die Party am Freitag freuen. So möchte ich mir gar nicht Vorstellen, was die Arme nun durchmachen wird.

Edit: Ich würde dem Mädchen übrigens empfehlen die Polizei zu benachrichtigen, damit man am Freitag nicht von einer bösen Überraschung heimgesucht wird. Nur für den Fall.

Update: Die Bild hat hier übrigens über genau das Beispiel berichtet. Entschuldigt die Verlinkung zu Bild.de…

2 Antworten auf „Und immer wieder Medienkompetenz – Ein aktuelles Beispiel“

  1. Oweia. Irgendwie erschreckend, wie oft sowas noch vorkommt, auch bei den sogenannten „Digital Natives“.

    1. Da gebe ich dir recht. Aber Digital Natives müssen sich auch erst eine Medienkompetenz aneignen. Bis dahin, wird man wohl öfter von solchen Fehlern hören. Vielleicht lernen aber auch alle anderen, diese Fehler nicht mehr auszunutzen? Eine andere Art der Medien- und Sozialkompetenz?

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