re:publica 2011 – Tag 2

Der zweite Tag ist vergangen und wieder sind viele Eindrücke da, die von mir verarbeitet werden müssen. Sollte ich jetzt schon ein Fazit ziehen, würde es sehr schlicht lauten: Das war es wert!

Auch wenn ich scheinbar DAS Highlight der re:publica 2011 verpasst habe – Gunter Dueck – hat der zweite Tag die guten Eindrücke des ersten Tages toppen können.

Hier für alle zum Ansehen: Gunter Dueck auf der #rp11

Dueck habe ich verpasst, weil ich leider nicht nur zum Vergnügen auf der #rp11 bin, sondern auch um etwas für meine Abschlussarbeit zu „arbeiten“. So habe ich nach der Vorstellung des Buches „PR im Social Web“ im Base Camp, auch wenn man das eigentlich auch zum Vergnügen zählen muss, Marie-Christine Schindler (Eine der beiden Autoren des Buches, neben Tapio Liller) für mein wissenschaftliches Projekt interviewen müssen dürfen. An dieser Stelle vielen Dank für das nette Gespräch!

Wieder im FriedrichstadtPalast eingetroffen konnte ich weitere Persönlichkeiten meiner Timeline zum ersten Mal offline treffen. Wie eigentlich immer bisher, war es ein sehr angenehmes und erfreuliches Beisammensein.

Die Blogger/innen im Gespräch waren für mich das Highlight der Veranstaltungen am zweiten Tag, nicht weil René Walter vom Nerdcore Blog da war, sondern wegen Julia Probst, vielen besser bekannt als @EinAugenschmaus, die mit einer unvergleichlichen Art erklärte, wie sie während der WM einen Lippenlese-Service auf Twitter anbot und Körpersprach-Analysen von Politikern vornimmt. Sie wies auch darauf hin, wie wenig das deutsche Fernsehen auf die Bedürfnisse von Gehörlosen eingeht (nur ca. 10% der Sendungen sind für Hörgeschädigte untertitelt!). Nicht verwunderlich war daher, dass die einzige Frage an Richard Gutjahr, der zu Beginn des Jahres live aus Kairo bloggte, als Ägypten für die eigene Freiheit erhob – die sogenannte Facebook-Revolution, von Julia stammte: Wenn über Facebook so viel in Ägypten bewegt werden konnte und fast alle Hörgeschädigten bei Facebook sind, warum schaffen sie es nicht, ihre Situation in ähnlicher Art zu verbessern? Die traurige Antwort von Gutjahr lautete, dass diejenigen, die diese Probleme erkennen müssten, nicht bei Facebook sind und kaum Blogs lesen.

Die Twitterlesung am Abend war noch eine ganz unterhaltsame Veranstaltung, die hier natürlich nicht unerwähnt bleiben sollte. Ist sie jetzt nicht mehr.

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2 Antworten auf „re:publica 2011 – Tag 2“

  1. Wow hört sich sehr spannend an dein Interview und auch die Bloggersession. Gespannt auf mehr! (:

    Der Vortrag von Dueck ist unglaublich gut, meine Lieblingszitate:

    „normale Amateur- Intelligenz“ brauchen Sie jetzt nicht mehr, das ist im Betriebssystem schon drin, dass brauchen Sie nicht nochmal in der normalen Anwendung. Sie müssen jetzt nicht nochmal einen Spell- check haben!“

    ‎“Das nächste Zeitalter geht nicht mehr darum was Sie schon vom Betriebssystem her wissen, sondern was sie wirklich können!“

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